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Kanu: Zwei Schwerter auf der Eiger Nordwand der Gewässer

SCHWERTE / OETZ Zwei Schwerter Kanuten haben sich einer besonderen Herausforderung gestellt: Yannick Volke und Benjamin Herbrügger nahmen an der "Sickline-Extremkajak-Weltmeisterschaft" auf der Ötztaler Ache in Österreich teil.

von Von Jörg Krause

, 05.10.2008
Kanu: Zwei Schwerter auf der Eiger Nordwand der Gewässer

<p>Das erfolgreiche Trio im Kajak-Cross-Wettbewerb (v.li.): Benjamin Hjort, Jesse Shimrock und Yannick Volke.

An der legendären Wellerbrücke, etwas über der Kanu-Regattastrecke gelegen, auf der der Kanu- und Surf-Verein Schwerte (KVS) alljährlich sein A-Ranglistenrennen ausrichtet, wartete eine der weltweit schwierigsten Wildwasserpassagen auf die Fahrer - von vielen Kanuten auch die Eiger Nordwand des Wildwassersports genannt.

120 Teilnehmer gingen zunächst in zwei Gruppen an den Start. In zwei Läufen konnten sich schließlich die 50 Besten für die Finalläufe qualifizieren. Für die beiden KVS-Starter lief es im ersten Durchgang ausgezeichnet. Herbrügger fuhr in 1:08,41 min auf den 16. und Volke (1:09,82 min) auf den 29. Platz. Doch im zweiten Lauf gab es Probleme. Während sich Herbrügger in 1:11,15 min noch auf Rang 47 in das Finale rettete, fiel Volke mit 1:13,29 min sogar auf Platz 70 zurück.

Volke ausgeschieden, aber dann kaum zu stoppen

Damit war Volke aus dem Hauptrennen ausgeschieden, durfte aber an einer Trost-Veranstaltung teilnehmen. Denn die 48 Fahrer auf den Plätzen 51 bis 98 waren qualifiziert für den Kajak-Cross-Wettbewerb. Hier fuhren die Kanuten in Gruppen von sechs Teilnehmern, von denen jeweils die drei Besten eine Runde weiterkamen. Yannick Volke war hier kaum zu stoppen. In der ersten Runde wurde er Erster, und in den beiden nächsten Runden setzte er sich jeweils als Zweiter durch. Damit stand er im Endlauf der besten sechs Fahrer.

Den Endlauf gewann schließlich der Norweger Benjamin Hjort vor dem US-Amerikaner Jesse Shimrock. Yannick Volke sicherte sich den dritten Platz - ein hervorragendes Ergebnis.

Herbrügger im Endlauf

Auf der Finalstrecke der Extrem-WM lieferte auch Benjamin Herbrügger im ersten Lauf ein famoses Rennen. 1:06,85 min benötigte er und lag auf Rang 16 - knapp drei Sekunden hinter dem führenden Tschechen Honza Lasko, aber eine halbe Sekunde vor dem Ex-Slalomweltmeister Fabian Dörfler. Im zweiten Finallauf durften dann nur noch die besten 25 ran - also bereits jetzt ein Riesenerfolg für Herbrügger. Doch dieser zweite Lauf ging dann in 1:26,06 min komplett in die Hose. Er musste sich mit Rang 24 zufrieden geben. Der Sieg ging schließlich an den Deutschen Thilo Schmitt aus Bad Kreuznach vor Sam Sutton (Neuseeland) und Michele Ramazza (Italien).

Für die Schwerter war die Veranstaltung in jedem Fall ein ganz großes Erlebnis.

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