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Moor im weißen Kleid

Sythen Freitag, 18 Uhr. Sonne und Wolken wechseln sich immer wieder ab. Der Weg durch die Wasag-Moore für die Führungen am Wochenende will noch einmal geprüft werden.

27.06.2007

Auch hier hat der Orkan Kyrill viele Bäume entwurzelt oder geknickt. Der «Gortenteich» am östlichen Ende des Gebietes ist das letzte Glied in der Reihe der durch ehemalige Entwässerungsgräben verbundenen Moore. Heute wird durch Stauungen und Überläufe der Wasserstand in den Mooren wieder auf ein sinnvolles Niveau angehoben. Moose saugen wie ein Schwamm ein vielfaches ihres Eigengewichtes an Regenwasser auf und geben es langsam wieder ab.

Am Samstag begibt sich eine Gruppe des Fotoclubs Haltern unter Führung von Rolf Behlert ins Moor. Mit der Kamera auf Motivpirsch, aber immer vorsichtig bewegend, damit diesem empfindlichen Terrain kein Schaden zugefügt wird.

Vorbei an Birken- und Erlenbruchwäldern führt der Weg zum großen Moor. Hier wartet schon das schmalblättrige Wollgras mit seinem wuscheligen weißen Samenstand darauf, dass der Wind die Samen verteilt. Das Wollgras steht auf großen flachen nassen Bereichen. Im tiefen Wasser hat dagegen die kleine Seerose das Sagen. Ihre weißen Blüten öffnen sich mit der Morgensonne. Die Seerosenblätter bedecken die offene Wasserfläche und vermindern die Verdunstung.

Samen im Boden

Beim Umrunden der Fläche entlang der Baumgrenze zeigen der rundblättrige und der mittlere Sonnentau vereinzelt ihre weißen Blüten. Sie bevorzugen die wechselfeuchten Flächen am Rande oder auch feuchte Inseln im Moor. Die Flächen am Rand wurden 2005 frei geschoben. Im Boden darunter schlummerte über Jahrzehnte noch Samen. Dieser ist nun wieder aufgegangen. Zahlreiche Motive finden den Weg auf Film oder digitalen Chip. Am Sonntag startet eine Gruppe des Grünen Forums unter Führung von Christian Lynen ebenfalls ins Moor. Da die Sonne sich schon neigt, beginnen die Seerosenblüten, sich schon wieder zu schließen.

Wechselhaftes Wetter

Trotz des wechselhaften Wetters sind noch ein paar Libellen unterwegs. Einzelne Exemplare der Hufeisenazurjungfer, der Heidelibelle und der Vierflecklibelle zeigen sich in längeren sonnigen Phasen. Dann wird es Zeit, das Moor vor dem Einbruch der Nacht zu verlassen. Schließlich sind auch heute noch die Irrlichter unterwegs und könnten den Besucher in sein Verderben locken. Wer es nicht glaubt, möge es, schwarz auf weiß, nachlesen in «Wat Uhl und Ekboom vertellt» von Bernhard Köster.

Sicheres Geleit gibt es bei einer Führung des Grünen Forums durch die Moore am Sonntag, 15. Juli, um 14 Uhr ab Drügen Pütt. Weitere Informationen per E-Mail: info@nabu-halternamsee.de oder unter Tel. 935330.

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