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Schulhof ist ein Scherbenhaufen

WETHMAR Vandalen sind auf dem Hof der Matthias-Claudius-Schule ungebetene Dauergäste. Sie hinterlassen zerschlagene Flaschen, die Schüler dürfen in der Pause deshalb nicht eher auf den Schulhof, bevor er gesäubert wurde.

von Von Beate Rottgardt

, 22.10.2007
Schulhof ist ein Scherbenhaufen

Hausmeisterin Margarete Epler und einige der Schüler fegen den Schulhof.

Unbekannte Täter, vermutlich eine Gruppe von Jugendlichen, hatten am Wochenende den Schulhof in ein Schlachtfeld verwandelt. Unzählige Bier- und Mixgetränk-Flaschen waren mutwillig auf dem kompletten Schulhof zerschlagen worden.

Hausmeisterin war stundenlang beschäftigt

Hausmeisterin Margarete Epler war gestern morgen stundenlang nur damit beschäftigt, die Scherben zusammen zu fegen und wegzuräumen. Die Schulleiter Maria Niemann-Weminghaus (Gottfriedschule) und Roland Ebert (Matthias-Claudius-Schule) entschlossen sich, angesichts der Menge der Scherben, die Kinder in der ersten großen Pause in den Gebäuden zu lassen.

Unbekannte legten Feuer

„Scherben finden wir fast jeden Tag auf dem Schulhof, aber in solcher Menge hatten wir das noch nicht“, so die Hausmeisterin. Und damit nicht genug, in einem Schuppen, in dem Fahrräder stehen, entzündeten die Unbekannten auch noch ein Feuer. Auch der neue Anstrich der Offenen Ganztagsschule wurde in Mitleidenschaft gezogen.

Jedes Wochenende ist Fete

„Jedes Wochenende finden hier irgendwelche Feten statt. Einmal hab ich auch die Polizei gerufen, doch nachdem diese wieder weg war, kamen die Jugendlichen zurück“, so die Leiterin der Gottfriedschule. Schulleitung und Hausmeisterin wünschen sich schon schlechtes Wetter zum Wochenende, denn dann kommen die Vandalen nicht auf den Schulhof. Jetzt will man die Nachbarn des Schulgeländes bitten, ein wachsames Auge zu haben und notfalls die Polizei zu alarmieren. „Ich weiß aber von anderen Schulen, dass die Nachbarn Angst haben, die Vandalen zu melden, weil die dann Flaschen in ihre Gärten werfen könnten“, so Ebert.

Umzäunung könnte Lösung sein

Eine Umzäunung wäre vielleicht eine Lösung, doch davor schrecken die Schulleiter noch zurück. Denn schließlich soll der Schulhof nachmittags als Spielplatz für die Kinder in Wethmar zur Verfügung stehen. Eine 100-prozentige Absicherung gebe es leider nicht, so Peter Link von der Schulverwaltung. Man könne aber überlegen, Bewegungsmelder einzubauen, denn Licht schrecke die Jugendlichen womöglich ab. 

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