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Biotop preisgekrönt

Heek «Da steckt sehr viel Arbeit drin», sinniert Bernhard Alfert-Büscher, als er den Blick über «sein» Biotop schweifen lässt. Mit großem Aufwand und hoher Eigenleistung haben die Ahler Jäger die alte, versandete Gräfte zu einem geschützten Ort für die heimische Pflanzen- und Tierwelt wiederbelebt.

14.06.2007

Und die Arbeit hat sich gelohnt, denn das Engagement der Jagdgemeinschaft «Ahle-Süd» ist auf dem Landesjägertag in Heiden mit dem «Biotophegepreis 2007» des Landesjagdverbandes NRW und 1300 Euro Preisgeld bedacht worden (Münsterland Zeitung berichtete). Damit ging dieser von der Stiftung «Wildtier- und Biotopschutz» ausgelobte Preis erstmals in den Kreis Borken.

Lange Historie

Dabei birgt die ehemalige Gräfte auch eine lange Historie in sich: Bereits auf Karten aus dem 16. Jahrhundert eingezeichnet, erwarb sie Hermann Alfert gt. Büscher, der Urgroßvater des jetzigen Besitzers, im Jahr 1883 aus den Händen einer Adelsfamilie. Zuletzt zeigte sich die Gräfte jedoch so versandet und verschlammt, dass die Jagdgemeinschaft beschloss, tätig zu werden - zumal sich fließende Gewässer in ihrem 830 Hektar großen Revier nicht finden. Im Herbst 2006 machten sie sich an die Arbeit, setzten die Bäume auf den Stock, schnitten die Kopfweiden aus und begannen mit der Entsandung durch Ausbaggern. Es entstand ein Biotop mit 2000 Quadratmeter großer Wasserfläche und einer Tiefe von 1,20 bis 1,50 Metern, aufgewertet mit heimischen Pflanzen.

Das Ergebnis begeisterte die beteiligten Jäger so, dass sie beschlossen, sich mit dem Biotop an dem Landeswettbewerb zu beteiligen. Alfert-Büschers Hofnachbar Ludger Wensing, Beauftragter für Natur- und Biotopschutz im Hegering Ahaus-Heek, kümmerte sich um die offizielle Bewerbung und leitete sie an das Forstamt weiter, das seinerseits dieses Hegeprojekt als gelungen befürwortete.

Bewerbung hat Erfolg

So kam es am Landesjägertag zur Preisverleihung, die zudem 1300 Euro in die Gemeinschaftskasse brachte - eine hochwillkommene Finanzspritze, denn die entstandenen Kosten wurden bis dato von den Jägern selbst getragen, und die Arbeit ist noch nicht komplett getan: Eine neue Brücke soll mit dem Preisgeld finanziert werden, dann ist bis zum Herbst/Winter das preisgekrönte Biotop in Ahle-Süd endgültig fertig gestellt. mel

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