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Alle Artikel zum Thema: Kirche

Kirche

Olfen Umfangeiche Renovierungsarbeiten sind im Innern der evangelischen Christuskirche geplant. Es soll auch neue Prinzipalstücke geben. Pfarrer Thorsten Melchert hat schon eine genaue Vorstellung, wie sich die Kirche verändern soll.mehr...

Bonn. Manfred Rekowski, ranghöchster Vertreter der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat Bedeutung und Möglichkeiten von Genossenschaften betont. „In Genossenschaften schlummert viel Potenzial“, sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland am Montag laut einer Pressemitteilung in Bonn. Mit einem bis zum Dienstag dauernden Kongress zum 200. Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888) erinnert die Landeskirche an den Genossenschaftsgründer und christlichen Sozialreformer.mehr...

Gladbeck. An einer katholischen Grundschule in Gladbeck darf eine evangelische Lehrerin Schulleiterin werden - weil sich trotz mehrerer Ausschreibungen kein katholischer Bewerber gefunden hat. Die Schulaufsicht hat deshalb eine Ausnahme von den strengen Vorgaben des Landesschulgesetzes zugelassen, wie die Bezirksregierung Münster am Freitag mitteilte. Im Schulgesetz ist festgelegt, dass die Leiter einer Bekenntnisschule der Konfession der Schule angehören müssen. Ausnahmen sind laut Gesetz nur bei den übrigen Lehrern möglich.mehr...

Bielefeld. Die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, hat die umstrittene Kreuzpflicht in bayerischen Amtsstuben als politische Instrumentalisierung kritisiert. „Der Mensch, für den dieses Kreuz steht, der lässt es nicht definieren als folkloristisches Zeichen für die Identität eines Bundeslandes oder für die Identität eines ganzen Volkes“, sagte Kurschus, die zugleich Präses der westfälischen Landeskirche ist, in Bielefeld. Das Symbol des Kreuzes gebe es nicht ohne Jesus Christus. Sein Weg stehe für Öffnung statt für Abgrenzung. Damit sei es abwegig, das Kreuz als Aushängeschild einer bestimmten Kultur politisch zu instrumentalisieren. Nach dem Beschluss des bayerischen Kabinetts muss seit Anfang des Monats in den Dienstgebäuden des Freistaats ein Kreuz im Eingangsbereich hängen.mehr...

Münster. Die deutschen Bischöfe sollten nach Meinung des Kirchenrechtlers Thomas Schüller in ihrem Konflikt mit dem Papst nicht klein beigeben. „Es wird jetzt entscheidend darauf ankommen, was die deutschen Bischöfe tun werden, allen voran Kardinal Marx“, sagte der Münsteraner Theologe am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Die Bischöfe könnten ihr Papier einfach trotzdem beschließen. Sie könnten sagen: Wir haben hier in Deutschland eine besondere Situation mit den 40 Prozent konfessionsverschiedenen Ehen, wir machen das jetzt.“ Eine solche „Zurückweisung“ einer Vorgabe aus Rom habe es in der Kirchengeschichte öfters gegeben. „Natürlich muss man mutig dafür sein“, sagte Schüller.mehr...

Berlin. Enteignungen vor mehr als 200 Jahren sind für die beiden großen Kirchen in Deutschland noch heute eine willkommene Einnahmequelle. Mehr als eine halbe Milliarde Euro kassierten sie allein im vergangenen Jahr an Entschädigungen - zusätzlich zur Kirchensteuer.mehr...

Rom/Köln. Im Streit unter katholischen Bischöfen um die Teilnahme protestantischer Ehepartner an der Kommunion hat Papst Franziskus eine Entscheidung getroffen. Er sei zu der Auffassung gekommen, dass eine entsprechende pastorale Handreichung der Deutschen Bischofskonferenz „nicht zur Veröffentlichung reif ist“, zitierte die katholische „Tagespost“ am Montag aus einem Schreiben des Präfekts der Glaubenskongregation, Erzbischof Luis Ladaria, an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. In dem Streit war der Kölner Kardinal Rainer Woelki als Wortführer des konservativen Lagers aufgetreten.mehr...

Rom. Zum Start der umstrittenen Kreuzpflicht für bayerische Landesbehörden hat Ministerpräsident Markus Söder seine Entscheidung verteidigt. Das Kreuz stehe für die christliche Botschaft sowie für eine Grundhaltung mit Respekt und Werten, sagte Söder am Rande einer Reise zu Papst Franziskus. Im Gespräch mit Papst Franziskus kündigte er ein Hilfsprogramm für Obdachlose in Großstädten an. Söder wurde am Morgen vom Papst im Vatikan zu einer Privataudienz empfangen. Aus der Münchner Staatskanzlei hatte es zuvor geheißen, die Terminüberschneidung mit dem Kreuzerlass sei reiner Zufall.mehr...

Schlaglichter

01.06.2018

Söder: Kreuz steht für Grundhaltung

Vatikanstadt. Zum Start der Kreuzpflicht für bayerische Landesbehörden hat Ministerpräsident Markus Söder seinen Erlass verteidigt. Das Kreuz stehe für die christliche Botschaft sowie für eine Grundhaltung mit Respekt und Werten, sagte Söder am Rande seiner Reise zu Papst Franziskus. Nach dem Beschluss des bayerischen Kabinetts muss seit heute in den Dienstgebäuden des Freistaats ein Kreuz im Eingangsbereich hängen. Die Vorgabe ist nicht nur in der Opposition auf Kritik gestoßen, auch Vertreter der Kirchen warnten vor einer Instrumentalisierung des Kreuzes für Wahlkampfzwecke.mehr...

Rom/München. Es ist ein Zufall, versichert die Staatskanzlei. Just an dem Tag, an dem die Kreuzpflicht in den bayerischen Landesbehörden in Kraft tritt, wird Ministerpräsident Söder vom Papst empfangen.mehr...

Schlaglichter

01.06.2018

Kreuzpflicht in Bayern tritt in Kraft

München. In Bayern gilt von heute an die umstrittene Kreuzpflicht für Landesbehörden. Auf Anordnung von Ministerpräsident Markus Söder soll in allen Dienstgebäuden des Freistaates ein Kreuz im Eingangsbereich hängen. Damit soll nach dem Willen der Staatsregierung die christlich-abendländische Tradition Bayerns deutlich gemacht werden. Die Regelung ist nicht nur in der Opposition auf Kritik gestoßen, selbst hochrangige Vertreter der Kirchen hatten mit Blick auf die Landtagswahl im Herbst vor einer Instrumentalisierung des Kreuzes für politische Zwecke gewarnt.mehr...

