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Beim Essen im Freien verdient die Stadt mit

Gastronomen zahlen für Außenbestuhlung in Haltern

Mit der Sonne kommt das Essen im Freien – und das Geld für die Stadt. Denn dafür, dass ihre Gäste beim Kaffee oder Bier die Sonne genießen dürfen, müssen die Wirte in die Tasche greifen.

Haltern

, 24.04.2018
Beim Essen im Freien verdient die Stadt mit

Café- und Bistrogäste genießen die Sonne auf dem Halterner Marktplatz. © Blossey

Sie ist wieder da: die Sonne. Am vergangenen Wochenende war es auch in Haltern am See bis zu 28 Grad Celsius warm. Das warme Wetter lockt die Menschen nicht nur aus den Häusern, sondern auch in zahlreiche Restaurants und Gaststätten in Haltern. Ob in die Eisdiele, für ein kühles Bier oder ein Mittagessen ins Bistro. Ein Tisch? Bitte draußen.

Doch dafür, dass ihre Gäste ihr Essen im Freien genießen können, müssen Gastwirte zahlen. Denn Gastronomen, die Stühle und Tische auf öffentlichen Flächen aufstellen, räumt die Stadt auf Antrag eine sogenannte Sondernutzungserlaubnis ein.

Vier Euro pro Quadratmeter kostet die Außenbestuhlung

Vier Euro pro Quadratmeter kostet die gastronomische Außenbestuhlung in Haltern pro Monat, so sieht es die städtische Satzung vor. Da heißt es: „Bei der Aufstellung von Tischen und Stühlen wird bei zusammenhängend aufgestellter Bestuhlung die gesamte Grundfläche berechnet.“ Eine Unterscheidung nach Lage, wie es sie etwa in Dortmund gibt, gibt es in Haltern nicht.

26.300 Euro, schätzt die Stadt Haltern, wird sie in diesem Jahr dadurch einnehmen, dass Gäste an Kaffee- und Restauranttischen auf öffentlichen Flächen sitzen – durch derzeit 34 Gastronomien, die 2018 bisher eine Sondernutzungserlaubnis der Stadt erteilt bekommen haben. In den letzten Jahren sind die Einnahmen der Stadt durch Sondernutzungserlaubnisse leicht gestiegen. 2014 waren es noch 21.077 Euro, die 32 Gastronomien gezahlt haben. 2017 dann 36 Gastronomien, die insgesamt 26.300 Euro an die Stadt gezahlt haben.

„In Haltern ist es notwendig, so eine große Terrasse zu haben“

Taner Yalcin vom Café Extrablatt in Haltern hat seine Tische und Stühle schon seit März draußen aufgebaut. 80 Quadratmeter an öffentlicher Fläche belegt er damit. 320 Euro sind das im Monat. „In Haltern ist es notwendig, so eine große Terrasse zu haben – wegen des Tourismus. Lohnen tut sich das auf jeden Fall, es kommt immer darauf an, wie die Wetterlage ist. Man zahlt ja sowieso, ob es regnet oder nicht.“

Letztendlich freue sich Yalcin immer auf das Sommergeschäft. „Weil die Leute da einfach viel mehr rausgehen. Die Terrasse ist dann der Bereich, wo man sitzen will“, sagt Yalcin. „Es wäre für uns nicht denkbar, keine Terrasse zu haben.“

Was Yalcin eher ärgere, sei die Tatsache, dass er seine Tische und Stühle zwei Mal in der Woche abbauen muss – wegen des Wochenmarktes. „Da kann man nicht mit größerer Deko wie Palmen arbeiten oder Strandkörben, was ganz schön wäre.“