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Ihr seid natürlich eingeladen

Berlin. Bei Familie Bundschuh steht eine Hochzeit ins Haus. Der Sohn Rolfi hat überraschend die Liebe seines Lebens gefunden. Leider fehlt das Geld für ein rauschendes Fest. Und auch sonst geht alles schief.

Ihr seid natürlich eingeladen

Die Familienkomödie geht weiter: Chaos bei Gundula Bundschuh (Andrea Sawatzki) und ihrem Mann Gerald (Axel Milberg). Foto: Jens Kalaene

Opa Edgar ist tot. Und schon bei seiner Beerdigung gibt es bei Familie Bundschuh gereizte Stimmung. Dabei ist Rolfi (Oskar Bökelmann) extra dafür aus Los Angeles zurückgekommen.

Allerdings bittet er, kaum dass sein Opa unter der Erde ist, auch schon in eigener Sache ums Wort: „Ich werde heiraten!“, verkündet er der verdutzten Trauergemeinde. „Was, Rolfi?“, fragt Mama Gundula (Andrea Sawatzki) entgeistert. „Ihr seid natürlich eingeladen“, versichert ihr Großer. Aber das macht es nicht besser. Und bald danach läuft aus dem Ruder, was aus dem Ruder laufen kann. Für Hochzeitsstimmung ist da kein Platz, umso mehr für Chaos und Komik.

„Ihr seid natürlich eingeladen“ ist angelehnt an Rolfis Beruhigungsversuch auch der Titel der TV-Komödie, die das ZDF an diesem Montag um 20.15 Uhr zeigt. Dass Rolfi beim Studium in den USA seine große Liebe getroffen hat, wussten seine Eltern bisher gar nicht. Mama Gundula macht sich sofort Sorgen, wie denn die Hochzeitsfeier bezahlt werden soll, wo doch Opas Beerdigung schon so teuer war. Papa Gerald (Axel Milberg) schlägt als erste Sparmaßnahme vor, die Feier in den eigenen Garten in Berlin zu verlegen - und „ein richtig schönes Sommerfest“ zu feiern.

Das kann ja nicht gut gehen, wie jeder weiß, der Familie Bundschuh kennt, aus den Romanen von Andrea Sawatzki oder aus den zwei bisherigen Verfilmungen. Nummer drei setzt noch einen drauf. Regie führt erstmals Thomas Nennstiel („Der letzte Bulle“), das Drehbuch stammt diesmal von Alexander Dydyna, und der hat sich einige gelungene Pointen einfallen lassen.

Erst versteht Gerald mit seinem schlechten Englisch seinen künftigen Schwiegervater am Telefon falsch und glaubt, die Braut reise mit einem Dutzend weiterer Gäste an. Dann verschlafen Gundula und Gerald am Tag der Ankunft der Braut und sind umso mehr verblüfft, als Rolfis große Liebe schwarz, vor allem aber im siebten Monat schwanger ist. Und der Brautvater Reginald (Nick Monu) hat eine junge Begleiterin mitgebracht, von der keiner weiß, ob sie seine Geliebte oder womöglich auch Candys Mutter ist.

Der Polterabend entgleitet vollständig, weil Onkel Hadi (Stephan Grossmann) nicht mit dem Grill umgehen kann und den Zaun zu den Nachbarn in Brand setzt. Und der Hochzeitstag wird noch schlimmer. Erst fliegt Mutter Gundula in der Stretchlimo ein Sektkorken ins Auge, kurz danach wird ihr Kleid durch Dreckspritzer ruiniert. Und im Standesamt ruft dann während der Trauung Candys Ex und Vater ihres Kindes bei Reginald an. Und das war's dann auch mit Rolfi und Candy als Brautpaar. Die Hochzeit fällt aus, gefeiert wird trotzdem.

Eigentlich alles wie immer bei Familie Bundschuh. Manches ist diesmal allerdings noch böser, die Spitzen im Dauerstreit zwischen den beiden Großmüttern Susanne Bundschuh (Judy Winter) und Ilse Schultze (Thekla Carola Wied) zum Beispiel. Und auch die Dialoge zwischen Onkel Hadi (Stephan Grossmann) und seiner Frau Rose (Eva Löbau) über ihre nicht nur in sexueller Hinsicht etwas trostlose Beziehung haben Unterhaltungswert. Andrea Sawatzki und Axel Milberg als chaosgewohntes Ehepaar glänzen sowieso.

„Es tut uns sorry, that no Hochzeit“, radebrecht Milberg als Gerald am Schluss etwas übertrieben. Aber dem Zuschauer ist da längst egal, ob nun geheiratet wird oder nicht, komisch ist es ja auch so.

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