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OJA-Mitarbeiterin Wencke Lemcken: Es wird immer Kinder geben

ASCHEBERG Am 15. September 1998 trat die damals 21-jährige Erzieherin ihre Stelle in Ascheberg an. RN-Mitarbeiterin Tina Nitsche sprach mit Wencke Lemcken über ihre Jahre in Ascheberg und ihre Pläne. Seit zehn Jahren ist Wencke Lemcken hauptamtliche Mitarbeiterin und gleichzeitig jüngste Kollegin im Team der Offenen Jugendarbeit (OJA).

08.10.2008
OJA-Mitarbeiterin Wencke Lemcken: Es wird immer Kinder geben

Wencke Lemcken arbeitet seit zehn Jahren im OJA-Team.

Wenn Sie die letzten zehn Jahre Revue passieren lassen, wie lautet ihr Fazit zu OJA damals und heute? Lemcken: Die Einrichtung OJA hat sich gesetzt. Sie ist zu einer festen Einrichtung in der Gemeinde geworden und, glaube ich, auch nicht mehr wegzudenken. Das ist super. Wir sind gewachsen und bieten wesentlich mehr als früher, als ich anfing. Das fängt bei den Ferienprogrammen an, die heute inhaltlich sehr gut ausgebaut sind, und endet bei den vielen Neuerungen, wie zum Beispiel dem Teenie-Treff.

Hält die Arbeit mit Jugendlichen eigentlich jung? Lemcken: Von außen leider nicht, von innen jedoch definitiv. Man ist lockerer als mancher, der im Management tätig ist. Das liegt aber auch daran, dass man mit Jugendlichen anders umgeht und viele Dinge von ihnen, wie Unbefangenheit, auch abfärben. Dadurch nimmt man selbst vieles leichter.

Sie haben eine Ausbildung als Erzieherin absolviert, warum haben Sie sich für die Jugendarbeit entschieden? Lemcken: Während meiner Ausbildung auf der Hildegardis-Schule habe ich diverse Praktika, darunter auch in Kindergärten, absolviert. Das war schön. Aber die Vorstellung das über Jahre zu machen - nein. Mein Anerkennungsjahr habe ich im Sendener Jugendzentrum Butterfly abgeleistet. Das war schlichtweg der Knaller. Die Erfahrungen dort waren so eindrucksvoll, dass für mich feststand: Das will ich machen.

Können Sie sich vorstellen, dauerhaft mit Jugendlichen zu arbeiten? Lemcken: Zurzeit würde ich sagen, okay das mache ich dauerhaft. Wobei ich nicht weiß wie es irgendwann einmal aussieht. Aber wir sprechen von jetzt, und da sage ich spontan: auf weitere zehn Jahre.

Was würde Sie ansonsten reizen? Lemcken: Zwei eigene Kinder und zwei Pflegekinder würden mich reizen. Das ist sehr mit meinem Beruf verbunden.

Müssen Jugendarbeiter nicht bald als Altenarbeiter fungieren, bzw. durch sie ersetzt werden, wenn man sich den demografischen Wandel hierzulande anschaut, wo deutlich wird, dass es immer mehr alte Menschen gibt? Lemcken: Nein. Das glaube ich nicht. Es wird immer Kinder geben, auch wenn die Bevölkerungsstruktur im Wandel ist. Daran glaube ich und ich wünsche mir, dass wir mehr Kinder in unserer Gesellschaft bekommen. Für Altenarbeiter bin ich außerdem nicht ausgebildet. Das wäre auch nicht mein Ding. Ich habe schon meinen Traumberuf. Das ist so.

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