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Pflegeheime erwarten härteren Wettbewerb

LÜNEN Früher waren lange Wartelisten für Plätze in Pflegeheimen ganz normal. Inzwischen sind sie eher selten. Leere Betten, wie in anderen Städten, gibt es allerdings in den Lüner Pflegeheimen noch nicht, wie eine Umfrage bei den Einrichtungen zeigt.

von Von Beate Rottgardt

, 01.10.2008
Pflegeheime erwarten härteren Wettbewerb

Uwe Neufeld, Leiter des ev. Altenhilfezentrums Bebelstraße.

„Man bekommt zeitnah einen Platz in Lünen und Umgebung“, so Uwe Neufeld, Geschäftsführer der Diakonischen Dienste Lünen und Selm (DDL) und Leiter des DDL-Pflegeheims an der Bebelstraße. Mittlerweile gebe es ein ausreichendes Angebot an Pflegeheimen, so dass lange Wartezeiten beispielsweise zwischen Entlassung aus dem Krankenhaus und Einzug ins Heim eigentlich Geschichte sind. „Wenn man sich vielleicht auch nicht ein bestimmtes Heim aussuchen kann, aber Plätze sind ausreichend vorhanden“, betont Neufeld. Zudem wird demnächst in Beckinghausen ein weiteres Pflegeheim mit 59 Plätzen gebaut. „Ob das Angebot auf Dauer zu groß ist, wird sich zeigen. Nach meiner Einschätzung sorgen auch Alternativen wie Betreuung zuhause durch Pflegedienste, Wohngemeinschaften oder betreutes Wohnen dafür, dass viele Leute erst später ins Heim ziehen müssen“, erklärt Neufeld.

Klar sei, dass sich auch die Lüner Einrichtungen auf Dauer wohl auf einen Wettbewerb einrichten müssen. So sieht es auch Caritas-Geschäftsführer Jörg Klärner. Das Altenzentrum St. Norbert sei voll belegt und in und um Lünen sieht er eine „sehr gute Angebotssituation“. „Mit St. Norbert sind wir gut aufgestellt, auch wenn weitere Einheiten gebaut werden sollten.“ Er rechnet mit einem „ganz harten Wettbewerb“ in den nächsten Jahren. Dass der Konkurrenzkampf härter wird, erwartet Ulrike Conrad, Leiterin des Coldinnestifts in Alstedde ebenfalls. Derzeit sind aber die Betten in ihrem Haus voll belegt und es gibt auch eine Warteliste für die 64 Einzel- und zwölf Doppelzimmer. „Ich denke, dass auf Dauer Qualität die Einrichtungen am Leben erhält. Die Schwerpunkte der Heime, die Flexibilität was Beratungstermine betrifft und der Umgang mit den Menschen sind entscheidend“, so Ulrike Conrad.

Komplett belegt sind die 59 Pflegebetten in den drei Wohnbereichen der Residenz Osterfeld. Dort gibt es auch noch Wartelisten. In diesen Tagen wird das AWO-Pflegeheim „an der alten Gärtnerei“ in Brambauer in Betrieb genommen. Dort liegen eine Vielzahl von Anmeldungen vor, einige Betten sind aber auch noch frei. „Voll belegt“ meldet das Pflegeheim „Wethmar Mark“, in dem es 75 Betten gibt. Hier stünden Anwärter, die einziehen möchten, auf einer Warteliste.

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