Köln/Bergkamen. In vielen katholischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen sind Christen am Donnerstag bei Fronleichnamsprozessionen durch die Straßen gezogen. In Köln etwa feierte Kardinal Rainer Maria Woelki zunächst mit Hunderten Gläubigen eine Messe unter freiem Himmel auf dem Roncalliplatz. Dann führte die Prozession - begleitet von Fahnenabordnungen zahlreicher Vereine - durch die Innenstadt. Gleichzeitig fuhren bei der traditionellen Schiffsprozession „Mülheimer Gottestracht“ rund 20 Boote und Schiffe über den Rhein bei Köln-Mülheim.mehr...

München. Vermutlich durch Materialermüdung war ein Riss im Bereich der Anschlagstelle der großen Glocke entstanden. Nun ist sie repariert und wird bald wieder geläutet.mehr...

Paderborn. Eine neue 13,5 Tonnen schwere Glocke ist am Dienstag in den Turm des Paderborner Doms gehievt worden. Zentimeter für Zentimeter wurde die Bassglocke am Dienstag mit einem Schwerlast-Kran hochgehoben, teilte das Erzbistum Paderborn mit. Mit viel Fingerspitzengefühl habe der Kranfahrer dabei die schwere Fracht durch ein enges Fenster in 35 Metern Höhe ins Innere befördert. Auch eine zweite, mit 1000 Kilo aber deutlich leichtere Glocke wurde am Dienstag in den Turm gehoben.mehr...

Vatikanstadt/Düsseldorf. Bei einer Privataudienz mit Papst Franziskus im Vatikan hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zugesagt, Flüchtlinge in Not zu unterstützen. „Es ist für uns eine selbstverständliche humanitäre Verpflichtung, Flüchtlingen Schutz zu bieten“, sagte Laschet laut Mitteilung der Düsseldorfer Staatskanzlei am Montag. Die Landesregierung werde auch helfen, Fluchtursachen in Krisenregionen zu bekämpfen.mehr...

Düsseldorf/Vatikanstadt. Papst Franziskus empfängt am Montag den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) zu einer Privataudienz im Vatikan. Ursprünglich war das Treffen mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche bereits für Ende April geplant gewesen, dann aber verschoben worden, weil der Papst sich stattdessen den Sorgen chilenischer Missbrauchsopfer widmen wollte.mehr...

Santiago de Chile. In Chile sind ein Dutzend katholische Priester wegen angeblicher Sex-Chats mit Minderjährigen suspendiert worden. Bischof Alejandro Goic suspendierte die Priester der Diözese Rancagua aufgrund von „unangemessenem Verhalten“. Dem TV-Sender T13Sender zufolge hatte eine Gruppe von Geistlichen im Internet Kontakt zu Minderjährigen gesucht und auch Gespräche mit sexuellem Inhalt geführt. Der Bischof entschuldigte sich, nicht früher gehandelt zu haben.mehr...

Rom. Es in ein Paukenschlag in der katholischen Kirche: Weil sexueller Missbrauch in Chile jahrelang vertuscht wurde, haben alle Bischöfe des südamerikanischen Landes ihren Rückzug bekannt gemacht. Papst Franziskus will seinen Worten jetzt offenbar Taten folgen lassen.mehr...

Düsseldorf. Taufgottesdienste an ungewöhnlichen Orten stehen hoch im Kurs. An dem besonderen Tag geht es dann nicht in eine Kirche, sondern die Gemeinde feiert den Gottesdienst in einem Wald, einem Garten, oder an einem Ufer. Manche Taufen finden sogar im Fluss statt.mehr...

Rom. Papst Franziskus hat Maßnahmen zur Aufarbeitung des jüngsten Missbrauchsskandals der chilenischen Kirche angekündigt. Der Pontifex dankte in einem offenen Brief den chilenischen Bischöfen für ihre Bereitschaft, Veränderungen zur „Wiederherstellung der Gerechtigkeit“ zu unterstützen. Das Schreiben wurde nach einem Treffen des Papstes mit den 34 Mitgliedern der Bischofskonferenz Chiles vom Vatikan veröffentlicht. In Chile sollen Sexualdelikte des früheren Pfarrers und Priesterausbilders Fernando Karadima jahrelang von der Kirche gedeckt worden sein.mehr...

Köln. Knapp ein Jahr nach dem Tod von Kardinal Meisner wurden jetzt Kunstwerke aus seinem Nachlass versteigert. Der eine oder andere Preis hätte ihn vermutlich überrascht.mehr...

Rom. Papst Franziskus (81) ist selbst ein eifriger Twitter-User, auf Englisch folgen ihm knapp 18 Millionen Menschen, seinem deutschen Konto mehr als 640 000. Nonnen sollten indes soziale Medien wie Facebook und Twitter mit nur „Ernsthaftigkeit und Diskretion“ nutzen.mehr...

Köln. Ein kleiner gotischer Altar aus dem Nachlass von Kardinal Joachim Meisner ist am Mittwoch in Köln für 400 000 Euro versteigert worden. Zu diesem sogenannten Hammerpreis komme noch ein Aufgeld von 114 000 Euro, so dass sich ein Gesamtpreis von mehr als einer halben Million Euro ergebe, sagte Kilian Jay von Seldeneck vom Auktionshaus Lempertz der Deutschen Presse-Agentur. Der Erlös fließt an die Kardinal-Meisner-Stiftung, die Gemeinden im Erzbistum Köln sowie in Osteuropa fördert.mehr...

Bonn. Der millionenschwere Finanzskandal in der katholischen Kirche in Bonn beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft. Die Behörde prüfe, ob die vom Erzbistum Köln zusammengetragenen Anhaltspunkte zu einem Ermittlungsverfahren etwa wegen Untreue führen könnten, sagte ein Sprecher am Dienstag. „Ich sage bewusst: Es ist kein förmliches Ermittlungsverfahren bisher.“ Keiner der Beteiligten habe bislang den Status eines Beschuldigten.mehr...

