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Kramp-Karrenbauer: Kopftuchverbot letztmögliche Maßnahme

Berlin. CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat ein gesetzliches Kopftuchverbot für kleine Mädchen trotz Skepsis in den eigenen Reihen und bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes nicht ausgeschlossen. Wenn kleine Mädchen schon im Kindergarten und in der Grundschule Kopftuch trügen, habe das nichts mit Religion zu tun, sagte Kramp-Karrenbauer in einer am Dienstagabend auf Facebook verbreiteten Mitteilung. „Es macht aber aus den kleinen Kindern schon erkennbar etwa auf dem Spielplatz oder auf dem Schulhof Außenseiter. Und das wollen wir auf jeden Fall verhindern.“

Kramp-Karrenbauer: Kopftuchverbot letztmögliche Maßnahme

Kramp-Karrenbauer: Kopftuchverbot letztmögliche Maßnahme. Foto: Christophe Gateau

Die CDU setze in diesem Zusammenhang zwar vor allen Dingen darauf, die Eltern zu überzeugen, ergänzte die Generalsekretärin. „Aber wir schließen als letztmögliche Maßnahme ein Verbot auch von vorneherein nicht aus.“ Die CDU trete dafür ein, dass religiöse Symbole wie das Kreuz im öffentlichen Raum sichtbar seien und blieben. Deshalb akzeptiere man es, dass junge muslimische Frauen etwa in der Schule das Kopftuch als religiöses Symbol tragen könnten. „Wir kämpfen dabei dafür, sicherzustellen, dass diese jungen Frauen freiwillig und ohne Zwang handeln und sich entscheiden können“, sagte Kramp-Karrenbauer.

Die Integrationsbeauftragte des Bundes, Annette Widmann-Mauz (CDU), hatte sich in der „Welt“ angesichts schwieriger verfassungsrechtlicher Fragen skeptisch zu einem Kopftuchverbot geäußert. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes lehnt Kopftuchverbote für Schulkinder generell ab.

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