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Haut braucht im Winter besondere Pflege

Schutz für kalte Tage

Fast jeder kennt es: Nach dem Waschen oder Duschen spannt die Haut und fühlt sich trocken an, schuppt sogar. Das ist im Winter häufiger der Fall als im Sommer. Zeit für einen Cremewechsel.

22.11.2016
Haut braucht im Winter besondere Pflege

Cremen, cremen, cremen - im Winter wird die zarte Haut an den Händen durch den Wechsel von Kälte und trockener Heizungsluft besonders strapaziert.

Warum ist die Haut im Winter überhaupt trockener als im Sommer? Ganz einfach: In der kalten Jahreszeit setzt ihr vor allem ein Wechsel zwischen trockener Heizungsluft in den Räumen und der Kälte draußen zu. Zudem produzieren die Talgdrüsen bei kühlen Temperaturen weniger schützendes Fett. Die Blutgefäße verengen sich, die Haut ist schlechter durchblutet und erhält weniger Nährstoffe.

Eng sitzende Kleidung lässt die Haut schwitzen

Und wenn es kalt wird, packen sich die meisten dick in warme Kleidung ein. Gut, weil man dann nicht friert. Schlecht, weil eng sitzende Kleidungsstücke die Haut zu wenig atmen und vermehrt schwitzen lassen. Trockene Haut schuppt und juckt dann noch stärker. Zudem setzen raue Stoffe oder chemische Zusätze in den Materialien gereizter Haut extra zu.

Die Haut ist auf einen ausgeglichenen Wasserhaushalt im Körper angewiesen. Sie braucht regelmäßigen Nachschub für die Flüssigkeit, die sie abgibt oder verliert. Während im Sommer aufgrund der hohen Temperaturen ohnehin schneller Durst verspürt wird, besteht im Winter die Gefahr, weniger zu trinken. Doch die Haut braucht Wasser. Auch wenn es kalt ist. Neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr von innen, kann man der Haut auch von außen helfen. Hier einige Tipps:

Gesicht: Ab minus acht Grad stellen die Talgdrüsen ihre Produktion komplett ein. Besonders schlimm ist das für die Gesichtshaut, die an einigen Stellen nur wenige Millimeter dick ist. Im Winter sollte man daher auf alkoholhaltiges Gesichtswasser verzichten und stattdessen auf Reinigungsmilch umsteigen. Diese Produkte sind leicht rückfettend und entziehen der Haut nicht noch zusätzlich Feuchtigkeit. Danach die Haut gut eincremen. Wer im Sommer nur ein leichtes Feuchtigkeitsgel oder eine Emulsion benutzt, sollte im Winter auf eine fetthaltige Creme umsteigen. Wer keine allzu trockene Haut hat, kann einfach seine Nachtpflege aus dem Sommer als Tagespflege in der kalten Jahreszeit verwenden.

Bei richtig trockener Haut sollte dagegen auf eine stark fetthaltige Creme zurückgegriffen werden, eine sogenannte Wasser-in-Öl-Emulsion. Das bedeutet, die Creme enthält wenig Wasser, das in viel Öl gebunden ist. Das Gegenteil sind Öl-in-Wasser-Emulsionen – sie enthalten wenige Ölmoleküle, die in reichlich Wasser gebunden sind.

Wer unsicher ist, zu welcher Sorte seine Creme gehört, gibt einfach etwas Creme in ein Glas Leitungswasser. Je leichter sich die Creme mit dem Wasser verrühren lässt, desto höher ist ihr Wasseranteil. Wer meint, bei zu fettigen Cremes nicht genügend Feuchtigkeit abzubekommen, kann im ersten Schritt der täglichen Pflege ein Feuchtigkeitsserum nutzen und die fetthaltige Tagespflege erst darüber auftragen. Diese aber vor allem bei Minusgraden auf keinen Fall weglassen, denn ein wasserhaltiges Feuchtigkeitsserum kann als Film auf der Haut gefrieren. Bei ganz harten Fällen von Trockenheit hilft Cold Cream, die Haut vor Kälte zu schützen. Cold Creams sind ideal bei empfindlicher Haut. Oftmals enthalten sie Bienenwachs, das die Regeneration beschleunigt sowie Spannungen entgegenwirkt.

