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Mira Möller spielt jetzt Bundesliga - Birgit Prinz kann kommen

"Meine Mama und meine Brüder Tim und Mirko haben mich zum Fußball gebracht", erzählt Mira Möller. Das war 1991. Damals begann sie in der F-Jugend des SV Geisecke dem Ball nachzujagen. 16 Jahre später ist sie ganz oben angekommen - in der Bundesliga. Mit der SG Wattenscheid 09 ist Mira Möller als Meister der 2. Bundesliga Nord in die höchste Spielklasse aufgestiegen.

von Von Jörg Krause

, 27.06.2007
Mira Möller spielt jetzt Bundesliga - Birgit Prinz kann kommen

Der Beginn einer großen „Sause“: Der Schwerterin Mira Möller führt nach dem perfekt gemachten Bundesliga-Aufstieg die Wattenscheider „Raupe“ an.

Vom SV Geisecke führte Miras Weg zunächst zum TuS Holzen-Sommerberg. Zwei Jahre später streifte sie das Trikot des SV Berghofen über, ehe zwölf Monate danach die steile Karriere Konturen annahm. Bei der SG Lütgendortmund spielte sie bei den Mädchen und wurde bereits in die erste Damenmannschaft hochgezogen. Diese spielte damals in der Regionalliga. Mit "Lüdo" schaffte sie den Aufstieg in die 2. Liga.

Vor zwei Jahren ging's dann zur SG Wattenscheid, wo die 21-Jährige vor 600 bis 800 Zuschauern im Lohrheidestadion spielt. "Das war schon eine Umstellung", blickt Mira zurück. Das gilt auch für Trainingspensum (viermal wöchentlich), das Niveau und den Konkurrenzkampf. Die Wattenscheider Spielerinnen kommen aus Bochum, Recklinghausen, Hagen oder sogar Meinerzhagen.

Der Kampf des ersten Jahres Im ersten Jahr hatte sie zu kämpfen, in dieser Saison mauserte sich "Linksfuß" Mira jedoch zur Stammspielerin in der Abwehr.

Als "unvergesslich" beschreibt Möller, beruflich beim Schwerter Jobcenter ARGE beschäftigt, die Meisterfeier, als der Aufstieg perfekt war. Nach dem positiven Ende des Spiels, das um 11 Uhr begonnen hatte, wurde bis nachmittags noch in den Sportklamotten gefeiert, ehe sich die Sause bis in den späten Abend hineinzog. Sogar einen Empfang bei der Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz mit Eintrag in das Goldene Buch der Stadt gab es - welch eine Ehre.

Ist denn die Bundesliga in der kommenden Saison zu halten? "Auf alle Fälle", ist Mira Möller zuversichtlich. Inzwischen hat sich Wattenscheid mit Kerstin Stegemann eine Welt- und Europameisterin (159 Länderspiele) vom Bundesligaabsteiger FFC Heike Rheine an Land gezogen. Mit ihr kommen zwei Junioren-Nationalspielerinnen.

Internationale Luft in der U23-Nationalelf Aber Mira Möller braucht sich nicht zu verstecken, denn auch sie schnuppert mittlerweile internationale Luft. Nach einem ersten Sichtungslehrgang der U23-Nationalmannschaft unter Trainer Helmut Horsch winkte in Bad Neuenahr gegen Norwegen sogar der erste Länderspiel-Einsatz in dem neu gegründeten U23-Auswahlteam.

Und Ende August geht's dann los - Bundesliga. Dann kommt Birgit Prinz. "Ja", lacht Mira, angesprochen auf die dreimalige Weltfußballerin mit 105 Toren für Deutschland, "auf meiner Position würde ich ja sogar gegen sie spielen. Ich freu´ mich drauf."

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