Bonn. Der millionenschwere Finanzskandal in der katholischen Kirche in Bonn beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft. Die Behörde prüfe, ob die vom Erzbistum Köln zusammengetragenen Anhaltspunkte zu einem Ermittlungsverfahren etwa wegen Untreue führen könnten, sagte ein Sprecher am Dienstag. „Ich sage bewusst: Es ist kein förmliches Ermittlungsverfahren bisher.“ Keiner der Beteiligten habe bislang den Status eines Beschuldigten.mehr...

Münster. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, hat zur Beilegung des seit Wochen schwelenden Streits unter den Bischöfen aufgerufen. Das sagte der Kardinal in seiner Predigt beim Abschlussgottesdienst des Katholikentags in Münster. Die Bischofskonferenz hatte mit Drei-Viertel-Mehrheit dafür gestimmt, protestantische Ehepartner in Einzelfällen zur Kommunion zuzulassen. Dagegen hatten sieben konservative Bischöfe beim Vatikan interveniert. Papst Franziskus rief die deutschen Bischöfe daraufhin auf, eine möglichst einmütige Regelung zu finden.mehr...

Münster. Die katholische Kirche in Deutschland steht nicht nur angesichts des öffentlich ausgetragenen Kommunionsstreits unter den Bischöfen in der Kritik. Der Katholikentag in Münster bietet nun immerhin breiten Raum für kritische Debatten - auch mit einem AfD-Politiker.mehr...

Münster. Auf dem Schlossplatz in Münster hat der feierliche Abschlussgottesdienst des 101. deutschen Katholikentages begonnen. Nach Angaben des Veranstalters versammelten sich unter blauem Himmel rund 30 000 Gläubige. Mehrere Bischöfe, darunter auch der Kölner Kardinal Rainer Woelki, zogen zum Altar vor dem Schloss. Die Predigt hielt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx. Seit Mittwoch hatten sich in Münster nach vorläufigen Zahlen mehr als 70 000 Gläubige zum Katholikentag getroffen.mehr...

Münster. Mit einem großen Festgottesdienst endet heute in Münster der 101. deutsche Katholikentag. Zum Motto „... hinaus in alle Welt“ werden auf dem Schlossplatz rund 35 000 Teilnehmer erwartet. Mit am Altar stehen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx aus München, und Bischöfe aus Münster, Hamburg, Berlin und Limburg. Für die evangelische Kirche sind die stellvertretende EKD-Vorsitzende Annette Kurschus sowie Hans Leyendecker mit dabei. Der Journalist ist Präsident des 37. Evangelischen Kirchentages 2019 in Dortmund.mehr...

Münster. Mit einem großen Festgottesdienst endet heute (10.00 Uhr) in Münster der 101. deutsche Katholikentag. Zum Motto „... hinaus in alle Welt“ werden auf dem Schlossplatz rund 35 000 Teilnehmer erwartet. Mit am Altar stehen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx aus München, und Bischöfe aus Münster, Hamburg, Berlin und Limburg. Für die evangelische Kirche sind die stellvertretende EKD-Vorsitzende Annette Kurschus sowie Hans Leyendecker mit dabei. Der Journalist ist Präsident des 37. Evangelischen Kirchentages 2019 in Dortmund.mehr...

Münster. Die Podiumsdiskussion mit einem AfD-Politiker auf dem Katholikentag war schon vorher umstritten und lief dann äußerst unüblich ab: Es gab lautstarke Verwerfungen im Publikum und eine ungewollte Pause.mehr...

Erfurt. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für einen Katholikentag in Erfurt ausgesprochen. „Ich persönlich würde den Katholikentag 2024 in Erfurt als wunderbares Zeichen für religiöse Vielfalt sehr begrüßen“, hieß es in einer Mitteilung der Staatskanzlei am Samstag. Ramelow ist selbst Protestant. Während des am Sonntag endenden Katholikentags 2018 in Münster war die Diskussion um eine Bewerbung Erfurts bekannt geworden. Verschiedene Medien hatten darüber berichtet.mehr...

Münster. Die Podiumsdiskussion mit einem AfD-Politiker auf dem Katholikentag war schon vorher umstritten und lief dann äußerst unüblich ab: Es gab lautstarke Verwerfungen im Publikum und eine ungewollte Pause.mehr...

Assisi. Im Angesicht der weltweiten Sorgen vor einem Krieg im Nahen Osten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Friedenslicht der Franziskaner-Mönche in Assisi bekommen. Sie rief in ihrer Ansprache in der Basilika San Francesco zu Anstrengungen für den Frieden auf. „Der Weg zu Frieden und Versöhnung ist zumeist nur mit großer Anstrengung und mit viel Ausdauer begehbar“, sagte sie. Die Franziskaner zeichnen die Kanzlerin für ihren Einsatz in Deutschland und Europa für das friedliche Zusammenleben der Völker aus.mehr...

Münster. Der Kommunionsstreit zwischen den deutschen Bischöfen könnte darauf hinauslaufen, dass Bistümer eine unterschiedliche Praxis dazu handhaben. Auf die Frage, ob eine Regelung vorstellbar sei, die nicht in allen Bistümern gelte, antwortete der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, am Samstag beim Katholikentag in Münster: „Ja, das ist ja jetzt schon der Fall. Wir können ja als Bischofskonferenz keine gesetzgebenden Maßnahmen ergreifen für die einzelnen Bistümer. Gesetzgeber im Bistum ist immer der einzelne Bischof. Insofern ist das nichts Neues, das ist selbstverständlich für alle Handreichungen, Überlegungen, die wir machen. (...) Die Bischofskonferenz hat keine Anweisungskompetenz für die Bistümer.“ Natürlich wolle man aber möglichst große Einmütigkeit erreichen, sagte Marx. „Alle müssen aufeinander zugehen.“mehr...

Aichach. Nach dem schweren Bahnunglück mit zwei Toten und 14 Verletzten haben rund 200 Menschen an einem Trauergottesdienst in Aichach teilgenommen. Zu der Trauerfeier hatten die katholische und die evangelische Kirche gemeinsam eingeladen. Am Montagabend war wenige Hundert Meter vom Bahnhof der schwäbischen Stadt entfernt eine Regionalbahn auf einen stehenden Güterzug geprallt. Der 37 Jahre alte Lokführer des Personenzuges und eine 73 Jahre alte Passagierin starben. Die Staatsanwaltschaft in Augsburg geht von menschlichem Versagen des Fahrdienstleiters aus.mehr...

Assisi. Es wirkt fast wie eine Mission: Nach Aachen und Münster nutzt die Bundeskanzlerin - die „ruhige Supermacht“ - in Italien die Möglichkeit, den Menschen die Brüchigkeit des Friedens vor Augen zu führen.mehr...

