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Heeker Bürgermeister verrät seine Lieblingsstrecke

Die schönsten Laufstrecken im Kreis Borken

Jetzt ist offiziell Frühling. Die Temperaturen steigen, der blaue Himmel lockt ins Freie. Zeit also, die Laufschuhe anzuziehen. Im Kreis gibt es viele schöne Strecken. Doch Vorsicht: Ganz so einfach ist es nicht.

Kreis

, 21.03.2018
Heeker Bürgermeister verrät seine Lieblingsstrecke

Der Winter ist vorbei, Zeit die Laufschuhe wieder anzuziehen. © dpa

Überall im Kreis bieten Sportvereine Lauftreffs an. Es ist eine gute Möglichkeit, ins Laufen zu starten oder nach einer Pause wieder einzusteigen. Zusammen lässt sich der Schweinehund einfach besser vertreiben. Wer lieber alleine unterwegs ist, auch dem bieten sich viele Wege in der Region an. Wir haben eine Auswahl.

Heek: Lieblingslaufstrecke des Bürgermeisters

In Heek hat Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff seine Lieblingslaufstrecke verraten (siehe Grafik). „Ich laufe zur Entspannung, um fit zu bleiben, zwar regelmäßig aber leider zu selten, etwa ein bis zweimal die Woche“, erzählt er. 30 Minuten braucht er für die Runde. Optimal für ihn: „Länger geht es eh nicht, dann würden nur die Knie schmerzen. Außerdem laufe ich gern auf weichem Boden, gerne auch mal mit kleinen Steigungen für kurze Powereinheiten. Teilweise führt der Weg durch Wald und auf unbefestigten Wegen, das macht die Strecke so reizvoll. Zudem führt mich der Weg am Wollbach entlang und mehrmals über die Dinkel, da kann man immer mal etwas Besonderes beobachten, etwa Wasservögel und andere Tiere.“

Startpunkt für die Runde könnte „Am Dinkelstadion“ sein. Von dort geht es durch die Dinkelwiesen, über die Straße Bült in Richtung B70, weiter am Wollbach entlang bis zum Kreisverkehr, zum Kirchplatz und zurück zu den Dinkelwiesen. Einen Tipp hat Franz-Josef Weilinghoff noch: „Anfängern kann ich nur raten, mit kleinen Spaziergängen anzufangen und das langsam zu steigern, das geht unheimlich schnell. Meine Strecke wird man schon nach dem dritten, vierten Lauf ohne Pausen meistern können.“

Ahaus: Drei grenzüberschreitende Routen

In Ahaus ist der Wanderweg 14-Witte Venn besonders empfehlenswert. Von der Haarmühle aus führen drei Routen grenzüberschreitend in die Niederlande durch das Witte Venn, das seinen Namen dem schmalblättrigen Wollgras und dem Sumpfgras verdankt. Die Pflanzen haben ihren Ursprung im Hochmoor, das fast vollständig verloren gegangen ist. Die Reste dieser alten Landschaft stehen heute unter strengem Schutz, doch kann auf den gekennzeichneten Routen ein Einblick gewonnen werden. Startpunkt ist die Haarmühle im Ortsteil Alstätte, Bessslinghook. Die drei Wege sind 1,6, oder 2,7 oder 8,6 Kilometer lang.

Legden: Eine Runde um das Dorf

In Legden gibt es eine Runde um das Dorf, die je nach Kondition drei, fünf oder acht Kilometer lang sein kann. Start ist das Stadion am Nordring. Von dort geht es über die Straße „Am Baum“ in Richtung Ahauser Straße, bis zur „Neuen Mühle“. Dort ist am Bleikenkamp die erste Chance, zurückzulaufen. Sonst geht es weiter durch die Steinkuhle, nach dem Tüskenbach rechts ab, dann entweder über das Dorf Münsterland zurück oder noch eine Runde durch den Haulingort. Infos hat der SuS Legden.

Stadtlohn: Rundstrecken vom SuS

In Stadtlohn hat der SuS Stadtlohn etliche Rundstrecken im Programm. Ein 12,7 Kilometer langer Rundkurs führt beispielsweise durch den Bockwinkel und könnte an der Droste-Hülshoff-Straße, Nähe der Fliednerschule, starten.

Südlohn: Entlang ehemaliger Zöllner- und Schmugglerpfade

In Südlohn führt der Kommiesenpatt (Kommiesen ist plattdeutsch für Zöllner) beiderseits der Grenze über ehemalige Zöllner- und Schmugglerpfade. Neben der 17,9 Kilometer langen Hauptstrecke gibt es vier Rundwege. Runde 1 ist 4,8 Kilometer lang und führt vom St. Vitus-Stein, wo eine Informationstafel steht, nach Süden bis zum Vitiverter Bach und von dort wieder zurück.

Vreden: Fünf Kilometer am Berkelsee

In Vreden ist eine 5-Kilometer-Strecke wunderbar geeignet, die am Offshore Beach startet. Weiter geht es auf dem Roten Weg rund um den See herum, später unter der Autobrücke B70 her, durch die Felder bis zum Pferdestall, auf die Ostendarper Straße links ab, über die Brücke, links auf „Zum Bockwinkel“, zum Spielplatz und zurück.

Im Interview haben wir Norbert Haverkock vom Sus Legden gefragt, worauf es beim Laufen ankommt.

Was raten Sie dem Laufanfänger?

Mit sich selbst Geduld haben und nicht zu viel erwarten. Am Anfang reicht es, abwechselnd zu joggen und zu gehen. Muskulatur und Herz-Kreislauf entwickeln sich sehr schnell, schneller als Sehnen und Gelenke. Wenn man merkt, ich komme voran, sollte man trotzdem nicht schneller laufen, sondern lieber die Distanz verlängern.

Und wie schnell sollte man laufen?

Es gilt, dass man sich locker in ganzen Sätzen unterhalten kann.

Was braucht man an Ausrüstung?

Wenn man dabei bleiben will, ist gutes Schuhwerk sehr wichtig. Wer Schuhe hat, die älter sind als drei Jahre, sollte sie schnellstens ersetzen. Ich rate zu einem gehobenen Sportartikelgeschäft, wo der Fuß analysiert wird.

Wie sieht es mit Übungen und Dehnen aus?

Bei unserem und anderen Lauftreffs gehören Übungen beispielsweise zur Rumpfstabilisation dazu. Das funktioniert auch am besten in Lauftreffs. Wenn ich alleine unterwegs bin, ist es doch ehrlich gesagt das erste, was man weglässt. Wer regelmäßig läuft, sollte einmal in der Woche eine intensive Dehn-Einheit einplanen.

Und was tue ich gegen den inneren Schweinehund?

Rechtzeitig aufhören, am besten, wenn man glaubt, man könnte noch ein Drittel der bis dahin gelaufenen Strecke mehr laufen. Dann fühlt man sich am Ende gut und läuft gerne wieder los.

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