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Loveparade-Veranstalter spricht Angehörigen Beileid aus

Düsseldorf. Loveparade-Veranstalter Schaller wendet sich im Prozess um das Unglück direkt an die Angehörigen der Opfer - und spricht ihnen sein Beileid aus. Mit der Planung der Technoparade habe er aber kaum zu tun gehabt.

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Massive Planungsfehler sollen die Katastrophe mit 21 Toten verursacht haben. Foto: Roland Weihrauch

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Kurz vor dem Unglück stehen Menschen dicht gedrängt an dem Tunnelausgang in Duisburg. Foto: Daniel Naupold

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Eine Fußgängerin läuft durch den Tunnel, an dessen Ausgang 21 Menschen während der Loveparade getötet wurden. Foto: Roland Weihrauch

Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller hat sich bei der Vorbereitung der Duisburger Technoparade 2010 nach eigenen Worten meist auf seine Mitarbeiter verlassen.

Im Prozess um die Katastrophe mit 21 Toten sagte Schaller am Dienstag in Düsseldorf als Zeuge, der leitende Mitarbeiter, der zu den Angeklagten gehört, habe nur sehr wichtige Dinge mit ihm besprochen. Schaller wies Aussagen früherer Mitarbeiter zurück, wonach er die letzte Entscheidungsinstanz war. Der 49 Jahre alte Fitnessketten-Unternehmer ist Inhaber der Loveparade-Veranstalterin Lopavent.

In dem Strafprozess müssen sich vier frühere Beschäftigte von Lopavent und sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem fahrlässige Tötung vor. Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg starben im Gedränge 21 Menschen, mindestens 652 wurden verletzt. Aus Platzgründen findet der Prozess in einer Kongresshalle in Düsseldorf statt.

Seine Rolle bei der Loveparade beschrieb Schaller als eine eher repräsentative. Er habe Bürgermeister getroffen, auf Pressekonferenzen gesprochen und Interviews gegeben. In den leitenden Mitarbeiter habe er großes Vertrauen gehabt. Gegen Schaller war nach dem Unglück nie ermittelt worden. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hatte er keinen Einfluss auf die aus Sicht der Anklage fehlerhafte Planung oder rechtswidrige Genehmigung der Technoparade genommen.

Für die Vernehmung Schallers hat das Landgericht drei Tage geplant. Noch vor seiner Aussage bat Schaller um das Wort und wandte sich direkt an die Angehörigen der Opfer. Ihnen sprach er erneut sein Beileid aus. Alles Leid, das die Angehörigen erlebten, „ist auf meiner Veranstaltung passiert“, sagte Schaller. „Es ist selbstverständlich, dass ich die moralische Verantwortung übernehme“, bekräftigte er ein weiteres Mal. Schaller hat sich nach der Katastrophe immer wieder öffentlich geäußert und es begrüßt, als das Oberlandesgericht Düsseldorf vor gut einem Jahr den Prozess anordnete.

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Massive Planungsfehler sollen die Katastrophe mit 21 Toten verursacht haben. Foto: Roland Weihrauch

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Kurz vor dem Unglück stehen Menschen dicht gedrängt an dem Tunnelausgang in Duisburg. Foto: Daniel Naupold

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Eine Fußgängerin läuft durch den Tunnel, an dessen Ausgang 21 Menschen während der Loveparade getötet wurden. Foto: Roland Weihrauch

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