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Leichte Bedienung: Was DVD-Rekorder können sollten

Hamburg/Berlin (dpa/gms) - Moderne DVD-Rekorder sind Mulittalente: Sie erlauben dem Besitzer dank Time-Shift-Funktion, einfach mal Pause zu machen und später weiterzugucken oder den Lieblingsfilm auf DVD zu bannen. Bei der Auswahl gibt es allerdings einiges zu beachten.

Der Bedienkomfort, die Anschlüsse oder die Aufnahmekapazität sind wichtige Kriterien beim Kauf. «Zuerst sollte man überlegen, wie man Fernsehen empfangen möchte», sagt Silke Hecht-Nölle, Produktmanagerin bei Philips in Hamburg. Für den herkömmlichen Kabelanschluss reicht ein Gerät mit normalem analogen TV-Eingang. Es gibt jedoch auch Modelle mit eingebautem Empfänger für DVB-T.

Üblicherweise werden heute Geräte mit eingebauter Festplatte angeboten. Modelle, die nur auf DVD speichern, gibt es immer weniger. «Sie sind aber günstiger und können durchaus sinnvoll sein», sagt Tobias Kurig von der in Hamburg erscheinenden Zeitschrift «Audio Video Foto». Zum Beispiel wenn sie nur dazu gedacht sind, hin und wieder mal eine Sendung aufzunehmen, die dann einmal geguckt und anschließend gelöscht wird.

Komfortabler sind jedoch Modelle mit Festplatte. Derzeit werden vor allem Geräte mit einer Kapazität von 160 Gigabyte verkauft, sagt Silke Hecht-Nölle von Philips. Wie viele Sendungen man damit aufnehmen kann, hängt von der genutzten Datenrate ab: Das heißt in der Praxis, der Anwender bestimmt, in welcher Qualität der Rekorder aufnehmen soll. Je höher die Bildqualität, desto größer der Speicherbedarf. Manche Rekorder bieten vier, andere sogar neun Qualitätsstufen. In guter Bildqualität passen auf eine 160-GB-Festplatte etwa zwischen 35 und 40 Stunden TV.

Für die Aufnahme nutzen die meisten Rekorder das Format MPEG2. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie alle die gleiche Bildqualität bieten. Das liege daran, dass die Hersteller unterschiedliche Bit-Wandler verwenden, um analoge TV-Signale zu digitalisieren, erklärt Mike Henkelmann, Produktmanager für Unterhaltungselektronik bei Samsung. Das kann man den Geräten ohne weiteres von außen nicht ansehen. Und da die Rekorder im Elektronikhandel selten angeschlossen sind, hilft für die Beurteilung der Bildqualität meist nur der Blick in die Tests einschlägiger Zeitschriften.

Die Stiftung Warentest in Berlin hat Ende vergangenen Jahres 15 Geräte in Augenschein genommen. Insgesamt, so heißt es in der Zeitschrift «test», hätten die Geräte eine recht gute Vorstellung geboten. Die Experten raten aber, für die Aufnahme auf die Festplatte die höchste Qualitätsstufe zu wählen. Soll die Aufnahme später auf DVD gebrannt werden, lasse sich die Qualität noch anpassen, um Platz zu sparen. Manche Geräte machen das automatisch.

Grundsätzlich ist die Aufnahme-Programmierung am DVD-Rekorder nicht schwieriger als beim guten alten Videorekorder. Allerdings gibt es im Hinblick auf die Menüführung erhebliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Fabrikaten. Laut Tobias Kurig von «Audio Video Foto» lässt sich aber sagen, dass man mit Geräten großer Marken meist besser fährt als mit No-Name-Produkten.

Ein Plus an Übersicht und Bedienkomfort können gut gemachte EPGs bieten. Diese elektronischen Programmführer informieren über die in den kommenden Tagen anstehenden Sendungen und werden permanent aktualisiert. Meist geben die EPGs laut Silke Hecht-Nölle eine Vorschau von sieben oder acht Tagen.

Eine Festplatte macht Geräusche, das kennt man vom PC. Das kann beim Fernsehen oder DVD-Gucken störend sein. Daher ist es ratsam, sich vorher über die Lärmentwicklung der Geräte in der engeren Auswahl zu erkundigen. Sei es, dass der Kunde sich das Gerät im Laden vorführen lässt oder Testergebnisse in Fachblättern studiert.

Wer einen großen Flachbildfernseher mit HDMI-Anschluss sein Eigen nennt, sollte einen DVD-Rekorder mit HDMI-Ausgang wählen. Das führt meist zur Bildverbesserung. Mike Henkelmann von Samsung nennt weitere Funktionen, die einen DVD-Rekorder interessanter machen könnten: eine USB-Schnittstelle etwa, um eine Digitalkamera oder einen MP3-Player anzuschließen. Samsung hat laut Henkelmann auch einen Rekorder im Programm, an den sich via USB ein Drucker anschließen lässt. «So können sie die Bilder von der Digitalkamera ausdrucken.»

Die Preisspanne bei DVD-Rekordern ist groß. Sie reicht von rund 250 Euro für das Modell eines Billiganbieters bis rund 900 Euro für ein teures Markenprodukt. Die meisten Geräte mit Festplatte werden zu Preisen zwischen 350 und 450 Euro angeboten.

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