Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Kita wird größer – der öffentliche Spielplatz deutlich kleiner

Kita Abenteuerland

Die Politik hat grünes Licht für die Erweiterung der Kita Abenteuerland in Herbern gegeben. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Probleme im kommenden Jahr erneut vor der Tür stehen.

Herbern

, 21.06.2018
Kita wird größer – der öffentliche Spielplatz deutlich kleiner

Den Spielturm der Kita hinterm Zaun lässt die Gemeinde in den nächsten Tagen versetzen, um Platz für den Anbau zu schaffen. Ein Stück des öffentlichen Spielplatzes (Vordergrund) wird der Kita Abenteuerland zugeschlagen. © Jörg Heckenkamp

Ich möchte, dass wir in Sachen Kita-Planung Herbern wieder in die Vorhand kommen“, bemühte SPD-Sprecher Christian Ley ein Bild aus dem Sport: „Im Moment hecheln wir der Entwicklung hinterher.“

Diese Entwicklung sieht so aus, dass trotz der Eröffnung der provisorischen Einrichtung „Abenteuerland“ an der Straße Auf den Äckern aktuell elf Kinder aus Herbern keinen Betreuungsplatz haben. Ley fürchtet, dass sich das Problem im nächsten Jahr verschärft. Er spricht sich dafür aus, „mittelfristig feste Kitaplätze für Herbern“ zu planen.

Öffentliche Spielplatzfläche als Ausgleich

Was ist denn nun geplant? Die aus Container-Modulen zusammengestellte Anlage mit drei Gruppen soll demnächst eine Erweiterung auf fünf Gruppen erfahren. Ebenfalls in Modul-Bauweise. Allerdings ist jetzt schon klar, dass der Anbau nicht rechtzeitig zum neuen Kita-Jahr fertig wird.

Jetzt lesen

Dieser Erweiterung fällt ein Teil des Außenbereiches zum Opfer. Zum Ausgleich will die Gemeinde dem Kita-Gelände ein Stück des benachbarten öffentlichen Spielplatzes „Auf den Äckern“ zuschlagen. Nämlich genau 320 von insgesamt gut 800 Quadratmetern. Alternativ-Pläne, etwa einen alten Bolzplatz in der Nähe zu reaktivieren, kamen für die Politiker im Jugend-Ausschuss am Dienstagabend nicht infrage.

Die Idee von Josef Reher (CDU), das Spielgelände als Kombilösung für Kita und Öffentlichkeit zu nutzen, funktioniere unter anderem aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht. Fachbereichsleiter Helmut Sunderhaus zu der Idee: „Da spielt das Kreisjugendamt nicht mit.“

Außengestaltung weiter in der Kritik

Viel Kritik gab es an der Außengestaltung der Kita auf Zeit. Ob man die lindgrünen Wände der Container nicht mit einer Vorhangfassade verdecken könne oder zumindest anders streichen könne, wollte Hans-Werner Schlottbohm von der UWG wissen. „Eine Fassade kostet mindestens 88.000 Euro, ein neuer Anstrich 19.000 Euro“, antwortete Sunderhaus und machte deutlich, dass die Gemeinde solche Summen nur ungern für eine Kita auf Zeit ausgeben möchte.

Zur Beruhigung der Anwohner auf den Zuschauerbänken des Sitzungssaales im Bürgerforum konnte der Fachbereichsleiter verkünden: „Wir wollen als Sichtschutz zu den Nachbarn eine Hecke pflanzen.“ Wermutstropfen: Das ist erst zur nächsten Pflanzperiode ab Herbst möglich.

Jetzt lesen
Jetzt lesen