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Lünen ins Licht gerückt

LÜNEN Als der Fotograf Claus Marklseder vor 32 Jahren nach Lünen kam, hat es zoom gemacht. Eine Leidenschaft, aus der ein hochwertiger Bildband entstand: Er zeigt einzigartig Lünens Einmaligkeit.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 02.10.2008
Lünen ins Licht gerückt

Claus Markleseder (r.) überreichte das erste Exemplar seines frisch gedruckten Bildbandes über Lünen Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick.

Es sind die besonderen Details, die ungewöhnlichen Blickwinkel und das reizvolle Schwarz-Weiß, mit denen der vielfach bei Wettbewerben prämierte Hobbyfotograf Marklseder neue Sichtweisen eröffnet. Dabei malt er mit Licht und nutzt Sonne, Wolken samt Nebelstimmung als Kulisse seiner Werke. Für ein gutes Bild ist ihm keine Mühe zu viel: Marklseder stellte sich sogar nachts den Wecker, um beispielsweise die Mauerstraße mit geschlossener Schneedecke fotografieren zu können. Der 52-Jährige hat keine Eile. Oft verbringt der Frühpensionierte Stunden damit, sein Motiv zu recherchieren und auf das richtige Licht zu warten: „Augenblicke des Verweilens“ heißt folgerichtig sein Bildband, der den Betrachter zu einer visuellen Reise durch Lünen und auch angrenzende Städte einlädt.

Mit großem Stativ und Rucksack ist Marklseder stets unterwegs. Für ihn bedeutet Fotografie Reflektion und Ruhe vom Alltag. Er fotografiert analog mit einer Mamiya 645 und einer Hasselblad 510. Anschließend beginnt im Labor die aufwendige Nachbearbeitung. Seine Bilder sind handcoloriert, oft mit Infraroteffekt: „Ich habe meinen Stil gefunden“, sagt er. Was der Bildband nicht zeigt, sind die „vielen schlaflosen Nächte und die endlosen Stunden im Labor“. Was er zeigt, ist auf 232 Seiten eine lebens- und liebenswerte Stadt aus bemerkenswerter Perspektive. Industriekultur wie Natur- und Landschaftsaufnahmen haben darin ihren Platz. Marklseders Lieblingsmotiv sind Schimmel unter einer Kastanie beim Landwirt Schulz-Gahmen. Das früh morgens im Gegenlicht aufgenommene Motiv entwickelt fast eine mystische Stimmung. 

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