Aichach. Der ökumenische Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche richtet sich an die Hinterbliebenen der Todesopfer, an die Angehörigen der Verletzten, die anderen Menschen aus dem Unglückszug, an Rettungskräfte und andere Helfer.mehr...

Münster. Der Präsident des Zentralrats der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hat den Katholikentag in Münster als großen Erfolg gewertet. „Der Katholikentag hat das junge und frische Gesicht der Kirche gezeigt“, sagte Sternberg am Samstag in einer bilanzierenden Pressekonferenz. Das von mehr als 70 000 Menschen besuchte Glaubensfest geht am Sonntag mit einem Festgottesdienst zu Ende.mehr...

Aichach. Nach dem schweren Bahnunglück mit zwei Toten und 14 Verletzten in Bayern haben die katholische und die evangelische Kirche zu einer gemeinsamen Trauerfeier eingeladen. Der ökumenische Gottesdienst heute in Aichach richtet sich an alle Trauernden, darunter die Angehörigen der Verletzten, die anderen Menschen in dem Unglückszug und die Helfer. Am Montagabend war in der Nähe des Aichacher Bahnhofs eine Regionalbahn auf einen stehenden Güterzug geprallt. Der Lokführer des Personenzuges und eine Passagierin starben. Die Staatsanwaltschaft geht von menschlichem Versagen aus.mehr...

Münster. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Aufkündigung des Iran-Abkommens durch US-Präsident Donald Trump kritisiert. Sicherlich sei das Abkommen alles andere als ideal, sagte sie beim Katholikentag in Münster. Trotzdem glaube sie, dass es nicht richtig sei, dass man das Abkommen eibseitigt aufkündige. „Das verletzt das Vertrauen in die internationale Ordnung.“ Der letzte Satz ging in tosendem Applaus unter. Die CDU-Chefin sprach am dritten Tag des Glaubenstreffens vor rund 4000 Zuschauern in der Halle Münsterland.mehr...

Münster. Der Kölner Kardinal Rainer Woelki hat die Einschaltung von Papst Franziskus im sogenannten Kommunionsstreit verteidigt. Falsch sei, dass er dies „heimlich oder hinterrücks“ getan habe, sagte Woelki am Freitag beim Katholikentag in Köln. Sofort nachdem das Thema in der Bischofskonferenz diskutiert worden sei, habe er deren Vorsitzendem Reinhard Marx einen Brief geschrieben und darin eine universalkirchliche Lösung angemahnt. Woelki sagte: „Es hat der Vorsitzende (Marx) nach der Abstimmung zu mir gesagt: „Du wirst dich ja jetzt nach Rom hinwenden.“ - „Ja, habe ich gesagt.““mehr...

Münster. Ex-Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat mit Unverständnis darauf reagiert, dass sich die katholische Kirche weiterhin der Segnung homosexueller Paare verweigert. Es könne nicht sein, dass „Häuser, Tiere und Motorräder“ gesegnet würden, aber keine Schwulen und Lesben, sagte die SPD-Politikerin am Freitag nach Angaben des Bistums Essen beim Katholikentag in Münster. Hendricks, selbst lesbisch und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), ergänzte: „Die Kirche darf das Sakrament der Ehe Mann und Frau vorbehalten - aber sie darf einen Segen nicht verweigern!“mehr...

Münster. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat mit Unverständnis auf Aussagen des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer reagiert, der sich gegen kirchenpolitische Positionierungen auf dem Katholikentag in Münster ausgesprochen hatte. „Nach meinem Verständnis müssen sich natürlich auch Laien mit den geistigen Fragen auf einem Katholikentag beschäftigen“, sagte ZdK-Generalsekretär Stefan Vesper am Freitag. Er zitierte Papst Franziskus, der die Priester und Bischöfe als eine Minderheit bezeichnet hatte, die der großen Mehrheit der Laien dienen müsse. Das ZdK ist Mitausrichter des 101. Katholikentags.mehr...

Münster. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, hat sich angesichts des Kommunionsstreits in der katholischen Kirche erstaunt über den großen Widerstand einiger Bischöfe gezeigt. Er sei „überrascht“, dass die Reformdebatte teilweise so „ängstlich“ gesehen werde, sagte Marx am Freitag beim Katholikentag in Münster. Dabei sei das Interesse vieler Katholiken an Reformen und einer Annäherung an die Protestanten stark ausgeprägt. „Da müssen wir Lösungen finden und nicht ständig überlegen: „Was geht nicht?“, sondern: „Was geht?““, sagte Marx.mehr...

Bonn. Ein millionenschwerer Finanzskandal erschüttert die katholische Kirche in Bonn. In einer dortigen Kirchengemeinde soll es nach Angaben des Erzbistums Köln zu einer „unzulässigen Verwendung“ von Kirchengeldern in Höhe von knapp einer Million Euro gekommen sein. Die Unregelmäßigkeiten seien bei einer turnusmäßigen Prüfung der internen Revision aufgefallen und durch eine externe Untersuchung bestätigt worden, teilte das Erzbistum am Freitag mit.mehr...

Münster. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf dem Katholikentag in Münster einer einseitigen nationalen Politik eine Absage erteilt. „Wir entscheiden uns auch in schweren Zeiten für die Stärkung des Multilateralismus“, sagte die Kanzlerin am Freitag in einer Rede in der Halle Münsterland. „Das ist die Aufgabe, die jetzt drängender denn je vor uns steht.“ Der Multilateralismus stehe unter Druck, unter anderem durch die Aufkündigung des Iran-Abkommens durch Präsident Donald Trump und den Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen. Inwieweit das Iran-Abkommen ohne die USA noch am Leben gehalten werden könne, müsse sich noch zeigen.mehr...

Münster. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf dem Katholikentag in Münster einer einseitigen nationalen Politik eine Absage erteilt. „Wir entscheiden uns auch in schweren Zeiten für die Stärkung des Multilateralismus“, sagte die Kanzlerin in der Halle Münsterland. „Das ist die Aufgabe, die jetzt drängender denn je vor uns steht.“ Der Multilateralismus stehe unter Druck, unter anderem durch die Aufkündigung des Iran-Abkommens durch Präsident Donald Trump und den Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen.mehr...

