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Löhrhof-Bagger stürzt auf den Wall

Riesenglück: Keine Verletzten

Gegen 15.30 Uhr ist aus bislang unbekannter Ursache auf der Baustelle der Recklinghausen Arcaden der 63 m hohe Seilbagger umgestürzt, der mit dem Abriss des Wohn-und Büroturmes beschäftigt war. Der Ausleger des 90 Tonnen schweren Geräts stürzte mit seinem Ende auf den Kaiserwall.

Recklinghausen

von Von Thomas Fiekens

, 06.06.2012

Als der Ausleger auf dem Asphalt des Kaiserwalls aufschlug, gelang es einem Busfahrer der Linie SB 20, die auf dem Weg vom Bahnhof zum Viehtor war, eine Vollbremsung vor den direkt vor ihm aufschlagenden Umlenkrollen des Auslegers zu vollziehen. Der Bus war zu dem Zeitpunkt voll besetzt. Ein Autofahrer umkurvte das plötzlich vor ihm aufragende Gitterrohrgestänge. Der Baggerfahrer wurde im Rettungswagen untersucht, er ist zum Glück nur leicht verletzt worden und kam zur ambulanten Versorgung ins Krankenhaus.  Nach einer ersten Mitteilung des Bauherren  mfi werden umgehend Untersuchungen zur Unglücksursache eingeleitet. Vorerst ruht der Abriss des Wohnturmes, es ist offen, wann ein Ersatzbagger beschafft werden kann. Die Arbeiten in den übrigen Baustellenbereichen laufen planmäßig weiter.    Nach erstem Augenschein sieht es so aus, dass der Untergrund unter dem mächtigen Raupenbagger nachgegeben hat. Die Betonfertigteile, die der Bagger vom Turm hebt, haben Gewichte von bis zu zwölf Tonnen.   Mit anderen Baggern wurde der in drei Teile zerlegte Ausleger des Seilbaggern vom Wall zurück aufs Baustellengelände gezogen.  Der Wallring war eineinhalb Stunden zwischen Viehtor und am Kunibertitor gesperrt. Die Linien SB 20, 224, 235, 239 und 249 mussten großräumig umgeleitet werden und konnten die Haltestellen „Viehtor" und „Steintor" nicht anfahren. Gegen 17 Uhr hob die Polizei die Sperrung des Kaiserwalls wieder auf. Die Linien der Vestische fahren nun wieder den planmäßigen Linienweg.