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Jugendtrainer mit Leib und Seele: Träumen ist bei Jabsen erlaubt

WERNE "Ich lebe die Jugend", sagt Matthias Jabsen. Was wie das Lebensmotto eines Berufs-Jugendlichen klingt, ist für ihn Grundsatz seiner Arbeit als Jugendfußball-Trainer. In Werne erfuhr dies die Nachwuchsabteilung des VfL, des Vorgängervereins von Eintracht Werne. Von 1994 bis 1999 war Jabsen dort Jugendleiter, C-Junioren-Trainer und zweiter Vorsitzender. Dann tourte er durch die halbe Region. Ein Porträt.

von Von Felix Guth

, 08.10.2008
Jugendtrainer mit Leib und Seele: Träumen ist bei Jabsen erlaubt

Matthias Jabsen war erst in Werne aktiv, dann verschlug es ihn in die Region.

"Aus der Zeit beim VfL habe ich für meine späteren Aufgaben viel mitgenommen", sagt er rückblickend. Mit ehemaligen Wegbegleitern wie Rolf Bock oder Ludger Wilkinghoff verbindet ihn immer noch ein freundschaftliches Verhältnis.

Seine zweite Karriere nach erfolgreichen aktiven Jahren für Davaria Davensberg und andere Klubs führte Jabsen durch ganz Westfalen. Er war Spielertrainer beim SV Stockum, coachte RW Unna und den SV Bommern 05. Zuletzt begleitete er an der Seite von Ex-Bundesliga-Profi Thorsten Legat den Kollaps von TuRa Rüdinghausen, zurückgezogenes Wittener Team aus der Westfalenliga 2.

Freundschaft zu Legat

"Das war trotz der Probleme eine schöne Zeit. Mit Legat verbindet mich heute eine Freundschaft", sagt er über die Zeit in Witten. Das Trainerglück fand er letztlich nur mit seinen Jugendmannschaften. "Die Jungen träumen noch, haben Visionen", meint Jabsen. Nachdem das Kapitel VfL Werne für den gebürtigen Münsteraner nach fünf Jahren etwas unerfreulich endete, ging er seinen Weg als Nachwuchs-Coach. Bei Schwarz-Weiß Essen und Teutonia Waltrop arbeitete er früh unter Top-Bedingungen.

Erfreut verfolgt er den Werdegang einiger ehemaliger Spieler. Daniel Dias etwa, NRW-Liga-Kicker bei der SG Wattenscheid 09, den Jabsen bei Teutonia Waltrop "in die Spur" brachte. Auch Chamdin Said von RW Essen oder der Cottbusser Jung-Profi Matthias Tietz trainierten einst unter Jabsen, bei dem Technik-Schulung und Disziplin einen hohen Stellenwert haben. "Es liegt sicher nicht an mir allein, dass die Jungs ihren Weg machen. Aber es ist schön, ihre Entwicklung zu verfolgen."

Aufgabe beim MSV Duisburg

Vor knapp zwei Jahren winkte eine echte Traum-Aufgabe. Der MSV Duisburg fragte auf der Suche nach einem B-Jugend-Trainer bei Jabsen an. Bis Mai dieses Jahres war er am DFB-Stützpunkt für den Profi-Nachwuchs verantwortlich. "Und zwar nicht für großes Geld." Er musste gehen, um einen Arbeitsplatz für Ex-Profi Carsten Wolters zu schaffen. "Schade, ich hätte das gerne hauptberuflich gemacht."

Der 44-Jährige gönnt sich durchaus eigene Sportler-Träume. "Ich kann nicht nichts tun. Mein Ziel bleibt es, so hoch wie möglich zu arbeiten."

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