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Mit letztem Sprung zu Gold

SCHWERTE Der letzte Sprung musste die Entscheidung bringen - und sie fiel ganz im Sinne des Friedrich Breer: Ein tadelloser Handstandüberschlag, und der 62-jährige Turner des TV Garenfeld durfte über den Gewinn der Deutschen Seniorenmeisterschaft jubeln.

von Von Michael Dötsch

, 30.10.2007
Mit letztem Sprung zu Gold

Prima Haltungsnoten: Der Barren war nur eines von vier Geräten, an dem Friedrich Breer überzeugte.

Damit polierte der gebürtige Garenfelder seine Erfolgsbilanz der letzten Jahre weiter auf. Seit es überhaupt Deutsche Turn-Meisterschaften für Senioren gibt - im Jahr 2000 war Premiere - ist Friedrich Breer Jahr für Jahr dabei. Schon 2001 und 2003 holte er den Titel in seiner Altersklasse. Hinzu kommen zwei zweite, zwei dritte und ein fünfter Platz.

Bei den diesjährigen Titelkämpfen in Dortmund war die Konkurrenz in Breers M60-Altersklasse (60 bis 64 Jahre) mit 17 Turnern durchaus hochkarätig. "Man kennt sich natürlich", erzählt Breer, der noch als 44-Jähriger in der Landesliga zeigte, was er drauf hat.

Glänzende Leistung gegen alten Konkurrenten

Werner Reutter, ein jahrelanger Weggefährte aus Leipzig, entpuppte sich diesmal als härtester Konkurrent. Nach den ersten beiden Geräten - Barren und Reck - lag der Sachse mit 0,05 Punkten Vorsprung vor Breer in Front. Dann aber erhielt der Garenfelder für seine Bodenübung die Tageshöchstnote von 12,2 und ging damit seinerseits mit 0,25 Punkten in Führung.

Beim Sprung legte Reutter mit einem Handstandüberschlag vor und erhielt eine 12,1-Wertung - ziemlich hoch. Doch Breers Nerven hielten. Er zeigte den selben Sprung, der ebenfalls mit 12,1 bewertet wurde - und war Deutscher Meister!

Regelmäßiges Training ist Pflicht

Und der drahtige 62-Jährige macht nicht den Eindruck, als sei dies sein letzter sportlicher Erfolg gewesen. "Man muss natürlich körperlich fit bleiben", nennt er die Grundvoraussetzung für den Titelgewinn. Täglich etwa anderthalb Stunden investiert der pensionierte Eisenbahner, der früher im Schwerter Bahnhof die Kunden mit Fahrkarten versorgte, in seine Fitness. "Laufen, Gymnastik und Krafttraining", sagt er, dazu natürlich das Turnen an den Geräten, das er noch regelmäßig in Hagen-Kabel betreibt und gelegentlich auch in "seiner" Garenfelder Turnhalle.

Mit deren Eröffnung 1959 war Friedrich Breer auf den Geschmack gekommen. Die Vielseitigkeit der Sportart hatte es ihm angetan und hat ihn bis heute nicht losgelassen. "Laufen, Springen, Kraft, Beweglichkeit - beim Turnen braucht man einfach alles", sagt Breer. Auch heute noch, obwohl er mittlerweile auf extreme Kraftteile verzichtet. "Da muss man schon ein paar Abstriche machen", sagt Breer. Zum alten Eisen zählt er deshalb aber noch lange nicht.

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