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Mit Technik in Dialog getreten

Ausstellung von Dieter Götze eröffnet

04.06.2007

Zum einen treffen mit der zeitgenössischen Malerei und dem alten, romanischen Gebäude in Asbeck zwei verschiedene «zeitliche Pole» aufeinander und treten damit miteinander in den Dialog. Zum anderen kommunizieren die Werke durch ihre Thematik und ihre farbliche Umsetzung selbst mit dem Betrachter, sprechen ihn an. «Dieter Götze begann seinen beruflichen Werdegang als Maschinenschlosser und begann erst ab 1979 künstlerisch zu arbeiten», erläuterte Dr. Reinhold Hülsewiesche aus Rosendahl in seiner Rede zur Ausstellungseröffnung. «Er hat sich immer mit Maschinen befasst, ihre Konstruktions- und Funktionsweise kennen gelernt und zu durchschauen versucht.» Ebenso wie die Industrie im vergangenen Jahrhundert den enormen Prozess der Automatisierung erfahren hat, hat auch Götzes künstlerischer Werdegang eine deutliche Entwicklung erlebt. Seine Auseinandersetzung mit dem Thema Industrie begann mit seiner 30-jährigen Tätigkeit in der Siemens AG in Hannover, er war also selbst ein Teil der Industrie. Erst mehr als ein Jahrzehnt später begann seine aktive Auseinandersetzung mit dem Thema Kunst und künstlerische Ausbildung, die dann in die Verschmelzung beider Bereiche führte. «Einer etwa 15 Jahre währenden Inkubationszeit hat es dann bedurft, bis diese beiden Aspekte seines Lebens, Maschinen und Malerei, zusammen fanden und eine äußerst produktive Symbiose eingehen konnten», so Dr. Hülsewiesche. Den Werken Götzes ist anzusehen, dass er weiß, was er malerisch ins Bild setzt. Große Industrielandschaften stehen neben detailgetreuen, fast schon detailverliebten Industrie-«Ausschnitten», Bilder mit Titeln wie «Umlenkrolle», «Kühlturm» oder «Hochofen» wirken realistisch und präzise. Alle Werke sind in Braun-, Grau- und Rottönen gehalten und erhalten durch diese Farbwahl eine fast nostalgisch-melancholische Wirkung. Bewusst setzt Götze Vergangenes in Szene, zeigt ganze Industriearchitekturen oder Architekturdetails, die den industriellen Fortschritt nicht überlebt haben. Um die realistische und zugleich schwermütige Wirkung seiner Werke noch zu unterstreichen, finden neben Acryl und Öl auch themennahe Materialien wie Erden und Rost ihre überzeugende Verwendung. dpe

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