Lippen: In der kalten Jahreszeit haben viele Menschen auch mit aufgerissenen und trockenen Lippen zu kämpfen. Das Anfeuchten mit der Zunge bringt nur kurzzeitig Linderung. Langfristig verschlechtert es stattdessen den Hautzustand: Wenn der Speichel verdunstet, wird zusätzlich Feuchtigkeit entzogen, und die Haut ist noch trockener als zuvor. Besser: Pflegestifte mit heilungsfördernden Stoffen wie Dexpanthenol verwenden. Auch pflanzliche Inhaltsstoffe wie Ringelblume bringen aufgrund entzündungshemmender Stoffe rasche Besserung. Dass man von Lippenpflegestiften abhängig wird, ist ein Mythos. Dass die Lippen nach Absetzen des Stiftes wieder trocken sind, liegt daran, dass der Pflegestift nur das Symptom, nicht aber die Ursache bekämpft. Wer auf Natur setzen will, streicht die Lippen mit Honig ein – Naschen ist dann aber verboten. Sonst wirkt der Honig nicht.

Körper: Auch wenn es noch so verlockend erscheint, sich morgens lange unter den heißen Wasserstrahl zu stellen: Gerade im Winter sollten wir nur kurz und nicht zu heiß duschen. Rückfettende Duschöle reinigen die Haut im Schonwaschgang (unbedingt hinterher Wanne oder Dusche gründlich säubern – Rutschgefahr). Sanft sind aber auch Duschcremes und pH-neutrale Waschlotionen. Regelmäßiges Eincremen nach dem Duschen oder Baden ist Pflicht. Ganz wichtig: Die Pflege sollte deutlich reichhaltiger sein als im Sommer. Hier sollten Cremes statt leichter Lotionen verwendet werden.

Sehr gut geeignet sind Produkte mit natürlichen hauteigenen Feuchtigkeitsbindern wie zum Beispiel Urea (Harnstoff). Dieser hilft der Haut, ihre Barrierefunktion wieder herzustellen und den Wasserverlust zu minimieren. Dabei sollte der Harnstoffanteil nicht höher als bei zehn Prozent liegen. Höher dosierte Produkte, wie sie manchmal in Apotheken angemischt werden, sollten nur auf ärztliche Anweisung genutzt werden. Denn zu viel Urea kann Mikrokristalle in der Haut bilden, was zu Irritationen führen kann. Über die gezielte Pflege hinaus hilft eine ausreichende Luftfeuchtigkeit, die Haut vor dem Austrocknen zu bewahren. Idealerweise sollte man in beheizten Räumen dreimal täglich die Fenster zum Lüften für fünf Minuten groß öffnen.

Übrigens: Auch wer nicht zu trockener Haut neigt, kennt im Winter das Phänomen von trockenen Ellenbogen, Knien und Schienbeinen. Dicke Pullis, Strumpfhosen und Jeans reiben an diesen Stellen die Haut auf. Ein hilfreiches Mittel: etwas Zucker mit Sahne vermischen, bis eine Paste entsteht. Das Ganze dann nicht naschen, sondern die Hautpartien sanft damit peelen, mit lauwarmem Wasser abspülen und vorsichtig trockentupfen.

Hände und Füße: Kaum Fettgewebe und wenige Talgdrüsen – die Hände sind im wahrsten Wortsinn dünnhäutig. Häufiges Händewaschen mit heißem Wasser macht es nicht besser. Daher statt normaler Seife besser eine Handwasch-Creme mit rückfettenden Pflanzenölen und Glycerin oder eine ph-neutrale Handwasch-Lotion nutzen. Beim Abwasch Handschuhe tragen, denn Spülmittel entzieht der Haut kostbares Fett. Nach jedem Händewaschen eincremen. Inhaltsstoffe wie Kamille wirken heilungsfördernd, Nussöle pflegen und fetten. Bei sehr trocknen Händen die Haut abends messerrückendick mit Handcreme einreiben und über Nacht dünne Baumwollhandschuhe tragen. Ein wichtiger Tipp zu guter Letzt: Wenn die Haut trotz Pflege ständig spannt, nicht immer nachcremen. Stattdessen auf eine reichhaltigere Pflege umsteigen.