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Sommerfest in Kirchhellen war ein Fest der Kulturen

Jugend-Kloster

Es war ein Fest der Kulturen, ein Fest der Begegnung. Am Sonntag (8.7.) hatte das Jugend-Kloster Kirchhellen zu seinem traditionellen Sommerfest eingeladen - dieses Mal im kleineren Rahmen.

Kirchhellen

, 08.07.2018
Sommerfest in Kirchhellen war ein Fest der Kulturen

Bei diesem Spiel geht es um Reaktionsvermögen: Welcher Holzstab fällt zuerst? © Ralf Pieper

Gäste aus Indonesien, Afghanistan, Mexiko, Madagaskar und den Niederlanden machten das Fest zu einem Treffen der Kulturen. Mit regelmäßigen Einladungen von Pfarrern und Studenten anderer Kulturen möchte das Jugend-Kloster ihnen eine Erfahrung mit Kirche und Gesellschaft hierzulande ermöglichen. „Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg“, so das Leitmotiv der Partnerschaften.

Strukturiertheit und Sauberkeit

„Das erste, was mir hier in Deutschland auffiel, war die Strukturiertheit und Sauberkeit“, erzählt Pastor Wilhelmus Ngongo Pala (im Kirchhellener Jugend-Kloster heißt er kurz Willy) aus Indonesien, der zurzeit mit 14 seiner Landsleute zwei Wochen im Kirchhellener Jugend-Kloster lebt. „Jeder ist in Bewegung, aber trotzdem fühle ich mich sicher: Die Fußgänger respektieren die Fahrradfahrer, die Fahrradfahrer respektieren die Motorradfahrer, die Motorradfahrer respektieren die Autofahrer. In Indonesien ist der Straßenverkehr chaotischer, hier ist alles strukturiert. Ich liebe es, unterwegs zu sein und mir alles anzuschauen.“

Auch die viele Natur in und um Kirchhellen erstaunte ihn. „Hier in Deutschland hat man Respekt vor der Natur. Nicht so in Indonesien: Bäume, die im Weg sind, werden achtlos gefällt.“ Pastor Fransis Da Cunha stammt ebenfalls aus Indonesien, lebt aber schon seit vier Jahren in Kirchhellen.

Religionsfreiheit in Deutschland

Er äußert sich zu den Unterschieden hinsichtlich der Religion. „In Deutschland kann man sich aussuchen, ob man einer Religion angehören möchte oder nicht – in Indonesien ist die Religionszugehörigkeit gesetzliche Pflicht. Es gibt auch in meiner Heimat jeden Sonntag eine Messe, aber viel lebendiger als hier in Deutschland. Die Messe ist ein Fest. Dabei wird auch spontan getanzt. Religion spielt in der indonesischen Bevölkerung eine wichtige Rolle, darum sind die Kirchen bei den Messen immer voll.“

Spaß am Miteinander

Das Klosterfest begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst. Allgegenwärtig auf dem Außengelände des Jugend-Klosters war an diesem Tag der Spaß am Miteinander und die Neugier, andere Kulturen kennenzulernen. Die Besucher fühlten sich sichtlich wohl und besonders für die kleinen Gäste hielt das Jugend-Kloster verschiedenste Bespaßungen bereit. Viele Spiele trainierten Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen und auch die Hüpfburg zum Austoben fehlte nicht.

„Ziel unseres Festes ist es, miteinander zu reden und gemeinsam zu spielen“, sagte Hildegard Kückelmann aus der Jugend-Kloster-Leitung. „Kinder spielen gemeinsam mit ihren Eltern, verschiedene Kulturen lernen sich bei den Spielen kennen.“