Münster. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Einwohnern von Münster für ihre Besonnenheit nach der Amokfahrt vor einem Monat gedankt. „Da haben Sie uns alle in Deutschland sehr beeindruckt mit Ihrer Haltung“, sagte Merkel am Freitag beim Katholikentag in Münster. Diese Haltung habe auch etwas mit dem gelebten Katholizismus in Münster zu tun. Mit einem Campingbus war ein 48-Jähriger am 7. April in der Altstadt von Münster in eine Menschenmenge gerast. 4 Menschen starben, mehr als 20 wurden verletzt.mehr...

Münster. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Aufkündigung des Iran-Abkommens durch US-Präsident Donald Trump kritisiert. Sicherlich sei das Abkommen alles andere als ideal. „Trotzdem glaube, ich dass es nicht richtig ist, ein Abkommen, das verabredet wurde, über das man dann im UN-Sicherheitsrat abgestimmt hat, einstimmig es gebilligt hat, dass man ein solches Abkommen einseitig aufkündigt“, sagte Merkel am Freitag beim Katholikentag in Münster. „Das verletzt das Vertrauen in die internationale Ordnung.“mehr...

Münster. Der Katholikentag in Münster bietet neben den großen politischen Podien auch einen Tretbootgottesdienst, ein Weihrauch-Tasting und eine Lesung mit dem Titel „Dschihad Calling“. 70.000 Besucher begeben sich auf eine spirituelle Kuriositätentour.mehr...

Münster. Heimspiel für Angela Merkel: Beim Katholikentag in Münster schlagen ihr Applaus und Sympathie entgegen - gerade auch wegen ihrer Flüchtlingspolitik. Die Kanzlerin geht alle Krisen der Welt durch: Syrien, Ukraine - und natürlich Iran.mehr...

Münster. Die Kanzlerin will beim Katholikentag in Münster über die veränderte Weltlage, Konfliktherde und aggressive Regimes sprechen. Einer ihrer namhaftesten Kabinettskollegen hatte seinen für Donnerstag geplanten Auftritt dagegen kurzfristig abgesagt.mehr...

Münster. Angela Merkel besucht heute den Katholikentag in Münster. Die Kanzlerin diskutiert mit dem Friedensforscher Tilman Brück und dem Kurienkardinal Peter Turkson über das Thema „Deutschland in einer veränderten Weltlage - Wie umgehen mit Konfliktherden und aggressiven Regimes?“. Ein weiteres Thema am dritten Tag des Glaubenstreffens ist die Ökumene, die Annäherung zwischen Katholiken und Protestanten. Im Angebot des Katholikentags sind aber auch weniger tiefschürfende Programmpunkte. So gibt es etwa auch einen Tretbootgottesdienst auf dem Aasee.mehr...

Münster. Die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, hält eine Annäherung von evangelischer und katholischer Kirche für alternativlos. Die Einheit der Kirche sei durch Jesus vorgegeben - „es geht darum, wie wir dieser Einheit entsprechen können“, sagte Kurschus beim Katholikentag in Münster. Mit Blick auf ein gemeinsames Abendmahl ergänzte sie: „Jesus Christus lädt ein, und wenn der einlädt, sind mit Gewissheit alle eingeladen. Hinter dieses Verständnis können wir als evangelische Christen nicht zurück.“mehr...

Münster. Die stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, hält eine Annäherung von evangelischer und katholischer Kirche für alternativlos. Die Einheit der Kirche sei durch Jesus vorgegeben - „es geht darum, wie wir dieser Einheit entsprechen können“, sagte Kurschus am Donnerstag beim Katholikentag in Münster. Mit Blick auf ein gemeinsames Abendmahl ergänzte sie: „Jesus Christus lädt ein, und wenn der einlädt, sind mit Gewissheit alle eingeladen. Hinter dieses Verständnis können wir als evangelische Christen nicht zurück.“mehr...

Münster. Kolumbiens Staatspräsident Juan Manuel Santos hat appelliert, seinem Land im Friedensprozess Zeit zu geben. „Frieden schaffen ist wie eine Kathedrale zu bauen. Dazu braucht es ein solides Fundament und dann sehr viele Ziegelsteine“, sagte der Friedensnobelpreisträger am Donnerstag beim Deutschen Katholikentag in Münster. Er erinnerte daran, dass die Unterzeichnung des Friedensvertrages erst rund eineinhalb Jahre zurück liegt. Als schwierigste Aufgabe bezeichnete es Santos, die Opfer davon zu überzeugen, den Tätern zu verzeihen. „Das nimmt sehr, sehr viel Zeit in Anspruch.“ Santos war auf Einladung des Südamerika-Hilfswerks Adveniat zum Katholikentag gekommen.mehr...

Münster. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn betrachtet das Münsterland als seine Heimat. „Heimat ist für mich erstmal das, wo ich mich nicht erklären muss, wo ich mich geborgen fühle, wo ich mich wohl fühle“, sagte der im Westmünsterland geborene CDU-Politiker am Donnerstag beim Katholikentag in Münster. Auch die Flüchtlinge, die nach Deutschland kämen, machten es sich sicherlich nicht leicht, ihre Heimat aufzugeben.mehr...

Münster. Tag zwei des Katholikentags in Münster: Auf den Diskussionspodien wurde vor allem Bundesinnenminister Seehofer mit Spannung erwartet, doch der kam nicht. Dafür äußerte sich in einer anderen Debattenrunde Bundespräsident Steinmeier mit klaren Worten zu Trump.mehr...

Münster. Bundesinnenminister Horst Seehofer hat seine geplante Teilnahme am Katholikentag in Münster abgesagt. Der CSU-Politiker habe dies mit Anreiseproblemen begründet, teilte das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) mit. Seehofer sollte sich an diesem Donnerstagnachmittag an einer Diskussion zum Thema Integration beteiligen. Er werde nun von CDU-Präsidiumsmitglied und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vertreten, sagte ZdK-Sprecher Theodor Bolzenius.mehr...

Münster. Mit einer feierlichen Messe auf dem Schlossplatz ist der Katholikentag in Münster fortgesetzt worden. An dem Gottesdienst zum Feiertag Christi Himmelfahrt nahmen nach Angaben des Zentralkomitees der deutschen Katholiken 25 000 Gläubige teil. Der Münsteraner Bischof Felix Genn erinnerte in seiner Predigt an die Verhandlungen für den Westfälischen Frieden, die von 1644 bis 1648 in Münster stattgefunden hatten. Dabei seien regelmäßig sogenannte Friedensreiter ausgesandt worden, um die Zwischenergebnisse der Verhandlungen bekannt zu geben.mehr...

