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Federweißer in der Weinscheune

KIRCHHELLEN Zum Herbst gehören Kastanien, buntes Laub, Zwiebelkuchen und natürlich Federweißer. Und genau um den alkoholischen Saisongenuss dreht sich am kommenden Wochenende alles in der Weinscheune Kirchhellen.

von Von Yvonne Dziabel

, 01.10.2008
Federweißer in der Weinscheune

Susanne Schürmann weiß, mit welchen Genüssen sie ihre Kunden verwöhnen kann.

"Es wird frisch gebackenen Zwiebelkuchen geben und natürlich ganz frischen Federweißer vom Weingut Pitthan", sagt Chefin Susanne Schürmann. Das Weingut liegt mitten größten Weinanbaugebiet in Rheinhessen in Zotzenheim und ist unter Liebhabern des guten Tropfens sehr bekannt. Immerhin heimste Familie Pitthan in 2008 viele Preise bei der Weinprämierungen der Landwirtschaftskammer ein. Insgesamt zwölfmal Gold, neunmal Silber und einmal Bronze gewannen sie mit ihren Weinen.

Frische ist wichtig

"Momentan bekommen wir alle zwei bis drei Tage Lieferungen mit Federweißer von dort", sagt Schürmann. Die Häufigkeit hat aber nicht unbedingt etwas mit großen Mengen an Federweißer zu tun, sondern mit der Frische. "Frischer Federweißer hält sich höchstens zwei bis drei Tage. Danach wird er zwar nicht schlecht, aber stark alkoholisch und verändert den Geschmack", so die Expertin. Federweißer gibt es in der Weinscheune nicht nur im üblichen Weiß. "Der rote Federweißer war im letzten Jahr sehr beliebt ", meinte die Chefin.

Kräftige Farben

Wer jedoch den gärenden Weinmost nicht so viel abgewinnen kann, der wird in der Weinscheune sicherlich auch anderweitig fündig. "Dadurch, dass die Weinlese in diesem Jahr sehr spät stattfand, es viele warme Tage und kalte Nächte sowie Regen gab, ist die Farbe der Trauben sehr kräftig", erzählte die Weinspezialistin. Sie empfiehlt in diesem Jahr zwei Pfälzer Weine: den Cabernet Sauvignon und den Sauvignon blanc.

Für die experimentierfreudigen Weintrinker gibt es noch zwei weitere Leckereien. "Der Secco ist bei unseren Kunden sehr beliebt", berichtet Susanne Schürmann. Die zweite Besonderheit ist ein Blanc de Noir. "Das ist ein weiß angekalteter Rotwein aus dem Spätburgunder", erklärte sie. Dadurch, dass die Trauben kurz nach dem Angehen abgeerntet werden, bekommt er die weiße Farbe, ist aber als Rose ausgeschrieben. "Sein Trinkverhalten ist wie bei einem Rotwein", berichtete Chefin Susanne Schürmann. dzi

Die Weinscheune öffnet am Freitag um 17 Uhr ihre Pforten, Samstag um 15 Uhr und Sonntag um 11 Uhr.

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