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Die Imitation von Unheilig gelingt nur bedingt

Lass dem Grafen, was des Grafen ist

Köln Unheilig 2.0? Nein, das ist es nicht, wenn die ehemaligen Bandmitglieder des Grafen zusammen mit „The Dark Tenor“ auf der Bühne stehen. Zwar will die Ex-Band noch vom Namen „Unheilig“ profitieren. Doch die Zeit des Grafen ist mit dessen Abschied endgültig vorbei.

Lass dem Grafen, was des Grafen ist

The Dark Tenor (vorne) stand zusammen mit der Ex-Band des Grafen auf der Bühne. Unheilig sind noch: Henning Verlage (Key.), Christoph Termühlen ("Licky", Gitarre) und Martin Potthoff ("Potti", Schlagzeug). Foto: Thomas Brill

Erwartungsvolles Klatschen begleitet die insgesamt sieben Musiker, drei unheilige und vier von The Dark Tenor, als sie auf die Bühne des mit rund 1500 Fans bei weitem nicht ausverkauften Kölner E-Werks kommen. Zum programmatischen Auftakt wird der Unheilig-Hit „Wir sind alle wie eins“ angestimmt, doch da ist eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Es passte nicht alles perfekt bei dieser gothic-poppigen Kollaboration zwischen Unheilig und The Dark Tenor.

Unheilig Band und The Dark Tenor im Kölner E-Werk

Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
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Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.
Die Unheilig Band und The Dark Tenor fanden im Kölner E-Werk zusammen - 1500 Menschen wollte das miterleben.

Graf gibt Namen Unheilig für seine Ex-Band frei

Viele Monate hatte der Graf, charismatischer Sänger von Unheilig nach der Ankündigung seiner musikalischen Abdankung gebraucht, bis er sich schließlich von allen Fans verabschiedet hatte. In Köln dürften sich noch viele seinen emotionalen Abschied im September 2016 im Rhein-Energie-Stadion erinnert haben.

Allerdings zeigte er sich im Nachhinein großherzig und hatte nichts dagegen, als seine einstigen und nun arbeitslosen Lakaien Henning (Keyboard), Licky (Gitarre) und Potti (Schlagzeug) unter dem Namen Unheilig dafür sorgen wollten, dass weiterhin unheilige Lieder auch live präsentiert werden. So entstand das gemeinsame Projekt mit The Dark Tenor und dessen Band, eine musikalische Zeitreise in Vergangenheit und Zukunft, die die Fans in guter Stimmung, die jedoch der ständigen Animation durch den „Düsteren Tenor“ bedarf, feiern.

Zusammenarbeit auch in der Vergangenheit

Letztlich war aber auch die Kollaboration zwischen Unheilig und The Dark Tenor nichts wirklich Neues. So hatten der Graf und The Dark Tenor bereits Lieder wie „Neues Lied“, „Sterne hoch“, sowie „Zeitreise“ gemeinsam aufgenommen. „Alles hat seine Zeit“ und „So wie Du warst“ sind weitere unheilige Klassiker im Konzert, bei denen die Musiker beider Bands perfekt harmonieren.

Lass dem Grafen, was des Grafen ist

Der Graf, Sänger der Band Unheilig, im September 2016 im RheinEnergieStadion in Köln. Das war sein letztes Konzert. Foto: picture alliance / dpa

Der Graf vs. The Dart Tenor

Bleibt letztlich aber die Frage, wessen Stimme näher berührt. Da sind sicherlich viele, die dem Grafen nachtrauern und seinem dunkleren Timbre den Vorzug geben würden. Die bisweilen schlagertypisch, kitschigen Texte verzeiht man dem Grafen eher, in seiner besonderen Weltsicht wirken sie authentisch.

Zum düsteren Tenor und seinem symphonischen Pathos, den er aus der Klassik bezieht, passen sie jedoch weniger. Man merkt ihm und seiner klassisch ausgebildeten Stimme seine innerliche Distanz zu den Liedern deutlich an.

Die Imitation des Grafen gelingt nur bedingt

Die „Zeitreise“ lässt zwar noch einmal erfolgreiche Unheilig-Hits, denen der Jubel gewiss ist, Revue passieren, aber die Live-Darbietung wiegt den Mangel an innerer Beziehung zur Unheilig-Musik nicht auf. Dabei verfügt The Dark Tenor beispielsweise mit „After the Nightmare“ sehr wohl über Songs, die seine eigenen sind und bei denen man die entsprechende persönliche Identifikation spürt.

Auch die Kostprobe aus seinem neuen Album „Symphony of Ghosts“, das am 21. September veröffentlicht werden soll, wird zu Recht bejubelt. Er sollte sich auf sein eigenes musikalisches Profil besinnen, aber dem Grafen lassen, was des Grafen ist.

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