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Ahornbäume an Alsenstraße gefährdet

LÜNEN-SÜD Der Zustand der Ahornbäume auf der Südseite der Alsenstraße bereitet Stadtgrünleiter Dieter Memmeler große Sorgen: Nicht nur, dass ihre Wurzeln die Randsteine und die umgebenden Pflastersteine verkehrsgefährdend hochgedrückt haben – die Bäume sind in ihrer Substanz gefährdet.

von von Ludwig Overmann

, 08.10.2008
Ahornbäume an Alsenstraße gefährdet

Stadtgrünleiter Dieter Memmeler erklärt den IWS Vorstandsmitgliedern Friedhelm Sieg, Eckhard Zühlke und Manfred Kolodziejski (v.l.) den Zustand der Ahornbäume in den viel zu engen Baumscheiben an der Alsenstraße.

Diese Einschätzung machte der Grünfachmann gestern den Vorstandsmitgliedern der Interessengemeinschaft Wattenscheider Siedlung (IWS) Friedhelm Sieg, Manfred Kolodoziejski sowie Eckhard Zühlke beim Ortstermin klar. Vor Monaten hatte die IWS auf das Problem mit den Bäumen im Abschnitt zwischen der Jägerstraße und dem Camminer Weg hingewiesen. Die Untersuchungen von Stadtgrün haben ergeben, dass die Ahornbäume bei der Erneuerung der Alsenstraße vor über 20 Jahren in einen viel zu kleinen „Schuh“ zwischen Fußgänger- und Radweg gesetzt wurden.

Mit der Folge, dass die Bäume das ihnen zur Verfügung stehende Beet fast komplett mit Wurzelmasse gefüllt hat und die Einfassungen sowie das umgebende Pflaster hoch drücken. Aus Sicherheitsgründen wurden die Steine um die Beete herum bereits entfernt, da Radfahrer mit den Pedalen hängen blieben. „Der Baum wächst weiter und entfaltet dabei eine gigantische Kraft“, klärte der Grünexperte auf.

Wegen des fehlenden Raumes für eine mögliche Blumenbepflanzung und Pflege riet Memmeler von der Übernahme einer Baumpatenschaft für die Ahornbäume an der Alsenstraße ab; dafür dankte er für die Bereitschaft von IWS-Mitgliedern, an anderer Stelle in der Siedlung die Pflege der Scheiben zu übernehmen. Eine Lösung sieht der Fachmann nicht in einer kosmetischen Behandlung der Bäume, z.B. durch die Entfernung der Feinwurzeln.

Bei einer Neuanpflanzung der über 20 Bäume, die der Straßengröße entsprächen, müssten die gesamte Fahrbahnnebenanlagen überplant, auch die Standwurzeln aus dem Boden geholt werden – eine Maßnahme, die erhebliche Kosten verursachte, sagte Memmeler. Er hat schon deutliche Schäden an den Rinden entdeckt.

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