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Jenny - Echt gerecht

Berlin. Ein freches Mundwerk hilft, wenn es um Wahrheit und Gerechtigkeit geht. RTL hat die passende Serienfigur zu dem Thema gefunden.

Jenny - Echt gerecht

Birte Hanusrichter bei den Dreharbeiten zur RTL-Anwaltsserie „Jenny - Echt gerecht“. Foto: Jörg Carstensen

Anwälte haben es auch nicht leicht - vor allem dann, wenn ihnen plötzlich eine freche junge Frau gegenübersitzt, die durch eine gewisse Lebensklugheit fast alles besser weiß.

Wie es dem Anwalt und seiner neuen Bürogehilfin ergeht, ist nun zu verfolgen in der neuen zehnteiligen Serie „Jenny - Echt gerecht“, die an diesem Dienstag (20.15 Uhr) auf RTL mit einer Doppelfolge startet.

Jenny Kramer (Birte Hanusrichter) ist Anfang 30 und nicht gerade vom Glück gesegnet. Erst verliert die alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern, die verschiedene Väter haben, ihren Job als Verkäuferin in einem Schnellimbiss. Dann wird sie von ihrem Pflichtverteidiger versetzt, als sie vor Gericht um den Unterhalt für ihre sechsjährige Tochter Kim (Zora Müller) kämpft.

Deren Vater Isaac (Lars Waschewski) schlachtet lieber Kims Sparschwein, als mit ihr in den Zoo zu gehen. Alles das lässt sich die sturmerprobte Berlinerin nicht gefallen: Wutentbrannt stürmt Jenny am Ku’damm in die Kanzlei ihres Anwalts Maximilian Mertens (schön arrogant: August Wittgenstein), der sie lapidar mit einem Geldschein abspeisen will.

Mertens Freundin Agnes (Isabell Polak) ist nicht nur seine Kollegin, sondern auch die Tochter seines Chefs Robert von Bergen (Peter Benedict), der den ziemlich schnöseligen Mertens zu seinem Partner in der Kanzlei machen will. Agnes hält Jenny für die neue Anwaltsgehilfin, und durch diese Verwechslung nimmt das Ganze seinen Lauf.

Sie kümmert sich sofort um den Fall einer jungen Ukrainerin, die eine Affäre mit dem künftigen Bürgermeister der Hauptstadt hatte und nun angeblich ein Kind von ihm erwartet. Zum Glück läuft bei Jenny zuhause alles relativ normal, da ihre zwölfjährige Tochter Matilda (Anna Büttner) den Haushalt nahezu allein schmeißt.

Birte Hanusrichter (39, „Katie Fforde - Bellas Glück“, ZDF) schmeißt die Serie mühelos allein. Sie spielt diese Jenny, die schon als Kellnerin und Briefträgerin gearbeitet hat und im Grunde irgendwie alles kann, ziemlich authentisch. Die Figur ist so angelegt, dass ihr stets ein loses Mundwerk und ein beherztes Vorgehen helfen - überlegt wird da nicht lange oder auch gar nicht. Doch kommt sie damit offenbar immer durch, und durch ihre quirlige Art gewinnt sie auch rasch Sympathien.

Auf die Frage, ob diese Jenny denn gewisse Ähnlichkeiten mit ihr habe, antwortet Birte Hanusrichter im RTL-Presseheft: „Ich habe ähnlich viel Power, werfe mit meiner Energie um mich und habe verschiedene Herzensbaustellen in meinem Leben, wie Jenny. Ich bin Schauspielerin und Musikerin, wenn dann noch Zeit ist, arbeite ich als Dozentin. Wenn man sehr viel Leidenschaft hat, dann aktiviert man natürlich auch das Extra an Energie.“

Das ist nicht übertrieben, denn ihre Jenny hat schon einen forschen Gang und eine sehr spontane Art und darf immerhin Sätze sagen, die auch zu ihr passen. Ihre ziemlich bunte Kleidung sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie es faustdick hinter den Ohren hat und erkennen muss, dass sie in ihrer Naivität auch so manches Mal aneckt. Aber sie hat es ja auch nicht gerade leicht als Mutter zweier Kinder, für die sie natürlich wie eine Löwin kämpft - mit viel schlitzohrigem Humor und scheinbar unendlicher Kraft und aufbrausendem Temperament.

Der deutsche Serienmarkt ist nicht zuletzt mit „Jenny - Echt gerecht“ in Bewegung geraten. Die ARD will in diesem Jahr ihre neue Serie „Die Heiland - Wir sind Anwalt“ (mit Lisa Martinek als blinder Anwältin und Anna Fischer als ungelernter Gehilfin) ins Programm nehmen. RTL wird eine weitere Anwaltsserie („Beck is back“, mit Bert Tischendorf) mit der zweiten Staffel fortsetzen, und auch die Gaunerserie „Sant Maik“ (mit Daniel Donskoy) geht mit neuen Folgen weiter, nachdem die Quoten recht ordentlich ausgefallen waren.

Bleibt abzuwarten, was aus „Jenny - Echt gerecht“ wird: Realistisch ist die mit viel Tempo und etwas zu lauter Musik inszenierte Serie - mit gewissen Anleihen an „Danni Lowinski“ (Sat.1) - überwiegend nicht. Aber unterhaltsam ist sie allemal.

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