Münster. Mit einer feierlichen Messe auf dem Schlossplatz ist am Donnerstag der Katholikentag in Münster fortgesetzt worden. An dem Gottesdienst zum Feiertag Christi Himmelfahrt nahmen nach Angaben des Zentralkomitees der deutschen Katholiken 25 000 Gläubige teil. Der Münsteraner Bischof Felix Genn erinnerte in seiner Predigt an die Verhandlungen für den Westfälischen Frieden, die von 1644 bis 1648 in Münster stattgefunden hatten. Dabei seien regelmäßig sogenannte Friedensreiter ausgesandt worden, um die Zwischenergebnisse der Verhandlungen bekannt zu geben. Genn appellierte an die Gottesdienstbesucher, ebenfalls als Friedensbotinnen und Friedensboten in das ganze Land auszuschwärmen und sich für Verständigung einzusetzen. Das Motto des 101. Katholikentags lautet „Suche Frieden“. Das Glaubenstreffen hat diesmal so viele Besucher angezogen wie seit 28 Jahren nicht mehr: 50 000 Teilnehmer haben eine Dauerkarte, dazu kommen 20 000 Tagesgäste.mehr...

Münster. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) wendet sich gegen das Aufhängen christlicher Kreuze in Landesbehörden. „Wir sind gut beraten, uns immer wieder auf unser Grundgesetz zu besinnen, das Religionsfreiheit sicherstellt“, sagte die Katholikin der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist wichtig, dass diejenigen von uns, die gläubig sind, sich zu unserem Glauben bekennen. Als Staat müssen wir aber auch immer gewahr sein, dass es auch Andersgläubige gibt und Menschen, die nicht glauben, und dass wir die Neutralität wahren.“mehr...

Münster. Tag zwei des großen Katholikentreffens in Münster: Auf den Diskussionspodien sitzen diesmal unter anderem Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.mehr...

Münster. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) wendet sich gegen das Aufhängen christlicher Kreuze in Landesbehörden. „Wir sind gut beraten, uns immer wieder auf unser Grundgesetz zu besinnen, das Religionsfreiheit sicherstellt.“mehr...

Münster. Ein Auftritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer steht am Donnerstag (16.30 Uhr) im Fokus des Katholikentags in Münster. Der CSU-Politiker beteiligt sich am zweiten Tag des Glaubenstreffens an einer Podiumsdiskussion zum Thema Integration und Einwanderungsgesellschaft. Zuletzt hatte die Ankündigung der bayerischen Landesregierung, im Eingangsbereich aller Landesbehörden Kreuze aufzuhängen, für Diskussionsstoff gesorgt.mehr...

Münster. In der Debatte um das Aufhängen von Kreuzen in bayerischen Landesbehörden hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Trennung von Staat und Kirche betont. „Zur Herausbildung unserer kulturellen Identität gehörte auch das jahrhundertelange Ringen um das rechte Verhältnis von Kirche und Staat, Religion und Gesellschaft“, sagte Steinmeier nach einem vorab verbreiteten Redetext am Mittwochabend bei der Eröffnung des Katholikentags in Münster. „Die heutige Trennung beider Bereiche, so wie sie unsere Verfassung vorsieht, gehört zu den segensreichsten und friedensstiftenden historischen Errungenschaften.“mehr...

Münster. Krise im Nahen Osten, US-Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran - die Welt erscheint unsicherer denn je. Die Veranstalter des Katholikentags in Münster formulieren ein politisches Ziel.mehr...

Münster. Im Streit um die Zulassung von protestantischen Ehepartnern zur katholischen Kommunion hat nun auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Stellung bezogen. In einer Rede zur Eröffnung des Katholikentags in Münster bat er die katholische Kirche am Mittwochabend um Entgegenkommen: „Lassen Sie uns Wege suchen, den gemeinsamen christlichen Glauben auch durch gemeinsame Teilnahme an Abendmahl und Kommunion zum Ausdruck zu bringen“, sagte Steinmeier, der selbst evangelisch ist, nach vorab verbreitetem Redemanuskript. „Ich bin sicher: Abertausende Christen in konfessionsverschiedenen Ehen hoffen darauf.“mehr...

Münster. Papst Franziskus hat in einer Botschaft an den Katholikentag in Münster für Solidarität mit Flüchtlingen geworben. „Meine große Sorge gilt den Menschen, besonders den Kindern und Jugendlichen, die wegen Krieg und Gewalt in ihrem eigenen Land zur Flucht gezwungen sind, um ihr Leben zu retten“, sagte Franziskus nach einem am Mittwoch vorab von der Deutschen Bischofskonferenz verbreiteten Text. „Sie klopfen bei uns an mit der Bitte um Hilfe und Aufnahme. In ihren Augen sehen wir die Sehnsucht nach Frieden.“mehr...

Münster. Mit einem Appell für mehr Frieden und Toleranz in der Welt haben die Veranstalter des 101. Katholikentags Zehntausende Besucher auf die fünftägige Veranstaltung in Münster eingestimmt. Das größte Laientreffen der katholischen Kirche in Deutschland wolle ein klares Signal gegen Populismus und Fremdenfeindlichkeit und für die Bereitschaft der Christen für Verantwortungsbereitschaft und Solidarität aussenden, sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg. Das Katholikentagsmotto „Suche Frieden“ sei angesichts aktueller Krisen aktueller denn je.mehr...

Münster. Der diesjährige Katholikentag mit Frieden als Schwerpunktthema wird der Friedensbewegung nach Ansicht eines Historikers nicht zu einem neuen Schwung verhelfen können. Die politische Weltlage habe sich grundlegend geändert, sagte Hans-Ulrich Thamer der Deutschen Presse-Agentur. „Heute müssen die Friedensbewegungen mit der Unübersichtlichkeit der Konflikte zurechtkommen. Es gibt keine klaren Frontlinien und Gegenbilder.“ Seit dem Ende des Kalten Krieges zwischen Ost und West sei die Friedensbewegung gelähmt, befand der Historiker des Exzellenzclusters für „Religion und Politik“ der Universität Münster.mehr...

Münster. Krise im Nahen Osten, US-Kündigung des Atomdeals mit dem Iran - die Welt erscheint unsicherer denn je. Die Veranstalter des Katholikentags in Münster formulieren ein politisches Ziel.mehr...

