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Kettenreaktion legte Bagger flach

Arcaden-Baustelle

Ein „Bedienungsfehler“ des Baggerfahrers dürfte nach Erkenntnissen von zwei Sachverständigen dafür verantwortlich sein, dass der mobile Baukran am Mittwoch vergangener Woche auf der Löhrhof-Baustelle umgestürzt und mit dem vorderen Teil des 63 Meter langen Auslegers auf den Kaiserwall gekracht ist.

Recklinghausen

von Von Hermann Böckmann

, 15.06.2012
Kettenreaktion legte Bagger flach

Beim spektakulären Unfall mit dem Riesenbagger am Löhrhof entgingen die Insassen eines Busses auf dem Kaiserwall nur knapp einer Katastrophe. Foto: Thomas Nowaczyk (Archiv)

Dabei entgingen die Insassen der Linie SB 20 der Vestischen nur knapp einer Katastrophe, weil der Fahrer des Busses geistesgegenwärtig bremste und sein Fahrzeug kurz vor dem Ausleger zum Stehen brachte. Wie die mfi AG gestern offiziell mitteilte, sind die von ihr beauftragten Gutachter zu „wichtigen“ Erkenntnissen gekommen: „Danach kann ausgeschlossen werden, dass – entgegen anderslautender Gerüchte – der Baugrund nachgegeben hat. Dieser war ausreichend tragfähig. Vermutlich geriet der Kran durch mehrfache Dreh- und Fahrbewegungen, die im Abbruchkonzept nicht vorgesehen waren, mit seinem beweglichen Ausleger in eine Schrägstellung. Beim Herablassen des letzten Fertigteiles kam der komplette Kran dann in ein starkes Schwanken, was beim Gerät und dessen Bedienung eine Kettenreaktion auslöste. So geschah es, dass der Kranführer aus seinem Führerhaus sprang, sich dabei auch verletzte und der Kran unkontrolliert aufschlug“, erklärte die mfi. Bereits am kommenden Montag sollen die Abrissarbeiten mit einem neuen stationären Kran und unter erhöhten Sicherungsmaßnahmen fortgesetzt werden.