Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Laura Veirs: US-Folk vom Feinsten

Berlin. Seit fast 20 Jahren ist auf Laura Veirs Verlass: Sie liefert beständig hochwertige Folk-Alben ab, ohne sich dem Massenerfolg einer Suzanne Vega nähern zu wollen. „The Lookout“ macht da keine Ausnahme.

Laura Veirs: US-Folk vom Feinsten

Laura Veirs feiert die Schönheit des Lebens. Foto: Jason Quigley

Sie sind eine Art Dream-Team des US-Folkrock: Laura Veirs und ihr Ehemann Tucker Martine, der hoch angesagte Produzent aus Portland/Oregon, der für sie eine Qualitätsplatte nach der anderen bastelt.

Aber die fachkundigste Studiotüftelei einer Koryphäe wie Martine wäre nicht viel wert ohne gute Songs, und solche schreibt die 1973 geborene Veirs immer wieder. Auf „The Lookout“ (Bella Union/Pias/Rough Trade) sind sie sogar besonders gelungen, das zehnte Soloalbum der blonden Frau mit der kristallklaren, an Suzanne Vega erinnernden Stimme gehört wohl zu ihren besten.

Veirs widmet ihre neuen Lieder „der Schönheit des Lebens“, und sie betont, „wie wichtig es ist, aufeinander achtzugeben im Chaos des Amerikas nach der (Trump-)Wahl“. Neben politischen Untertönen beschäftigt sich die Mittvierzigerin auf „The Lookout“ aber auch mit der Balance eines Künstlerlebens inklusive kleiner Kinder.

Nicht nur wegen ihres viele Folkrock-Asse produzierenden Mannes, sondern als eigenständige Musikerpersönlichkeit ist Laura Veirs in der US-Szene hervorragend vernetzt. Diesmal kamen Sufjan Stevens und Jim James (My Morning Jacket) zu ihr ins Studio, um Background-Vocals beizusteuern. Außerdem spielten tolle Musiker wie Karl Blau, Eyvind Kang, Steve und Eli Moore sowie Tucker Martine selbst mit.

„The Lookout“ funktionert wie eigentlich alle Veirs-Platten als geschlossenes Werk ohne offensichtliche Highlights und nerviges Füllmaterial. Als Anspieltipps sind gleichwohl das ergreifend schöne Countryrock-Stück „Seven Falls“ sowie „Lightning Rod“ und „When It Grows Darkest“ zu empfehlen.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Berlin. Erneuerer oder doch eher Traditionspfleger? Das zweite Großwerk des Saxofonisten Kamasi Washington macht die Sache noch nicht klarer. Aber auch „Heaven And Earth“ dürfte den Jazz wieder weltweit in die Popcharts bringen.mehr...

Berlin. Als solider Sidekick großer US-Musiker ist der freundliche Lockenkopf Phil Cook schon länger bekannt. Auch ein mit Südstaaten-Soul und Gospel gewürztes Soloalbum zeigt nun sein großes Potenzial.mehr...