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Marco Vorländer: „Auf dem Platz muss etwas passieren“

Fußball-Landesliga

Vier Niederlagen in Folge haben den SC Hennen auf den letzten Platz der Fußball-Landesliga 2 abrutschen lassen.Hennens Fußball-Chef hofft trotzdem noch auf den Klassenerhalt, beschäftigt sich aber auch mit dem Abstieg.

Hennen

, 03.04.2018
Marco Vorländer: „Auf dem Platz muss etwas passieren“

Auf der Rückkehr des zurzeit verletzten Benjamin Hederich ruhen die Hoffnungen des Hennener Fußball-Vorsitzenden Marco Vorländer. © Bernd Paulitschke

Michael Dötsch hat mit Hennens Fußball-Vorsitzendem Marco Vorländer über die prekäre Situation bei den „Zebras“ gesprochen.


Herr Vorländer, Trainer Marcel dos Santos hat am Sonntag gesagt, man müsse dem Abstieg in die Bezirksliga langsam ins Auge sehen. Sehen Sie das genauso?

Zumindest ist die Situation so, dass man sich darüber Gedanken machen muss. Sollte es wirklich so kommen, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man setzt alles daran, eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen, mit der man direkt wieder aufsteigen kann. Oder man richtet sich neu aus mit der Prämisse, vielleicht auch mal wieder den einen oder anderen Hennener Jungen einzubauen.


Aber so weit ist es noch nicht, zehn Spiele sind es noch...

Ich habe die Hoffnung auf den Klassenerhalt auch noch nicht aufgegeben. Aber dass etwas auf dem Platz passieren muss, ist klar. Ich hoffe aber sehr, dass mit der Rückkehr unseres Führungsspielers Benjamin Hederich wieder mehr Struktur reinkommt.


Der Hauptgrund für die aktuelle Situation liegt offensichtlich im personellen Bereich. Dabei fällt auf, dass seit der Winterpause einige Spieler des Kaders nicht mehr dabei sind.

Es fing doch schon im Sommer an. Mamadou war ein richtig guter Neuzugang, der wegen seiner Knieprobleme aber bis heute noch nicht vor den Ball treten kann. Im September kam der Knorpelschaden bei Pascal Schepers. Jack Hobson-Mc Veigh hat sich ohne Vorwarnung am 30. Juni abgemeldet. In der Winterpause haben uns Stefan Drews und Marc Setzer ebenso unverhofft mitgeteilt, dass sie es aus beruflichen Gründen nicht mehr schaffen. Simon Steudle hat uns in Richtung BSV Menden verlassen. Benedikt Szameitat haben sie bei Borussia Dröschede den Kopf verdreht, er hat aber keine Freigabe von uns bekommen und sitzt nun draußen. Und Daniel Neres ist zurzeit in Brasilien, weil sein Visum abgelaufen ist. Man kann schon sagen, dass da bei uns wirklich viel zusammengekommen ist.


Der Vorstand hat vor gut einem Monat mit dem Trainer-Duo Marcel dos Santos/Kamal Hafhaf für die nächste Saison verlängert. Gilt das auch für die Bezirksliga?

Zunächst einmal: Den Trainern kann man in keinster Weise einen Vorwurf machen. Ob sie im Falle eines Abstiegs weitermachen würden, muss man sehen – das hinge sicherlich auch davon ab, wie der Verein sich ausrichtet. Aber die beiden sind die ersten Ansprechpartner.


Vor dem Hintergrund, dass es eine Liga tiefer mehr Lokalduelle gäbe und dass der Aufwand wegen wesentlich kürzerer Auswärtsfahrten deutlich geringer wäre: Wie ausgeprägt ist der Wille beim SC Hennen, die Landesliga unbedingt zu halten?

Als Fußballer will man so hoch spielen wie möglich, das ist doch klar. Aber natürlich gibt es Momente, in denen man sich als Verantwortlicher fragt: Wofür macht man das eigentlich alles? Es ist ja generell so, dass die Zuschauerzahlen im Amateurfußball rückläufig sind. Und dann kommen noch solche Konstellationen wie an den nächsten beiden Sonntagen dazu: Erst hat der BVB ein Heimspiel, eine Woche später spielt Schalke gegen den BVB – das kostet wieder richtig Zuschauer.