Münster. Seit Jahrhunderten sind Frauen in der katholischen Kirche vom Priesteramt ausgeschlossen. Das Thema treibt aber zurzeit viele Gläubige um, auch vor dem anstehenden Kirchentag in Münster. Aus der CDU-Spitze kommt dazu ein überraschender Vorstoß.mehr...

Münster. Vor dem Katholikentag in Münster hat Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), die Diskussion um Kreuze in bayerischen Behörden kritisiert. „Ich freue mich über jedes Kreuz im öffentlichen Raum. Aber das Thema gehört nicht in den Wahlkampf“, sagte Sternberg am Dienstag in Münster. Er bezeichnete die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), in allen Behördengebäuden unter der Verwaltung des Freistaats im Eingangsbereich ein Kreuz anbringen zu lassen, als „Wahlkampf-Gag“.mehr...

Münster/München. Die katholische Reformbewegung „Wir sind Kirche“ fordert angesichts des schwelenden Streits unter den deutschen Bischöfen über die Kommunion eine rasche Lösung. Man empfehle den Bischöfen „dringlichst, jetzt sehr schnell zu einer einmütigen Regelung zu kommen, wenn die Bischöfe nicht noch mehr den Anschluss an die Theologie verlieren und ihre Autorität gegenüber dem Kirchenvolk verspielen wollen“, sagte „Wir sind Kirche“-Sprecher Christian Weisner der Deutschen Presse-Agentur kurz vor Beginn des 101. Katholikentags in Münster am Mittwoch.mehr...

Münster. Unter dem Motto „Suche Frieden“ treffen sich von Mittwoch bis Sonntag Zehntausende zum 101. deutschen Katholikentag in Münster. Die Besucher können aus über 1000 Veranstaltungen auswählen. Auch die Politik-Prominenz ist dabei.mehr...

Aachen. Die Ordensschwester Clara Fey aus dem 19. Jahrhundert ist am Samstag in Aachen seliggesprochen worden. Kardinal Angelo Amato verlas als Vertreter von Papst Franziskus bei einer Messe im Aachener Dom das Apostolische Schreiben zur Seligsprechung. „Die Seligsprechung von Mutter Clara ist die verdiente Anerkennung der Kirche für eine außergewöhnliche Frau“, sagte er. Während das Streben der damaligen Gesellschaft auf den materiellen Fortschritt ausgerichtet gewesen sei, habe Clara Fey (1815-1894) die Würde armer Mädchen durch Erziehung und Schutz vor Verwahrlosung gefördert.mehr...

Aachen. Aachen um 1830 - beginnende Industrialisierung, weltweite Wirtschaftskrise, soziales Elend. Eine Tochter aus wohlhabendem Haus beginnt, Kindern zu helfen. Clara Fey wird nun in Aachen seliggesprochen.mehr...

Rom. Im Streit in der Deutschen Bischofskonferenz um die Teilnahme von Protestanten an der Kommunion hat der Vatikan die Bischöfe zu einer gemeinsamen Lösung aufgerufen. Papst Franziskus bitte die deutschen Bischöfe, „im Geist kirchlicher Gemeinschaft eine möglichst einmütige Regelung zu finden“, hieß es in einer Mitteilung des Vatikans und der Bischofskonferenz nach einem Treffen der deutschen Geistlichen mit Vertretern des Vatikans. Über die Teilnahme in Einzelfällen von Protestanten an der Eucharistiefeier in der katholischen Kirche war es in der Bischofskonferenz zum Bruch gekommen.mehr...

Münster. Nach der Amokfahrt von Münster mit vier Toten und über 20 Verletzten vom 7. April hat der Veranstalter des 101. Katholikentages das Sicherheitskonzept angepasst. Nach Angaben von Geschäftsführer Roland Vilsmaier wurden in Absprache mit den Sicherheitsbehörden und der Stadt in Münster bei der Veranstaltung vom 9. bis 13. Mai zwei geplante Straßensperren räumlich verschoben und eine weitere Sperre neu eingeplant. Das teilten Veranstalter, Stadt und die Sicherheitsbehörden am Donnerstag in Münster mit. Um Amokfahrten mit schweren Lastwagen zu verhindern, werden an ausgewählten Punkten Wassertanks oder Fahrzeuge als Sperren aufgestellt. Details nannte Vilsmaier nicht.mehr...

Rom/Köln. Mehrere deutsche Kardinäle und Bischöfe sind nach einem Streit um die Teilnahme von Protestanten an der Kommunion zu einem klärenden Gespräch mit dem Vatikan in Rom eingetroffen. Darunter waren am Donnerstag auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, sowie der Kölner Erzbischof Rainer Woelki und der Bischof von Münster, Felix Genn. Das Treffen mit einer Delegation des Vatikans sollte gegen 16.00 Uhr beginnen.mehr...

Rom. Die Diskussion um eine Teilnahme von Protestanten an der Kommunion entzweit die katholische Kirche in Deutschland. Mehrere Bischöfe erhofften sich eine Lösung von ganz oben: vom Vatikan. Nun liegt der Ball aber wieder im eigenen Feld.mehr...

Rom. Im Streit in der katholischen Kirche um die Teilnahme von Protestanten an der Eucharistiefeier soll es noch in dieser Woche ein klärendes Gespräch in Rom geben. Der Vatikan lud eine Gruppe deutscher Kardinäle und Bischöfe für Donnerstag zu Gesprächen mit Vertretern der Kurie ein. Dabei sind auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Münchner Kardinal Reinhard Marx, sowie der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki. Der Papst hatte das Gespräch in Rom vorgeschlagen.mehr...

München. Deutliche Kritik vom katholischen Kardinal Marx an Bayerns Regierungschef Söder für dessen Kreuz-Erlass: Wer das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, habe es nicht verstanden. Diese Kritik verstehen wiederum mehrere CDU-Politiker nicht.mehr...

Schlaglichter

29.04.2018

Papst hört Missbrauchsopfern zu

Rom. Missbrauchsopfer aus Chile haben sich dankbar für konstruktive und aufrichtige Gespräche mit Papst Franziskus gezeigt. Das katholische Kirchenoberhaupt hatte José Andrés Murillo, Juan Carlos Cruz und James Hamilton am Wochenende in den Vatikan eingeladen. Dort wollte er sie um Verzeihung bitten, ihren Schmerz über das Erlittene teilen und ihre Vorschläge hören, wie sich Sexualverbrechen in der Kirche künftig verhindern lassen. Wie andere waren die drei Männer als Minderjährige von einem chilenischen Pfarrer und Priesterausbilder sexuell missbraucht worden.mehr...

