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Junge wirft Pizzakarton in den Müll und sollte Strafe zahlen

Attendorn. Eine Posse um einen weggeworfenen Pizzakarton im sauerländischen Attendorn hat überregional für Diskussionen gesorgt. Ein Junge hatte unterwegs eine Pizza gegessen und die leere Packung in einem öffentlichen Mülleimer entsorgt - und dafür von einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes eine Verwarnung über zehn Euro kassiert. Grund: Bei dem Pizzakarton handele es sich um Hausmüll, der nicht in einen öffentlichen Mülleimer gehöre. Inzwischen hat der Bürgermeister von Attendorn, Christian Pospischil (SPD), das Verwarnungsgeld zurückgenommen, wie er auf der Internet-Seite der Stadt mitteilte.

Junge wirft Pizzakarton in den Müll und sollte Strafe zahlen

Ein Pizzakarton in einem Mülleimer. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv

Er habe die Angelegenheit in einem Gespräch mit der Großmutter des Zwölfjährigen schnell klären können. „Einen bitteren Beigeschmack behält die ganze Angelegenheit natürlich, denn das Rechtsempfinden vieler wurde hier verletzt“, schreibt Pospischil. Der Fall hatte vor allem in sozialen Netzwerken eine Welle der Empörung ausgelöst. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. „Jetzt dürfen wir uns aber auch mal wieder abregen“, sagte der Bürgermeister.

Die Verwaltung will nun das Ortsrecht überarbeiten und klarer formulieren. Pospischil betonte, die Stadt müsse weiterhin darauf achten, dass Müll aus dem Haushalt nicht in öffentliche Mülleimer gesteckt werde. „Kleinabfälle von in der Öffentlichkeit verzehrtem Fast Food werden wir aber natürlich nicht als Hausmüll werten.“

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