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Marihuana-Anbau im „Horror-Haus“: Haftstrafe für Eigentümer

Paderborn. Im Prozess um eine Marihuana-Plantage im sogenannten Horror-Haus von Höxter ist der Hauseigentümer zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 51-jährige Schotte habe das Haus zum Zwecke des bandenmäßigen Drogenanbau vermietet, urteilte das Landgericht Paderborn am Montag. Dem Angeklagten sei auch eine Belohnung von der Bande versprochen worden. Im Vollzug soll er nun eine Drogentherapie machen, ordneten die Richter an.

Marihuana-Anbau im „Horror-Haus“: Haftstrafe für Eigentümer

Horror-Haus. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Das als „Horror-Haus“ bekannt gewordene Anwesen in Höxter-Bosseborn, in dem ein Paar über Jahre hinweg Frauen gequält hatte, war im Frühjahr 2017 an den Schotten verkauft worden. Als die Polizei im September das Anwesen durchsuchte, wurden mehr als 1000 Marihuana-Pflanzen mit einem Gesamtgewicht von 38 Kilogramm sichergestellt. Der Wert der beschlagnahmten Pflanzen wurde von den Ermittlern auf etwa 200 000 Euro geschätzt.

Ein mitangeklagter 44-jähriger Deutsch-Türke muss laut Urteil vier Jahre in Haft. Er hatte Hilfstätigkeiten für die Drogenbande übernommen. Eine 30 Jahre alte Bulgarin wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Sie hatte auf dem Grundstück gelebt und sich um die Pflanzen gekümmert.

Noch nicht abgeschlossen ist das Gerichtsverfahren gegen einen 43-Jährigen, der Kopf der Bande gewesen sein soll. Er hatte das Haus vom Eigentümer gemietet, jedoch vor Gericht angegeben, es gebe einen Hintermann im niederländischen Venlo. Ein Urteil in diesem Verfahren wird am 23. April erwartet.

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