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Grundschüler waren ein Schuljahr freiwillig fleißig

Kunstprojekt

Wenn man zwanzig Grundschülern kreative Freiräume lässt, kommen dabei vielfältige und bunte Kunstwerke heraus. So auch bei einem Projekt der Grundschule Grafenwald. Das Thema: Raum.

Kirchhellen

, 28.06.2018
Grundschüler waren ein Schuljahr freiwillig fleißig

Im Foyer der Schule sind die Kunstwerke ausgestellt. Foto: Kaminski

Rund zwanzig Schüler der Grundschule Grafenwald beschätigten sich ein Schuljahr mit einem Kunstprojekt. Unter dem Motto „Raum erforschen, Raum erfahren, Raum verändern“ fertigten sie vielfältige kleine Kunstwerke an und lernten dabei unterschiedliche Techniken und Materialien kennen.

Das Projekt ist Teil des NRW-Landesförderprogramms „Kultur und Schule“ und wurde gemeinsam mit der Bottroper Kulturwerkstatt durchgeführt. Seit Beginn das Schuljahres haben sich die Kinder jeden Dienstag für ein bis zwei Stunden getroffen und ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Begleitet wurden die Kinder während des Projektes von der bildenden Künstlerin Claudia Buch, die an der Kunstakademie in Münster studiert hat. Das Besondere: Die Teilnahme am Projekt war komplett freiwillig und fand außerhalb der regulären Schulzeiten statt. Am Dienstag (26. Juni) haben die Schüler die Ergebnisse vor Eltern, Kindern und Organisatoren im Foyer ihrer Schule präsentiert.

Schachteln und Skulpturen

Nachgebaute Städte aus leeren Streichholzschachteln, bunte Blumen aus alten Klopapierrollen, Skulpturen aus bemalten und ineinandergesteckten Bierdeckel, silbern glänzende und liebevoll ausgefüllte Kartons der Schokoküsse oder auf Papier geklebte Blätter, die die Mähne eines Löwen bilden. Die Jungs und Mächen hatten ganz verschiedene Herangehensweisen, den Begriff „Raum“ zu definieren und künstlerisch umzusetzen.

Die Eröffnung

„Die Ausstellungseröffnung war super, die Kinder waren bei der Präsentation nicht nur sehr sicher, sondern konnten auch genau erklären, was sie wie gemacht haben“, so Busch. „Ich bewerte dabei natürlich nicht die Kunstwerke ansich, sondern den Einsatz und das Engagement der Kinder. Und da kann ich aus Grafenwald nur positives berichten.“ Bei der Gestaltung der Kunstwerke habe sie den Kindern sehr viel Freiraum gelassen. „Sie haben von mir lediglich einen Anstoß bekommen. Ich habe verschiedene Dinge wie Würfel mitgebracht, die dann aber völlig frei gestaltet werden konnten.“ Auch das Thema „Raum“ habe sie bewusst gewählt.

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„Solche eher abstrakten Begriffe sind nicht unbedingt etwas für Grundschulkinder. Mir ist es aber wichtig, dass sich die Kinder bereits in frühen Jahren mit solchen Begrifflichkeiten befassen. Doch auch für mich war es sehr spannend, da man nie genau weiß, was am Ende raus kommt.“ Zudem sei bei solchen Projekten auch immer der Team-Aspekt von großer Bedeutung.“ Neben der Förderung des räumlichen Denkens und Sehens sei ihr besonders der künstlerische und gestalerische Aspekt wichtig. „Es gibt viele Techniken, Kunst zu schaffen. Einige haben die Kindern nun kennengelernt. Jeder hat nunmal andere Dinge, die ihm Spaß machen“, blickt sie auf ein erfolgreiches Projekt zurück.

Projektleiterin Delia Luscher von der Kulturwerkstatt bestätigt das: „Es ging vor allem darum, den Kindern verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten näherzubringen und ihnen kreative Lösungswege aufzuzeigen.“

Begeisterte Kinder

Auch die Kleinen blicken auf ein spannendes Schuljahr zurück: „Mir hat eigentlich alles Spaß gemacht“, sagt der achtjährige Luke. „Besonders die Erföffnung und, dass so viele Leute da waren.“ Maurice (10) weiß besondern die Vielfältigkeit des Projektes zu schätzen: „Mir hat besonders gut gefallen, dass es so abwechlungsreich war und wir so neue Sachen kennengelernt haben.“

Das nächste Projekt steht übrigens schon in den Startlöchern: Im nächsten Jahr werden sie sich mit dem Begriff „Heimat“ beschäftigen, erneut unter der Anleitung von Claudia Buch. „Auch da bin ich jetzt schon gespannt, was die Kinder sich darunter vorstellen.“