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Hongkongs Peak-Tower in neuem Glanz

Hongkong (dpa/gms) - Wer sich auf den Victoria Peak begibt, Hongkongs Hausberg, dem liegt die Millionenstadt zu Füßen: Für diesen Blick lohnt es sich bereits, mit der Bergbahn oder gar zu Fuß den 552 Meter hohen Gipfel zu erklimmen.

Der Blick auf die Büro- und Apartment-Hochhäuser im Stadtteil Central, der langgestreckte Hafen mit den weißgrünen Booten der «Star Ferry», das zweite Zentrum der Stadt, Kowloon, auf der Halbinsel am anderen Ufer - ein unvergessenes Erlebnis.

Doch das hier ist Hongkong, und ein schickes Panorama allein genügt den Menschen nicht als Spektakel. Deswegen gibt es seit zehn Jahren an der Endhaltestelle der Bergbahn den siebenstöckigen Peak Tower, ein futuristisches Gebäude mit geschwungenem Dach, in dem man mit etwas gutem Willen eine chinesische Suppenschüssel erkennt. Bislang wirkte der Peak Tower allerdings wie ein lieblos gestaltetes Einkaufszentrum. Einzige ernst zu nehmende Attraktion war die Aussichtsterrasse im fünften Stock.

Nun hat man sich des Problems angenommen und den Peak Tower aufwändig renoviert. Er wurde von innen komplett erneuert, ein gläsernes Atrium geschaffen und siehe da, die Bergstation macht plötzlich etwas her. Sechs Cafes und ein Schnellimbiss sind eingezogen, außerdem vier anspruchsvolle Restaurants. Läden gibt ebenfalls nach wie vor, zum Beispiel Swarovski und ein Geschäft mit Gipfel-Souvenirs. Außerdem hat das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud's eine Niederlassung.

Knapp sechs Millionen Menschen zieht es jährlich auf den Victoria Peak, das macht ihn zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Hongkongs. Populär war der Berg von Anfang an. Seit die Engländer im 19. Jahrhundert die steinerne Insel vor dem chinesischen Festland in Besitz nahmen, wollte jeder der Kolonialisten hoch hinaus, möglichst auf dem Peak sein Häuschen haben.

Denn hier oben ist die Luft auch in den Sommermonaten weniger drückend und feucht als auf den Straßen von Central direkt am Wasser. Außerdem ist der Gipfel bewaldet, das Auge tröstet sanftes Grün, fast wie in England. Als 1885 die Bergschienenbahn Peak-Tram eröffnet wurde und man binnen 15 Minuten von der Garden Road bis fast auf die Spitze gelangte, entwickelte sich ein regelrechter Bauboom auf dem Berg.

Noch immer kann sich glücklich schätzen, wer eine Villa auf dem Peak besitzt. Es bleibt die nobelste Adresse in einer Stadt, die großen Wert auf Prestige setzt. Der Tourist hingegen kommt wegen der Aussicht. Im neuen Peak Tower ist sie noch besser: Die Panoramaterrasse wurde vom fünften in den obersten Stock verlegt. Nun ist tatsächlich ein Rundumblick möglich: von den New Territories im Norden über Central und Kowloon bis zum türkisfarbenen Südchinesischen Meer und dem Stadtteil Aberdeen im Süden.

Zwei Tageszeiten eignen sich am besten für den Gipfelausflug: Zum Beispiel die Momente kurz vor der Abenddämmerung, wenn die sinkende Sonne die Wolkenkratzerkulisse golden färbt und das Wasser im Hafen glitzern lässt. Anschließend kann man zum Cocktail oder Abendessen in eines der Etablissements in der Bergstation einkehren, etwa in das modern gestaltete chinesische Restaurant «Tien Yi» oder, für Freunde von Sushi und Sashimi, ins japanische «Kyo Hachi». Amerikanische Küche mit Schwerpunkt auf Fisch und Meeresfrüchten gibt es ebenfalls, sozusagen als exotisches Angebot für die Einheimischen: «Bubba Gump».

Alternativ empfiehlt sich ein Besuch am Morgen, wenn die Luft über der Stadt frisch und die Sicht klar ist. Wer am Samstagmorgen kommt, der kann auf der Aussichtsterrasse des Peak Tower neuerdings sogar etwas für seine Gesundheit tun: Von 9.00 bis 10.00 Uhr findet dort chinesisches Schattenboxen statt, Tai Chi. Jeder kann mitmachen, den kostenlosen Kurs spendiert das Fremdenverkehrsamt von Hongkong.

Informationen: Fremdenverkehrsamt Hongkong, Frankfurt (Tel. 069/959 12 90).

www.discoverhongkong.com

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