Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Keine Erkenntnisse über Störung durch Kopftücher

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat keine Daten, wie viele muslimische Mädchen in Kindergärten oder Schulen ein Kopftuch tragen. Sie hat auch keine Erkenntnisse, in wie vielen Fällen das Kopftuch Anlass für eine Störung des Schulfriedens gewesen ist. Das räumte NRW-Integrationsminister Joachim Stamp (FDP) in einer am Montag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage aus der Grünen-Landtagsfraktion ein. Schon 2011 habe aber eine Studie im Auftrag der NRW-Regierung nachgewiesen, dass das Kopftuch in NRW auch schon von Mädchen im Alter von bis zu zehn Jahren getragen werde, teilte er mit.

Keine Erkenntnisse über Störung durch Kopftücher

Eine Schülerin mit Kopftuch meldet sich im Unterricht. Foto: Oliver Berg/Archiv

Die Landesregierung prüft ein Kopftuchverbot für Mädchen, die jünger als 14 Jahre und damit noch nicht religionsmündig sind. Letztlich gehe es dabei um eine „Güterabwägung zwischen dem Kindeswohl und dem religiösen Erziehungsrecht der Eltern“, erläuterte Stamp.

Dies schließe die Frage ein, „ob kopftuchtragende Mädchen die gleichen Entwicklungschancen haben wie Mädchen, die kein Kopftuch tragen“. Am Ende der Prüfung sei zu entscheiden, ob eine gesetzliche Regelung gerechtfertigt oder sogar zwingend sei.

Auf die Frage der Grünen, ob auch Verbote anderer religiöser Symbole geprüft würden, antwortete der Minister, es gehe nicht um Symbole, sondern um die freie Entfaltung und Entwicklung des Kindes.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bielefeld. Die Dr. Oetker-Gruppe stellt heute ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vor. Der Mischkonzern, zu dem neben der Lebensmittelsparte mit Pizza, Back- und Puddingpulver auch eine Bier- und Sektsparte, Hotels sowie ein Chemiewerk zählt, vermeldet letztmals Umsatzzahlen auch für die Schifffahrtstochter Hamburg Süd.mehr...

Duisburg. Festgefahren auf einer Sandbank: Ein Tankschiff liegt seit Freitag im Rhein bei Duisburg - und der Wasserstand sinkt. Jetzt soll ein anderes Schiff einen Teil der Ladung aufnehmen. Das Tankschiff hat Natronlauge geladen, knapp 1200 Tonnen.mehr...

Recklinghausen. Ein 18-Jähriger ohne Führerschein hat bei einer Flucht vor dem Zoll eine Massenkarambolage auf der A2 ausgelöst. Der Flüchtige, ein Zollfahnder und drei weitere Menschen wurden schwer verletzt, wie die Polizei Münster am Montagabend mitteilte.mehr...