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Japanischer Export Yanagida: Entwicklungsarbeit in Bühl

Bühl. Jemanden wie Masahiro Yanagida gab es in der Volleyball-Bundesliga noch nie. Der Nationalspieler ist der erste Japaner in Deutschlands Eliteklasse. In den Playoffs lasten die Erwartungen seiner Bühler auf ihm. Warum wechselt ein Japaner nach Deutschland?

Japanischer Export Yanagida: Entwicklungsarbeit in Bühl

Masahiro Yanagida beim Training der Bisons Bühl. Foto: Benedikt Spether

Mehr als 9000 Kilometer fern seiner japanischen Heimat erwartete Masahiro Yanagida ein Kulturschock. Im vergangenen Sommer trat der Volleyball-Außenangreifer seine erste Auslandsstation im beschaulichen Bühl mit seinen rund 30 000 Einwohnern an.

„In Osaka sind die Gebäude viel höher und viel mehr Menschen auf der Straße“, sagte der Nationalspieler damals über die ersten offensichtlichen Unterschiede zwischen alter und neuer Heimat. Längst hat sich der erste Bundesliga-Import aus Japan bei den Bisons Bühl eingelebt - so gut das trotz der kulturellen Unterschiede geht.

„Hunter Masa“, wie der Punktejäger Yanagida auch genannt wird, will mit der Mannschaft von Trainer Ruben Wolochin nun den nächsten Entwicklungsschritt machen. Im Playoff-Viertelfinale möchten sie den seit wettbewerbsübergreifend 35 Partien siegreichen deutschen Rekordmeister VfB Friedrichshafen ärgern. In der Serie „Best of Three“ treten die Bühler zunächst am Mittwoch (20.00 Uhr) am Bodensee an und hoffen dann auch auf einen starken Yanagida.

Die Verpflichtung des 25-Jährigen im vergangenen Sommer war in der Volleyball-Szene eine dicke Überraschung. Warum verlässt ein in seiner Heimat als Star verehrter Spieler das vertraute Osaka und wechselt in ein Städtchen in der Nähe von Baden-Baden?

Der Transfer hatte zunächst mit dem Bühler Coach Wolochin zu tun, der über gute Kontakte verfügt. Ohne sein Netzwerk wäre der Argentinier wohl gar nicht erst auf den wechselbereiten Yanagida gestoßen. Der Abschied von den Suntory Sunbirds aus Osaka fiel dem 1,86 Meter großen Athleten dann auch nicht so schwer, da er sich mit Blick auf Olympia 2020 in Tokio an die europäische Wettkampfhärte und das höhere Tempo gewöhnen will.

Den Bühlern hat der Transfer von Yanagida neben einem ehrgeizigen Volleyballer mit viel Potenzial auch erhöhtes mediales Interesse beschert. Insbesondere in seiner Heimat werden seine Auftritte mit großem Interesse verfolgt. Und Yanagida ist in der Bundesliga nicht mehr allein: In Issei Otake spielt inzwischen ein zweiter Japaner in er Bundesliga, dieser bei den United Volleys Rhein-Main in Frankfurt. Der 22 Jahre alte Diagonalangreifer aus Kawasaki empfängt mit seinem Team in den Playoffs am Mittwoch (19.00 Uhr) den TSV Herrsching.

„Diese Verpflichtung ist eine echte Win-Win-Situation für beide Seiten“, sagte Manager Henning Wegter bei der Verpflichtung. „Wir bekommen einen tollen neuen Spieler, und Issei kann sich hier sportlich weiterentwickeln und internationale Erfahrung sammeln.“ Gelernt hat Otake, dessen Vater Hideyuki ebenfalls Volleyballer war und sogar an Olympia 1992 in Barcelona teilnahm, in dieser Saison eine Menge. Das trifft auch auf Yanagida zu.

Mit seinen Bühlern erreichte er Anfang März sogar das Pokalfinale. Yanagida gelangen im Endspiel 13 Punkte, und er wurde sogar zum Spieler des Spiels gewählt. Das 0:3 gegen den VfB Friedrichshafen konnte aber auch er nicht verhindern. In den Playoffs hat der Exot nun die große Chance, diese kleine Enttäuschung vergessen zu machen.

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