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Roggen, Gerste und Weizen leiden unter anhaltender Trockenheit

Halterner Landwirte befürchten Ernte-Einbußen

Die Halterner Landwirte hoffen auf Regen. Auf viel Regen. Auf den Äckern sind aufgrund der Trockenheit bereits erste Schäden zu beobachten.

HALTERN

, 01.06.2018
Roggen, Gerste und Weizen leiden unter anhaltender Trockenheit

Auch bei der Gerste rechnet Landwirt Ludger Winkelkotte mit Ernte-Einbußen. Die Bauern hoffen auf Regen. © Foto:dpa

Die Halterner Bauern machen sich Sorgen. Grund ist das Wetter. „Ich schaue jeden Morgen als erstes in den Himmel, ob es denn wohl Regen geben wird“, sagt Ludger Winkelkotte, Vorsitzender des landwirtschaftlichen Ortsvereins Haltern-Sythen-Lavesum. „Das bisschen Niederschlag am Freitag hilft ja nur wenig. So müsste es mindestens drei Tage lang regnen“, erklärt er. Auf den Feldern herrscht Trockenheit, erste Schäden sind nach Winkelkottes Aussage bereits zu sehen.

In Haltern regnet es viel zu selten

In Lippramsdorf und Hullern beispielsweise sind Gerste und Roggen seinen Beobachtungen zufolge bereits in Mitleidenschaft gezogen worden. Daran konnten auch die recht geringen Niederschlagsmengen am Dienstagabend und Freitag nichts ändern. Auch die Weizenernte werde in diesem Jahr wahrscheinlich geringer ausfallen, befürchtet der Landwirt.

Wie Ludger Winkelkotte feststellt, hätten es die Halterner Bauern hinsichtlich der Regenhäufigkeit im Sommer ohnehin etwas schwerer. Denn die Lippe sei eine natürlich Grenze für Gewitter. „Die Gewitter ziehen meistens aus südwestlicher Richtung heran. Über die Lippe ziehen sie dann aber nicht“, hat Winkelkotte beobachtet. „Jenseits der Lippe regnet es dann, hier in Haltern nicht.“

Jenseits der Lippe ist die Situation noch nicht so schlimm

Der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Ortsverbands scheint nicht ganz Unrecht zu haben. Sein Kollege Friedrich Steinmann, zugleich Vorsitzender des landwirtschaftlichen Kreisverbands Recklinghausen mit Hof in Bottrop-Kirchhellen, kann derzeit noch keine Probleme mit der anhaltenden Hitze ausmachen. Regen habe es dort hin und wieder gegeben. Allerdings sei die Situation regional sehr unterschiedlich. Oft gebe es nur punktuell Niederschläge.

Sandige Böden überwiegen

„Natürlich fragen sich Landwirte bei Versammlungen zurzeit oft ,Wieviel Regen habt ihr denn gehabt?‘, aber bei den guten, sprich: schweren Böden (tonig bis lehmig) sei das Problem noch nicht groß, berichtet Steinmann weiter. Auch in diesem Zusammenhang sind die Halterner im Nachteil. Die überwiegend sandigen „leichten“ Böden in Lippramsdorf, Hullern und Hamm-Bossendorf können das Regenwasser nicht so lange speichern.

Bewässerung nicht machbar

Die Bewässerung von Feldern sei aber keine Lösung, sagt der Kreisverbands-Vorsitzende. „Das ist viel zu arbeits- und kostenaufwendig.“ Zudem seien die Wassermengen in der Landwirtschaft reglementiert. Ludger Winkelkotte indes hofft auf das Wochenende. „Es ist Regen vorhergesagt“, weiß er. Er wäre sehr erleichtert, wenn die Meteorologen Recht behielten.

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