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Schoppe für die Schützen?

Heek Gibt es noch andere Interessenten für die alte Schirmschoppe auf dem Hof Ostendorf, oder bekommt sie der Schützenverein Averbeck? Ist ein Wiederaufbau am Schützengelände überhaupt genehmigungsfähig? - Erst wenn diese Fragen geklärt sind, soll eine Entscheidung fallen, so der Rat.

22.06.2007

Ausführlich und kontrovers war das Thema diskutiert worden, das der Schützenverein aus der Bauerschaft Averbeck auf die Tagesordnung gebracht hatte. Gegenstand war die Zukunft einer neun mal 24 Meter großen Schirmschoppe, die sich zurzeit noch auf dem Gelände der ehemaligen Hofstelle Ostendorf, Achter de Stadt in Nienborg, befindet. Erworben hat es die Gemeinde, um es der Bebauung zuzuführen.

Die Averbecker Schützen, die in großer Zahl während der Ratssitzung anwesend waren, haben sich bereit erklärt, die Schoppe abzutragen und auf ihrem Schützenplatz wieder aufzubauen. Auf Nachfrage stellte Bürgermeister Dr. Kai Zwicker klar, dass es zwar noch weitere Anfragen von Interessenten für die Schoppe gegeben habe, die Schützen jedoch der einzige öffentliche Verein seien.

Wer zuerst kommt...

Somit war der Fall für die SPD klar: «Wir sollten dem Schützenverein die Schoppe überlassen», so Fraktionschef Reinhard Brunsch. Dagegen erhob sein Pendant Bernhard Probst auf Seiten der CDU jedoch Einwände: «Es ist ein Akt der Fairness, noch abzuwarten, ob es weiteres öffentliches Interesse an dem Gebäude gibt.» Außerdem führte er planungsrechtliche Bedenken an. Hermann-Josef Schepers (SPD/Foto links) entgegnete: «Wir haben hier bereits eine saubere Lösung und sollten nach dem Motto entscheiden: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wenn der Schützenverein sich nicht gemeldet hätte, wäre doch der Abrissbagger angerückt.»

Ganz so einfach sah es die Mehrheitsfraktion aber doch nicht: Insbesondere Stefan Mensing (CDU/Foto rechs) wollte aus Sicht des benachbarten Reitervereins die Frage der Nutzung geklärt wissen, um sicherzustellen, dass die Aktivitäten auf dem angrenzenden Reitzentrum nicht beeinträchtigt werden.

Es entspann sich ein weiterer Austausch von Argumenten pro und contra, den Hermann-Josef Schepers schließlich beendete: «Wir haben hier doch einen absoluten Glücksfall: Ein Verein will sämtliche Arbeiten und Kosten übernehmen, dann soll er die Schoppe auch haben», bezog er für die SPD erneut klar Stellung. Sein Antrag, darüber direkt abzustimmen, fand jedoch keine Mehrheit.

Entscheidung vertagt

Vielmehr wurde gegen fünf Stimmen aus den Reihen der Sozialdemokraten beschlossen, zunächst beim Kreis die Genehmigungsfähigkeit zu prüfen, zwischenzeitlich mit dem Schützen- und dem Reiterverein Abstimmungsgespräche zu führen und das Thema bis zur nächsten Ratssitzung zu vertagen. mel

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