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Maroder Beton: Neue Probleme bei belgischem AKW Tihange

Im belgischen Atomkraftwerk Tihange 3 nahe der deutschen Grenze sind neue Unregelmäßigkeiten entdeckt worden. Wie der Betreiber Engie Electrabel am Donnerstag mitteilte, fiel bei der Reparatur maroder Betonteile auf, dass Stahlverstärkungen an einer Schutzdecke nicht den Bauplänen entsprechen - wohl schon seit Bau des Reaktors. Nun werde geprüft, ob dies Einfluss auf den Schutz der Anlage bei Notfällen wie einem Flugzeugabsturz habe, erklärte Electrabel. Die pannenanfälligen belgischen Atommeiler sind für Deutschland immer wieder Grund zur Sorge.

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Tihange/Aachen

, 05.07.2018
Maroder Beton: Neue Probleme bei belgischem AKW Tihange

Wasserdampf steigt aus dem Atomkraftwerk Tihange auf. Foto: Oliver Berg/Archiv

Das Kraftwerk ist derzeit für eine Inspektion abgeschaltet. Der Betreiber betonte, die Ergebnisse der Überprüfung müssten der belgischen Atomaufsicht FANC vorgelegt werden. Die Behörde will den Reaktor nach eigenen Angaben nicht wieder anfahren lassen, bevor die Stabilität der Gebäude nachgewiesen ist.

Electrabel bestätigte darüber hinaus, dass auch beim Reaktor Doel 3 während einer planmäßigen Inspektion Betonschäden an einem Nebengebäude festgestellt wurden. Hitze oder Feuchtigkeit könnten den Beton brüchig machen, hieß es. Die Reparatur laufe aber schon und Doel 3 solle planmäßig am 1. August wieder angefahren werden.

Erst im Mai hatte Bundesumweltministerin Svenja Schulze Belgien zur Abschaltung alter Atomkraftwerke gedrängt, weil sich viele Menschen im Grenzgebiet um Aachen von den nahen Atommeilern Tihange und Doel bedroht fühlten. Belgien hat sieben Atomreaktoren an zwei Standorten, Doel im Norden des Landes sowie Tihange im Osten nahe der Grenze zu Deutschland.

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