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Kindergartenkids buddeln nach Möhren

WETHMAR „Die Kartoffeln sind aber ganz schön drecking.“ Die blonde Fünfjährige rümpft die Nase. „Und ganz schön klein sind sie auch“, pflichtet ihr ein gleichaltriger Junge bei. Doch Landwirt Dirk Schulze-Wethmar ist um keine Antwort verlegen. „Die kleinsten Kartoffeln sind doch die leckersten“, schmunzelt er.

von von Martina Niehaus

, 07.10.2008
Kindergartenkids buddeln nach Möhren

Sarah und Marie griffen fleißig zu.

„Die großen haben gar keinen Geschmack.“ Dirk Schulze-Wethmar kennt sich mittlerweile gut aus mit seinen jungen Gästen: Einmal im Jahr bekommt er Besuch vom Kindergarten St. Johannes Cappenberg. In diesem Jahr sind 16 „Pfiffiküsse“ zu Gast. „Das sind die Kinder, die nächstes Jahr in die Schule kommen“, erklärt Gruppenleiterin Martina Borgschulze.

Mit Gummistiefeln und Tüten ausgestattet stürzen sich die Kleinen begeistert auf die erste Herausforderung: Den Möhrenacker. „Ich hab ne ganz dicke!“ schreit Chem Fan. Sie muss sich nicht beeilen, es ist Platz für alle da: Jonas, Nina, Greta, Jette, Melvin, die Zwillinge Sarah und Marie und alle anderen Kinder ernten fleißig. „Oh, verflixt. In meiner Tüte sitzt ein Marienkäfer“, jammert eine kleine Erntehelferin. „Das macht nichts, den retten wir“, erklärt Martina Borgschulze.

Danach geht es weiter an der großen Kartoffelkiste: Abwechselnd dürfen sich die Kinder bedienen. Auch auf dem Wirsingfeld arbeiten die Kinder, anschließend warten noch Kohl, Porree, Blumenkohl, Broccoli und Fenchel. „Das kommt alles in einen großen Eintopf“, erklärt die Leiterin. Am Donnerstag sind dazu alle Eltern, Großeltern und Geschwister in den Kindergarten eingeladen. Voraussetzung: „Jeder muss sich selbst mit Teller und Löffel bewaffnen“, lächelt Martina Borgschulze.

Die Kinder freuen sich schon jetzt auf ihren leckeren „Erntedank-Eintopf“. Und dann werden sie bestimmt selbst herausfinden, dass die „kleinen, dreckigen“ Kartoffeln viel besser schmecken als ihre Verwandten aus dem Supermarkt-Regal. 

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