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Hells-Angels-Rocker bestreitet Vergewaltigung

Ein Rocker der Hells Angels soll seine Freundin vergewaltigt und über Monate immer wieder schwer misshandelt haben. Nun steht er vor Gericht.

Düsseldorf

14.06.2018
Hells-Angels-Rocker bestreitet Vergewaltigung

Das Wappen des Landes Nordrhein-Westfalen und der Schriftzug „Landgericht Düsseldorf“. Foto: Marius Becker/Archiv

Ein Düsseldorfer Rocker der Hells Angels soll seine Freundin vergewaltigt und brutal misshandelt haben. Seit Donnerstag muss sich der 52-Jährige wegen Vergewaltigung, Freiheitsberaubung, Körperverletzung und Bedrohung vor dem Düsseldorfer Landgericht verantworten. Sein Mandant bestreite die Vergewaltigung, sagte einer der beiden Verteidiger beim Prozessauftakt.

Die brutalen Taten haben sich laut Anklage im vergangenen Jahr über einen Zeitraum von mehreren Monaten erstreckt. Eine der zwei Vergewaltigungen habe sich in einem Clubhaus der Rockergruppe in Belgien ereignet. In der gemeinsamen Wohnung in Düsseldorf soll er die Frau zudem immer wieder geschlagen und ihr dabei einmal die Nase gebrochen haben.

Ein anderes Mal habe er sie gewürgt, bis sie bewusstlos gewesen sei. Wenn sie ihn verlasse, bringe er sie um, habe er gedroht. Fluchtversuche der Frau habe er brutal unterbunden. Aus Angst vor dem Rocker habe sie einen Strafantrag bei der Polizei zurückgezogen.

Der Angeklagte berichtete, er habe nach dem Suizid seiner Schwester den Halt im Leben verloren und sei seit 2011 arbeitslos. Zeitweise habe er im Clubhaus der Rockergruppe geschlafen. „Ich wäre sonst auf der Straße gelandet.“ Das Gericht hat für den Prozess acht Verhandlungstage geplant. Das mutmaßliche Opfer sollte am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit aussagen.