Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Marie ist der neue „Superstar“

Köln. Eine Schülerin aus Duisburg gewinnt die 15. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Mit 16 Jahren ist Marie Wegener die bisher jüngste Siegerin der Show. Das führt zu einem ungewöhnlichen Ende der Sendung.

Es ist ein seltsames Bild: Am Ende sitzt die Siegerin im Publikum, ihre abgeschlagenen Gegner stehen auf der Bühne. Denn aus Jugendschutzgründen darf Marie Wegener nicht mehr auf die Bühne, als sie am Samstag eine halbe Stunde vor Mitternacht zur Gewinnerin der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) gekürt wird.

„Ich kann es gar nicht fassen und bin wahnsinnig glücklich. Damit ist wirklich ein Traum wahr geworden“, zitiert RTL die junge Siegerin.

Mit ihren 16 Jahren ist Marie der bisher jüngste „Superstar“. Sie ist gleichzeitig die Nachfolgerin des fast schon vergessenen Vorjahressiegers Alphonso Williams - mit 54 Jahren bisheriger Alterspräsident.

Die Show, die RTL als das „unglaubliche Finale“ tituliert, beginnt mit entsprechend viel Tamtam, Pyrotechnik und Feuerregen. Während die Jury aus Musikproduzent Mousse T. (51), Sängerin Carolin Niemczyk (27) und Schlagersängerin Ella Endlich (33) gemeinsam die Bühne betritt, bekommt Chefjuror Dieter Bohlen einen denkwürdigen Solo-Auftritt: Als „Kaiser aller Castingshows“ wird der 64-Jährige auf einem Thron in einem funkelnden Spiegel-Anzug in die Halle gefahren und von den Zuschauern bejubelt, als wäre er der eigentliche Superstar.

Und irgendwie ist er es am Ende auch: Denn Bohlen hat den Finalsong „Königlich“ von Marie komponiert. Den Song, den Marie ihrer Mutter als Liebeserklärung widmet, was nicht nur Jurorin Ella Endlich zu Tränen rührt. „Du bist die Gefühlskönigin“, lobt Carolin Niemczyk nach dem Auftritt, bei dem Marie mehrere Meter hoch über der Bühne von einem überdimensionalen Königinnenkleid herab singt. Durchschnittlich 3,38 Millionen Zuschauer (13,8 Marktanteil) sehen die von Oliver Geissen moderierte Finalshow.

Gefühl und Kitsch kommen also auch in der Jubiläumsstaffel nicht zu kurz. In Einspielfilmen berichten die Kandidaten von Schicksalsschlägen: die Krebserkrankung der Mutter, der abgebrochene Kontakt zum Vater, die zerbrochene Liebe. In einer Probe vor dem Halbfinale bekommt Kandidatin Janina El Arguioui einen Heiratsantrag - vor laufenden Kameras und der versammelten Familie.

Marie gilt schon früh als Favoritin der Staffel. Am Ende stimmen 64,62 Prozent der Fernsehzuschauer für das „gefühlvolle Sternchen“ aus Duisburg, das sich nun über einen Plattenvertrag mit Universal Music und 500 000 Euro freuen kann. Ab dem 15. Mai soll ihr Song als Single im Handel erhältlich sein.

„Ich freue mich auf die nächste Zeit, den Videodreh und Auftritte“, sagte Marie laut dem Sender. „Aber egal wie es jetzt weitergeht, ich will auf jeden Fall die Schule beenden - und wenn ich mir einen Privatlehrer nehmen muss.“

Zweiter wird der Schweizer Michel Truog (26), gefolgt vom „singenden Fliesenleger“ Michael Rauscher (20) und Janina El Arguioui (30), Veranstalterin für Kindergeburtstage. Noch einmal singen darf Siegerin Marie an diesem Abend nicht. Während sie im Publikum jubelt, wiederholt RTL ihren Auftritt des Bohlen-Songs „Königlich“. Und die letzten Worte der Staffel gebühren dem Poptitan persönlich. Sie lauten schlicht: „Bis zum nächsten Mal.“ Die Bewerbungsrunde für die neue DSDS-Staffel läuft bereits.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Tipp des Tages

Die Hannas

Berlin. Wenn ein Paar schon so lange zusammen ist, dass Freunde sogar die Namen von beiden verschmelzen, dann kann schon etwas im Argen sein. Davon erzählt ein Comedy-Drama auf Arte.mehr...

Grünwald. Grünwald bei München ist die Heimatgemeide des 2014 gestorbenen Schauspielers Joachim „Blacky“ Fuchsberger. Dort ziert ein nach ihm benannter Brunnen nun ein Mehrgenerationenhaus.mehr...

Berlin. Im Fernsehen herrscht angesichts der WM Fußballfieber. Die privaten Sender sind derweil mit anderen Dingen beschäftigt: Sie bereiten neue Sendungen vor und präsentieren sie der Werbewirtschaft.mehr...