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Räuber bedrohen Bundespolizisten mit Messer

Jüngster Verdächtiger ist erst zwölf Jahre alt

Herne Mit einem Messer hat eine Gruppe junger Leute in Herne einen 25-Jährigen bedroht und Geld gefordert. Der Jüngste von ihnen war zwölf Jahre alt. Doch sie wussten nicht, dass ihr Opfer Bundespolizist ist.

Jüngster Verdächtiger ist erst zwölf Jahre alt

Fünf Leute bedrohte den 25-Jährigen, ehe er die Polizei rief. Foto: dpa

Fünf junge Räuber haben am frühen Donnerstagmorgen (19. April) im Herner Stadtteil Baukau einen 25-jährigen mit einem Messer bedroht. Was sie nicht wussten: Ihr gewähltes Opfer war ein Bundespolizist, der frei hatte - und der zeigte sich unbeeindruckt.

Nachdem der Bundespolizist, der privat mit einem Bekannten unterwegs war, Geld abgehoben hatte, trat er gegen 2.50 Uhr aus der Bankfiliale am Herner Bahnhof. Dort warteten bereits fünf Jugendliche.

Es gibt nur eine richtige Entscheidung als Opfer in solchen Fällen

Als der 25-Jährige aus der Bank kam, hielt einer der Täter ein Messer in der Hand und forderte Bargeld. Als der 25-Jährige das Geld nicht herausgeben wollte, riss ein anderer aus der Gruppe das Messer an sich und hielt es dem Mann an den Hals.

Doch der Bekannte des 25-Jährigen schaltete schnell, und drohte, die Polizei zu rufen. „Das ist die einzig richtige Entscheidung in solch einer Situation“, sagt Jens Artschwager von der Pressestelle der Polizei Bochum auf Anfrage dieser Redaktion. „Gegen fünf junge Erwachsene hat man keine Schnitte.“

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Die Aktion zeigte Erfolg: Die Gruppe flüchtete. Die Polizei fahndete mit einem Diensthund nach den Flüchtigen und griff sie wenig später in der Nähe des Tatorts auf. Es handelt sich um vier Tatverdächtige (12, 15, 21, 22) aus Herne und einen 17-Jährigen ohne festen Wohnsitz.

Donnerstagmittag befanden sich vier der Verdächtigen noch auf der Wache Herne. Nur der Zwölfjährige durfte nach Hause, nachdem die Eltern informiert wurden.

Die Hemmungen bei Gewalttaten sinken

Die Ermittlungen laufen, ob die vier älteren Täter in U-Haft kommen oder auch zunächst wieder frei kommen, ist noch nicht klar.

Auffällig ist, dass die Hemmungen sinken. „Die Qualität der Taten hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert“, so Artschwager. Die Anzahl der Taten sei hingegen rückläufig.

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