München. Kardinal Reinhard Marx hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder für dessen Vorstoß zu Kreuzen in Landesbehörden kritisiert. Dadurch seien „Spaltung und Unruhe“ entstanden, sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz der „Süddeutschen Zeitung“. Wer das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, habe es nicht verstanden. Es stehe dem Staat nicht zu, zu erklären, was das Kreuz bedeute, so der Erzbischof von München und Freising. Zuvor hatte Söder bereits von anderen Kirchenvertretern Kritik einstecken müssen.mehr...

Schlaglichter

27.04.2018

Papst trifft Missbrauchsopfer aus Chile

Rom. Papst Franziskus hat seine persönlichen Gespräche mit Missbrauchsopfern aus Chile im Vatikan begonnen. Das katholische Kirchenoberhaupt habe ausdrücklich gewünscht, dass nichts offiziell über den Inhalt der Gespräche bekannt gegeben werde, hieß es in einer Mitteilung. Seine Priorität sei es, den Opfern zuzuhören, sie um Verzeihung zu bitten und die Vertraulichkeit dieser Gespräche zu respektieren. Der Papst war bei seiner Reise nach Chile mehr...

München. Der EKD-Ratsvorsitzende und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat sich gegen die Argumentation von Ministerpräsident Markus Söder gewandt, wonach das Kreuz „nicht ein Zeichen einer Religion“ sei. „Wir als Christen und wir als Kirchen werden natürlich immer wieder darauf hinweisen, dass das Kreuz zuallererst ein religiöses Symbol ist“, sagte er der dpa. Das bayerische Kabinett hatte beschlossen, dass in allen Behördengebäuden unter der Verwaltung des Freistaats ein Kreuz angebracht werden soll, als „Bekenntnis zur Identität“ und zur „kulturellen Prägung“ Bayerns.mehr...

Düsseldorf. Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein hat eine geplante gemeinsame Israel-Reise mit Mitgliedern der Evangelischen Kirche im Rheinland abgesagt. Das erklärten beide Organisationen am Dienstag in getrennten Mitteilungen. Anlass für die Absage sei Kritik an einem Papier der rheinischen Kirche anlässlich des 70-jährigen Bestehen des Staates Israel. Die Reise sollte vom 26. bis 29. April dauern.mehr...

Köln. Der Kölner Dom soll im September zum ersten Mal in seiner Geschichte mit Bewegtbildern angestrahlt werden. Anlass ist das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Vom 26. bis zum 30. September solle die Südfassade der Kathedrale durch bewegte Lichtprojektionen zum „Leuchtturm des Friedens“ werden, berichtete Dompropst Gerd Bachner am Dienstag. „Auch wir leben heute in der Zeit eines gefährdeten, eines brüchigen Friedens“, betonte er. Die Kosten belaufen sich auf eine Summe „im unteren sechsstelligen Bereich“. Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) sagte: „Ich finde es gut, dass von unserem Dom eine Friedensbotschaft ausgeht.“mehr...

Rom. Der Papst feiert Namenstag und spendiert Eis: 3000 Portionen sollten an Obdachlose und andere Bedürftige in Rom verteilt werden, teilte der Vatikan mit. Am 23. April feiert die katholische Kirche den Tag des Heiligen Georgs - und somit auch den Namenstag des 81-jährigen Argentiniers, der bürgerlich Jorge (Spanisch für Georg) Mario Bergoglio heißt. Das Eis sollten die Menschen bekommen, die täglich Suppenküchen und Schlafsäle in der italienischen Hauptstadt aufsuchen.mehr...

Köln. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) soll einem Zeitungsbericht zufolge am kommenden Wochenende von Papst Franziskus in Privataudienz empfangen werden. Laschet werde von Thomas Sternberg, dem Präsidenten des Zentralkomitees der Katholiken, sowie dem Kölner Schriftsteller Navid Kermani begleitet, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Montag) unter Berufung auf Regierungskreise. Bei dem Gespräch mit dem Papst im Vatikan soll es demnach unter anderem um die Lage der Christen in Syrien gehen.mehr...

Düsseldorf. In NRW machen Ordensgemeinschaften in Zeiten großer Nachwuchsprobleme zunehmend auf das Leben im Kloster aufmerksam - etwa am „Tag der offenen Klöster“ diesen Samstag oder durch singende Mönche und „Ora et Labora Wochen“.mehr...

Schlaglichter

20.04.2018

Wind pustet Papst-Kappe weg

Alessano. Bei einem Besuch in Süditalien hat der Wind die weiße Kappe des Papstes davongetragen. Franziskus bemerkte den Verlust, fasste sich an den Kopf und blickte dem Pileolus noch hinterher, wie auf einem Foto in Alessano in Apulien zu sehen ist. Für solche Fälle gibt es eine zweite Kappe, wie eine Vatikan-Sprecherin auf Anfrage sagte. Die andere werde aber aufgesammelt, sollte ein Papst-Fan nicht schneller gewesen sein und sie sich genommen haben.mehr...

Düsseldorf. Erstmals reisen Mitglieder der Evangelischen Kirche im Rheinland mit Vertretern jüdischer Gemeinden nach Israel. Eine Delegation unter Führung von Präses Manfred Rekowski besucht vom 26. bis 29. April zusammen mit den Vorsitzenden jüdischer Gemeinden aus Düsseldorf, Wuppertal und Mönchengladbach unter anderem das christliche Dorf Nes Ammim im Norden Israels.mehr...

Münster. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihr Kommen zum Katholikentag in Münster zugesagt. Die CDU-Vorsitzende wird am 11. Mai auf dem Podium zum Thema „Friedenssuche - der vornehmste Auftrag der Politik“ sitzen, wie ein Katholikentags-Sprecher am Dienstag sagte. Mit der Kanzlerin diskutiert der ehemalige Direktor des internationalen Friedensforschungsinstituts in Stockholm (SIPRI), Tilmann Brück. Die weitere Besetzung des Podiums ist noch offen. Aus dem Bundeskabinett ebenfalls zugesagt haben Innenminister Horst Seehofer (CSU) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD). Außenminister Heiko Maas (SPD) hat dagegen abgesagt.mehr...