Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Langer Beifall nach Uraufführung von «Madame Bovary»

Mainz (dpa) - Die Uraufführung des Literaturklassikers «Madame Bovary» als Schauspiel-Bearbeitung von Marcus Mislin ist im ausverkauften Mainzer Staatstheater mit lang anhaltendem Beifall, Jubelpfiffen und Bravo-Rufen belohnt worden.

Das Stück basiert auf dem gleichnamigen Roman des französischen Schriftstellers Gustave Flaubert. Es skizziert das Leben einer in drögem Kleinbürgertum gefangenen jungen Frau, die ihren Luxus-Gelüsten freien Lauf lässt, sich in mehreren Liebschaften überschuldet und schließlich das Leben nimmt. In Mislins Inszenierung beginnt das Stück am Ende der tragischen Geschichte: Der Zuschauer blickt vom Sterbebett aus in einem Schnelldurchlauf zurück auf die Stationen eines gescheiterten und von materiellen Gelüsten getriebenen Lebensmodells.

Der 1857 veröffentlichte Roman wurde Flaubert fast zum Verhängnis: Er landete wegen Sittenwidrigkeit vor Gericht, wurde aber freigesprochen. «Madame Bovary» wurde zu einem Klassiker der französischen Literatur, Anfang der neunziger Jahre verfilmt und bereits vor einem Jahr in Trier in einer anderen Bühnenfassung aufgeführt. Die Mainzer Inszenierung ist für die laufende Spielzeit laut Theaterleitung nahezu ausverkauft.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bochum (dpa) Welche Aufgabe hat das Theater in politisch aufgeheizten Zeiten? Der Theatermacher Johan Simons hat dazu eine klare Meinung. Das hat er in drei Jahren seiner Ruhrtriennale-Intendanz bewiesen.mehr...

Düsseldorf (dpa/lnw) Johan Simons hat die Ruhrtriennale politisch wie nie zuvor gemacht. Nach drei Jahren verabschiedet er sich nun als Intendant - mit einem politischen Aufruf.mehr...