Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ruhrpott-Oscar verpasst

Haltern/Bochum «And the Oscar goes to...» Leider nicht nach Haltern. Und dabei hatten einige Halterner gute Chancen - zumindest, wenn es um den Ruhrpott-Oscar geht.

19.06.2007

Es handelt sich dabei um eine Auszeichnung für junge Theatertalente, die vom Schauspielhaus Bochum alljährlich vergeben wird. Bei der siebten Auflage in diesem Jahr reisten sechs Schul-Theatergruppen in die Ruhrgebietsstadt - in der Hoffnung, die Fachjury überzeugen zu können. Neben Jugendlichen aus Dortmund, Essen, Hagen und Herne gehörten auch 25 Mitglieder der Theater-AG des Joseph-König-Gymnasiums dazu. «Es hat zwar nicht für den Oscar gereicht, aber für uns war es auf jeden Fall eine positive Erfahrung, die uns sehr weitergebracht hat», gibt Lehrer Hugo Ruthmann die Stimmung in der AG wieder. Vier Tage dauerte das «Schüler-Theatertreffen Ruhrpott». Höhepunkt für die Halterner AG war natürlich die eigene Inszenierung der griechischen Komödie «Lysistrata».

«In den Kammerspielen des Bochumer Schauspielhauses aufzutreten, das war für alle Schüler etwas ganz Besonderes», betont Ruthmann. «Wir können außerdem stolz darauf sein, dass unsere Aufführung ausverkauft war.» Bochumer Theaterpädagogen hatten im Vorfeld aus 32 Bewerbern die sechs Finalteilnehmer ausgewählt. Es gab einige Unterschiede zwischen den Halternern und ihren Mitbewerbern.

«Wir waren die einzigen, die ein klassisches Stück aufführten. Die anderen Gruppen waren mit selbst geschriebenen Stücken angereist», erläutert Ruthmann.

Aufführung im Herbst

Voraussichtlich im Herbst führen die Schüler «Lysistrata» auch in der Halterner Aula auf. Dann können sie sicherlich von den Fähigkeiten profitieren, die sie während der vier Tage in Bochum erworben haben. Denn die Jugendlichen haben sich nicht nur die Stücke ihrer Mitbewerber angeschaut, sondern sich auch in mehreren Workshops intensiv mit den verschiedenen Facetten des Schauspiels auseinander gesetzt - von Körperhaltung über Regie bis hin zu Bühnengestaltung und Kostüm.

Zu Beginn jedes Festivaltages gab es ein professionelles Warm-Up, jede Aufführung wurde in Diskussionsrunden mit Theater-Profis analysiert.

Den Oscar gewonnen hat übrigens eine Theatergruppe der Essener Viktoriaschule. In ihrem Stück «Schwer beschäftigt» thematisierte das Ensemble die Ängste und Nöte von Jugendlichen bei den ersten Schritten auf dem Arbeitsmarkt. Leonid Sirotin

Lesen Sie jetzt