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Windkraft als Gemeinschaftsprojekt

Erster Spatenstich

Es war ein langer Weg, bis die sieben Gründungsgesellschafter der „Ekeler Windenergie“ am vergangenen Freitag (19.9.) endlich den ersten Spatenstich setzen konnten. In den folgenden Monaten sollen am Repeler Weg und an der Nordhellenstraße/Ecke Heideweg zwei Windenergieanlagen gebaut werden.

Kirchhellen

, 23.09.2014
Windkraft als Gemeinschaftsprojekt

Am vergangenen Freitag setzten die sieben Gründungsgesellschafter der "Ekeler Windenergie" den ersten Spatenstich auf dem Feld am Repeler Weg.

„Endlich! Das war ein langer Weg“, freute sich Robert Strangemann, als er den Spaten in den Boden auf dem Feld am Repeler Weg rammte. Der erste Spatenstich nach rund vier Jahren intensiver Planung löste bei allen sieben Gründungsgesellschaftern eine kleine Welle der Euphorie aus. Strangemann gehört das Feld am Repeler Weg, auf dem die erste von zwei Windenergieanlagen aufgestellt werden soll. Die zweite Anlage befindet sich auf dem Feld von Stefan Nothelle westlich der A 31. Am vergangenen Donnerstag liefen die ersten Vorbereitungen auf dem Feld an, am Montag folgten die ersten Lkw. Jetzt müssen erst einmal das Fundament und eine ausreichende Kranstellfläche gebaut werden. „Wir rechnen damit, dass das Fundament bis Mitte, spätestens Ende Oktober steht“, erklärte der Grundstücksinhaber. Gemeinsam mit Eberhard Diericks, Bernhard Dahlhaus, Guido Westhoff, Georg Dammann und Heinz Thier gründeten die beiden Grundstücksinhaber die „Ekeler Windenergie GmbH & Co. KG“.

„Mit der Anlage versuchen wir, uns ein zweites Standbein neben der Landwirtschaft aufzubauen“, erklärte Geschäftsführer Bernhard Dahlhaus. Der Bau einer Windenergieanlage schien den Gründern eine gute Alternative zu sein, die in keinem Verhältnis zur Biogasgewinnung oder Solarfeldern steht. Mit dem Projekt schlagen die Gesellschafter gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen tun sie etwas Gutes für die Umwelt, denn nach einem halben Jahr ist die CO 2-Emission, die beim Bau der Anlage entsteht, wieder relativiert, um danach CO2 mindernd zu wirken und gleichzeitig können sie mit der Anlage natürlich auch Geld verdienen. Rund 6 Millionen Kilowatt pro Jahr können die beiden Schwachwindanlagen der Firma „Nordex“ produzieren. Eingespeist wird der Strom in das Netz der ELE. „Pro Windenergieanlage können wir 1700 Haushalte versorgen“, so Bernhard Dahlhaus. Mit beiden Anlagen könnte also rechnerisch über ein Drittel der 9434 Kirchhellener Haushalte versorgt werden.

Bevor das im März 2015 aber soweit kommen kann, mussten in den vergangenen Jahren sehr viele Behördengänge getätigt werden. Von der Gründung bis zum ersten Spatenstich stand die Dienstleistungsfirma „BBWIND“ der „Ekeler Windenergie“ immer zur Seite. Das Unternehmen mit Sitz in Münster kümmerte sich um die Beratung, die Auswahl der Anlage und betreut auch den Bau. Insgesamt kostet der Bau der Anlagen 8,5 Millionen Euro. „Dazu gehören aber auch die Ausgaben für die Einspeisung ins ELE-Netz, die Sicherung des Landschafts- und Artenschutzes sowie der Ausbau der Infrastruktur“, erklärte Bernhard Dahlhaus. Wichtig war den Gesellschaftern aber auch, die Nachbarn an dem Projekt zu beteiligen: „Wir haben bisher immer eine gute Nachbarschaft gehabt und das soll auch so bleiben. Deswegen haben wir allen Nachbarn angeboten, in das Projekt mit einzusteigen“, sagte Mitgeschäftsführer Eberhard Diericks. Mittlerweile haben sich über 30 weitere Personen an dem Windprojekt finanziell beteiligt.

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