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Jüdisches Museum Berlin zeigt Werk von James Turrell

Berlin. Der amerikanische Künstler hat eine begehbare Installation geschaffen, in der sich die Quelle des Lichts kaum orten lässt. Der Besucher kann da leicht orientierungslos werden.

Jüdisches Museum Berlin zeigt Werk von James Turrell

Ein Mann spaziert durch die Installation „Aural“ des Künstlers James Turrell. Foto: Wolfgang Kumm

Er gilt als einer der wichtigsten Künstler der Gegenwart: Der US-Amerikaner James Turrell schafft mit seinen Licht-Werken verblüffende Stimmungen und schärft die Wahrnehmung der Betrachter.

Das Jüdische Museum Berlin zeigt nun Turrels „Aural“, eine begehbare Installation, in der sich die Quelle des Lichts kaum orten lässt und der Besucher orientierungslos werden kann.

Im Judentum spiele das Licht eine zentrale Rolle, sagte der Museumsdirektor Peter Schäfer am Mittwoch bei der Vorstellung von Turrells Werk, einer Schenkung des Berliner Sammler-Ehepaars Dieter und Si Rosenkranz, das nun bis zum 30. September gezeigt wird. Von der Entstehungsgeschichte in der Bibel („Es werde Licht“) bis zur jüdischen Mystik in der Kabala - Turrells „Aural“ könne auch als Interpretation des göttlichen Schöpfungsaktes verstanden werden.

In dem Raum, der im Garten des Museums aufgebaut wurde, können sich gleichzeitig sechs Besucher aufhalten. Wer den Pavillon mit rund 200 Quadratmetern betritt, kann die Quelle des Lichts zunächst nicht entdecken. Im ständigen Farbwechsel verliert sich der Blick im Lichtnebel, manchmal blitzt es. „Aural“ gehört zur Serie „Ganzfeld Pieces“, mit der sich der 1943 in Los Angeles geborene Künstler der menschlichen Wahrnehmung widmet.

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