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Landwirt setzt auf Solarenergie

HALTERN "Erneuerbare Energie wird zum Trend“, weiß auch Bauer Hermann Koch (47). Auf dem Dach seiner Maschinenhalle liegen neuerdings Solarplatten im Wert eines kleinen Einfamilienhauses.

von Von Bianca Belouanas

, 08.10.2008
Landwirt setzt auf Solarenergie

Hermann Koch (47) und Sohn Mathias (17): Die Dachhälfte Richtung Süden ihrer Maschinenhalle haben die Kochs mit Solarplatten ausgerüstet.

Nach dem Aufbau durch die Firma haben jetzt Bauer Koch und seine Söhne der Photovoltaikanlage in luftiger Höhe den letzten Schliff verpasst.

Vier Jahre hat er überlegt und geplant, am 22. August rückte die Firma an und stellte das Gerüst an der 7,50 Meter hohen Halle auf dem Silverberg auf. Nach 20 Tagen waren die 756 Dünnschicht-Modulplatten verlegt. Das Hallendach ist insgesamt rund 600 Quadratmeter groß: 43 mal 14 Meter misst es. Die Module belegen zusammen über 540 Quadratmeter. So ist der Bereich nach Süden komplett ausgenutzt. Die andere Dachhälfte ist nur mit 30 Platten versehen. „Die zeigt nach Norden, da lohnt sich das nicht“, so Ehefrau Ulrike Koch (42).

Eine sechsstellige Summe hat das Ehepaar investiert: Zum Teil aus der eigenen Tasche, zum Teil dank eines Darlehens. Damit sich das ganze auch rechnet, haben die beiden erstmal einen Vertrag mit den Stadtwerken geschlossen. Bis zu 46,7 Cent pro Kilowattstunde fließen für die nächsten 20 Jahre ins Portemonnaie des Bauern.

Familie Koch hofft, dass sich die Investition in zwölf Jahren amortisiert hat. „Das kommt auf das Wetter an. Viel Sonne bedeutet auch viel Strom“, sagt der Bauer. Auch wenn er von Auslastungen seiner Anlage wie in Spanien und Frankreich nur träumen kann: Die Dünnschicht-Module wandeln auch diffuses Licht in Energie um. „Die gibt es erst seit drei Jahren auf dem Markt. Der Vorteil an ihnen ist, dass die Anlage nicht, wie es bei den Mono- und Polymodellen der Fall ist, bei Schatten komplett runterfährt, sondern auch bei trübem Wetter funktioniert“, so Hermann Koch.

Nun hofft die Familie, dass der nächste Sommer nicht genauso ins Wasser fällt, wie der letzte. Nur im Frühjahr, da darf es gerne etwas mehr regnen. „Da müssen wir die Anlage reinigen“, schmunzelt Ulrike Koch. 540 Quadratmeter. „Und unsere Eichen machen viel Dreck.“ Das Herzstück der Photovoltaikanlage hängt an der Wand in der Maschinenhalle. Acht so genannte Wechselrichter wandeln dort den gewonnenen Gleichstrom in Wechselstrom um. Dieser geht ins Netz der Stadtwerke. Die Überwachung der Stromzähler übernimmt Bauer Koch von seinem Computer aus.

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