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Künftige Talentschulen bekommen mehr Lehrer

Die geplanten 60 „Talentschulen“ an sozialen Brennpunkten in Nordrhein-Westfalen sollen insgesamt rund 415 zusätzliche Stellen bekommen. Die ausgewählten Schulen sollten Fachlehrer einstellen, aber auch mindestens eine Stelle für Schulsozialarbeit einrichten, teilte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Düsseldorf mit. Ein Gymnasium könne mit rund sechs Stellen und eine Gesamtschule mit rund acht Stellen rechnen. Um die Stellen attraktiver zu machen, können die Talentschulen Sonderzuschläge anbieten.

Düsseldorf

03.07.2018
Künftige Talentschulen bekommen mehr Lehrer

Yvonne Gebauer, nordrhein-westfälische Schulministerin (FDP), spricht in Düsseldorf. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Die ersten 35 Talentschulen sollen im Schuljahr 2019/20 auf den Weg gebracht werden, 25 weitere folgen im Schuljahr 2020/21. Bewerbungen für die erste Startphase können Schulen bis Ende 2018 einreichen. Die von einer externen Jury ausgewählten Schulen - vornehmlich in sozial benachteiligten Stadtteilen im Ruhrgebiet - sollen „hervorragend ausgestattet“ werden, sagte Gebauer.

Insgesamt sollen 45 allgemeinbildende Schulen, zum Beispiel Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien, sowie 15 Berufskollegs in den sechsjährigen Schulversuch aufgenommen werden. Grundschulen gehören nicht dazu, allerdings sollen die Talentschulen eng mit Grundschulen kooperieren.

Die CDU/FDP-Landesregierung verspricht sich von den Talentschulen mehr Chancengerechtigkeit. Nach Ansicht der SPD verschärfen die ausgewählten Schulen die Bildungsungerechtigkeit im Land.