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Britische Camper haben am Lippspieker Miete gezahlt

Polizei findet gestohlenen Wohnwagen in Haltern

Die britischen Camper sind mit einem Tag Verspätung vom Halterner Lippspieker abgereist und haben ihre gezahlte Kaution zurückbekommen. Die Stadtverwaltung erklärt ihr Vorgehen und rechtliche Probleme bei Alternativen. Nicht weit vom Lager der Briten wurde ein gestohlener Wohnwagen gefunden.

HALTERN

14.05.2018
Britische Camper haben am Lippspieker Miete gezahlt

Am Montagmorgen bereiteten sich die Besitzer der britischen Wohnwagen neben der Stauseekampfbahn auf ihre Abreise vor. © Kevin Kindel

Eigentlich hatten die Besitzer gegenüber der Stadtverwaltung angekündigt, am Sonntag abreisen zu wollen. Am Montagmorgen standen aber immer noch fünf Wohnwagen auf der städtischen Wiese am Lippspieker. „Eine Schwangere musste ärztlich versorgt werden“, erklärt Thomas Gerlach, Sprecher der Stadtverwaltung, die Verzögerung. Dann packten die Briten am Montag allerdings ihre Sachen, um im Laufe des Vormittags wegzufahren.

„Sie haben den Platz sauber verlassen und ihren Müll in Säcken zusammengestellt“, so Gerlach. Deshalb bekam die Gruppe ihre 350 Euro Kaution zurück, die Stadt hatte außerdem 250 Euro Mietgebühr kassiert, erzählt Gerlach am Montag.

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Zurück blieben neben den Müllsäcken Toilettenpapierreste und Fäkalien an einem Weg an der Stever. „Da könnten wir aber nur etwas machen, wenn man direkt daneben steht, wenn‘s passiert“, spricht Gerlach rechtliche Probleme an. Weder Polizei noch Stadtverwaltung hatten am Montag übrigens auch nur eine Beschwerde über die Gruppe verzeichnet.

Mehrere Bürger haben sich allerdings über die Facebookseite unserer Redaktion geärgert, die Verwaltung behandle die Camper zu lasch. „Die kommen immer und immer wieder“, prognostiziert Tanja Resch etwa.

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Platzverweise und Abschleppmanöver seien rechtlich nicht einfach durchzusetzen, hält Thomas Gerlach dagegen. Man müsse förmliche Bescheide zustellen: „Und wo sollen wir sie denn hinschicken?“, fragt der Verwaltungssprecher. Schicke man die Reisenden über die Stadtgrenze rufe am nächsten Tag sicherlich direkt der Bürgermeister des Nachbarortes an. „So lange es keine Randale und keinen Vandalismus gibt, macht es keinen Sinn, mit der Brechstange da durchzugehen“, ist die Halterner Verwaltung überzeugt.

Andere Städte haben im vergangenen Jahr zu anderen Mitteln gegriffen, als eine deutlich größere Gruppe mit knapp 100 Fahrzeugen unterwegs war. In Kevelaer, im Kreis Kleve, waren schon Einsatzhundertschaften der Polizei und Abschleppunternehmen vor Ort, als sich die Reisenden auf den Weg machten. Im hessischen Kreis Groß-Gerau wurden schwere Findlinge an großen Wiesen platziert, um sie nach schlechten Erfahrungen vorsorglich abzusperren.

Am anderen Ende der großen Wiese, nahe des Eingangs zur Stauseekampfbahn, fanden Polizisten am Montagmorgen kurz vor 9 Uhr einen Wohnwagen ohne Kennzeichen. Er wurde am 17. oder 18. April in Bochum gestohlen gemeldet, berichtet Polizeisprecher Michael Franz. Einen Zusammenhang zu den britischen Campern sieht die Polizei aktuell nicht. Den Wohnwagen hat die Polizei sichergestellt, jetzt wird er auf mögliche Spuren untersucht.
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