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„Maifisch“ zurück aufs Wasser

Lippeverband erleichtert den Einstieg auf die Lippefähre

Mit jedem Gespräch über die steilen Wege zur Lippe-Fähre in Haltern-Flaesheim schwand der Eindruck, dass der Lippeverband eine Lösung sucht. Doch er hat sich die Beschwerden zu Herzen genommen.

Flaesheim

, 23.03.2018
„Maifisch“ zurück aufs Wasser

Die Rampen zur Flaesheimer Fähre waren für Radfahrer viel zu steil. Das soll jetzt geändert werden. © Foto Holger Steffe

Der Lippeverband will seine Fähre „Maifisch“ in Haltern-Flaesheim in der Woche nach Ostern zu Wasser lassen. Der Termin hängt von der Fertigstellung der neuen Rampen zum Fähranleger ab.

Schieben erleichtern

Nachdem der Kampfmittelräumdienst grünes Licht geben konnte, hat sich der Lippeverband den Umbau der Rampen für die Karwoche vorgenommen. Das teilt Pressesprecher Michael Steinbach mit. Dann sollen Stufen eingesetzt werden, die das Schieben von Fahrrädern auf den Rampen erleichtern. Dazu Steinbach: „Ziel ist dann die Fertigstellung in der ersten Aprilwoche, was jedoch von Unwägbarkeiten wie dem Wetter und dem Wasserstand abhängt.“

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Beschwerden gegeben. „Wir haben wieder umgedreht, weil der Zugang zur Lippe viel zu steil ist“, berichteten beispielsweise Hans-Joachim und Ursula Panoch aus Hullern. Es mache große Mühe und brauche viel Kraft, um mit den Rädern auf die Fähre zu gelangen und sie dann wieder zu verlassen. „Selbst jüngere Radfahrer kommen ins Schnaufen und werden unsicher“, beobachtete Hans-Joachim Panoch an der Fährstelle in Flaesheim. „Die Schräge müsste mindestens gepflastert werden, vor allem für ältere Menschen ist der Rollsplitt lebensgefährlich.“

Für sechs Personen ausgelegt

Fährbetrieb ist in der Regel von April bis November. Nur bei Hochwasser muss „Maifisch“ vor Anker liegen. Die Fähre, hinter der Stiftskirche gelegen, war am 25. September im Rahmen einer feierlichen Eröffnung an der Lippe in Flaesheim eingeweiht worden. Sie wiegt 3,5 Tonnen und ist ausgelegt für den Transport von sechs Menschen mit Fahrrädern und Gepäck. Betrieben wird sie über eine Handkurbel.

Benutzung kostenlos

Die „Maifisch“ ist neben Baldur und LUPIA die dritte und jüngste Fähre, die der Lippeverband betreibt. Sie ist auch an die Römer-Lippe-Route – den Fernradweg von Xanten bis Detmold – angebunden. Ihren Namen hat sie von einem Speisefisch, dem Maifisch, der einst in der Lippe zuhause war und wieder angesiedelt werden soll.

Die Benutzung der Fähre ist kostenlos, einen „Fährmann“ gibt es nicht.

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